Die Eroberung der Zitadelle

    D 1977 (144 Min.)
    • Drama

    Der deutsche Schriftsteller Hermann Brucker führte bisher ein geordnetes Leben ohne weit reichende Kontakte zu seiner Um- und Außenwelt. Als er während eines Italienurlaubes einen Unfall verursacht, bei dem seine Mutter ums Leben kommt, beschließt er, unter dem Eindruck des tief sitzenden Schocks, nicht mehr nach Hause, nicht mehr in seine alte Lebenswelt zurückzukehren. Bald ist er ebenso mittel- wie hilflos, und Brucker scheut fortan keine noch so schwierige und armselige (Schwarz-)Arbeit. Er wird dabei erniedrigt, gibt sich aber nicht auf. Zusammen mit zwei Italienern, einem baskischen und einem griechischen Flüchtling baut er für wenig Geld und mit viel Schweiß die Zitadelle, eine hoch in den Küstenfelsen gelegene Villa für einen ebenso reichen wie blasierten Kunden, dem Finanzmakler Faconi. In dieser Zeit kommt es kurzfristig zu kleinen Momenten des Glücks. Hermann knüpft eine zarte Bande zu dessen ebenso schöner wie taubstummer Tochter Alessandra. Doch letztlich ist auch hier sein Scheitern programmiert: die Kluft zwischen Arm und Reich, Herren und Angestellten, erscheint unüberbrückbar. Bei dem anstehenden Richtfest des Protzbaus mit anschließender Einweihungsparty kommt es zum klassenübergreifenden Eklat. Die arrogante Oberschicht der Gegend ist mit ihren aufgemotzten Luxusjachten herangerauscht und trampelt in ihrer Abgehobenheit achtlos auf die noch nicht vollendete Arbeit der fünf abgekämpften Schwarzarbeiter. Die Rücksichtslosigkeit der Einen ruft die Rebellion der Anderen hervor. Brucker und seine vier Kumpane übergießen die versnobte Millionärsgesellschaft schließlich eimerweise mit Farbe und Teer und treiben sie zurück auf ihre vor der Küste schwimmenden Statussymbole. Die Rückeroberung der Zitadelle ist abgeschlossen, doch der kleine Sieg nur von kurzer Dauer. Bald rückt die Upper Class in Begleitung der Polizei erneut an. Die Staatsmacht jagt mit großer Härte das Lumpenproletariat: einer von ihnen wird erschossen, Brucker selbst zusammengeschlagen und abgeführt. Auf dem Weg ins örtliche Gefängnis reift in ihm endlich die Erkenntnis, dass sich sein Bewusstsein jetzt wirklich verändert habe.

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    Sendetermine

    So 23.12.2001
    02:15–04:41
    02:15–
    Di 30.10.2001
    22:35–01:01
    22:35–
    Di 30.10.2001
    00:58–03:24
    00:58–
    Sa 14.07.2001
    20:15–22:39
    20:15–

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