Die Hölle von Henri-Georges Clouzot

    F 2009 (L’enfer d’Henri-Georges Clouzot, 100 Min.)
    • Dokumentation
    Für die breite Öffentlichkeit war die damals 26-jährige Romy Schneider noch die keusche „Sissi“. Für Henri-Georges Clouzot sollte sie Odette sein, die sinnliche und verführerische Frau, Objekt der Männerblicke und der krankhaften Eifersucht ihres Mannes. – Bild: ARTE France Honorarfreie Verwendung nur im Zusammenhang mit genannter Sendung und bei folgender Nennung „Bild: Sendeanstalt/​Copyright“. Andere Verwendungen nur nach vorheriger Absprache: ARTE-Bildreda
    Für die breite Öffentlichkeit war die damals 26-jährige Romy Schneider noch die keusche „Sissi“. Für Henri-Georges Clouzot sollte sie Odette sein, die sinnliche und verführerische Frau, Objekt der Männerblicke und der krankhaften Eifersucht ihres Mannes.

    Als der französische Meisterregisseur Henri-Georges Clouzot, berühmt für Thriller wie „Der Rabe“ (1943), „Lohn der Angst“ (1953) und „Die Teuflischen“ (1955), 1963 mit Probeaufnahmen für „Die Hölle“ beginnt, ist das Projekt noch als günstig produzierter, experimenteller Psychothriller konzipiert. Als jedoch US-amerikanische Finanziers der Columbia Pictures dem Filmemacher unbegrenzte Geldmittel bewilligen, geraten die 1964 begonnenen Dreharbeiten zur Katastrophe. Clouzot probiert zeitaufwendige Experimente mit neuen technischen Tricks aus, setzt innovative farbliche Verfremdungseffekte ein, verwirft wieder und wieder den Drehplan und treibt mit seinem Perfektionismus Techniker wie Schauspieler an den Rand des körperlich Möglichen.
    Speziell die Darsteller – in den Hauptrollen die aufstrebende österreichisch-deutsche Schauspielerin Romy Schneider („Sissi“) und der französisch-italienische Schauspieler Serge Reggiani (u. a. „Pforten der Nacht“, „Der Teufel mit der weißen Weste“ und „Der Leopard“) – erleben ihre persönliche Hölle beim Dreh. Nach zermürbenden Wochen der Arbeit verlässt Reggiani schließlich im Streit den Set für immer. Clouzot dreht ohne männlichen Hauptdarsteller weiter, erleidet schließlich jedoch einen Herzinfarkt. Der Dreh wird endgültig abgebrochen, „Die Hölle“ bleibt unvollendet. Aus dem 1964 gedrehten, knapp 15-stündigen Filmmaterial hat der französische Filmkritiker Serge Bromberg die katastrophalen Dreharbeiten von Clouzots unvollendetem Meisterwerk rekonstruiert.
    Aktuelle Interviews mit den damals beteiligten Technikern sowie eine Lesung des Drehbuchs ergänzen das spannende Stück Filmgeschichte, das vom visionären gestalterischen Genie Clouzots ebenso wie von der Maßlosigkeit des Filmemachers zeugen. (Text: BR Fernsehen)

    Deutsche TV-Premiere09.04.2011Bayerisches Fernsehen

    Originalsprache: Französisch

    DVD & Blu-ray

    Streaming & Mediatheken

    Sendetermine

    Mi 15.11.2017
    22:55–00:35
    22:55–
    Mi 03.07.2013
    23:05–00:40
    23:05–
    So 27.05.2012
    01:25–03:00
    01:25–
    So 10.04.2011
    00:00–01:35
    00:00–

    Cast & Crew

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