Ein Film ohne Namen
- YU 1988 (Za sada bez dobrog naslova, 89 Min.)
- Drama
Als ein mazedonischer Regisseur bei seinen Vorbereitungen für einen Film erkennt, dass die ethnischen Konflikte im Kosovo im Mittelpunkt des Projekts stehen müssen, wird seine Arbeit vom staatlichen Fernsehsender blockiert. (Text: 3sat)
Als Regisseur Srdjan Karanović 1988 seinen Film drehte, konnte er noch nicht wissen, dass zehn Jahre später Krieg im Kosovo herrschen würde. Aber er hatte bereits das Gespür für die ethnischen Konflikte, die schwelten. So wird Jugoslawien in seinem Film auch deutlich als Vielvölkerstaat dargestellt.
Nicht nur wechselt die Sprache ständig zwischen Serbisch und Albanisch, sondern der Regisseur im Film ist ein Mazedonier, der nur in Serbien lebt, sich aber dagegen verwahrt, als serbischer Nationalist bezeichnet zu werden. Die Tragweite der Thematik wird durch die De-batten der Fernsehgremien um das Filmprojekt im Film deutlich: Die gespannte Lage im Kosovo wurde als Tabu für die Berichterstattung in den Medien betrachtet. Durch die pseudo-dokumentarischen Szenen im Film zeigt Karanović, dass die ethnischen Differenzen zunächst noch nicht auf der politischen Ebene, wohl aber im Alltag wahrnehmbar waren. Srdjan
Karanović, geboren 1945 in Belgrad, hat in den 70er und 80er Jahren zahlreiche Dokumentar- und Spielfilme für das jugoslawische Fernsehen gedreht, die ihm auch internationales Renommee einbrachten.
„Ein Film ohne Namen“ wurde 1989 beim Internationalen Filmfestival in Istanbul mit der „Goldenen Tulpe“ ausgezeichnet. (Text: 3sat)
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