Das Vaterspiel

    A/D/F/IRL 2009
    Literaturverfilmung (111 Min.)
    Helmut Köpping (Ratz), Sabine Timoteo (Mimi). – Bild: ARD
    Helmut Köpping (Ratz), Sabine Timoteo (Mimi). – Bild: ARD
    Michael Glawoggers bissige Gesellschaftsstudie „Das Vaterspiel“, nach dem Roman von Josef Haslinger, zeigt Sabine Timoteo, Ulrich Tukur und Christian Tramitz in schauspielerischer Hochform. Der Mittdreißiger Ratz Kramer, ein perspektivloser Langzeitstudent ohne Job, verbringt die meiste Zeit vor dem Computer. Von seinem Vater, einem korrupten und eiskalten SPÖ-Minister, schlägt ihm vor allem Verachtung entgegen. Den Hass auf seinen Erzeuger lebt der introvertierte Ratz in einem selbst programmierten Videospiel aus: Der Clou des Egoshooters „Kill Daddy Good Night“ besteht darin, dass der Spieler reihenweise Gegner mit dem eingesetzten Gesicht des eigenen Vaters niedermetzeln kann. Eines Tages bekommt Ratz Nachricht von seiner einstigen großen Liebe Mimi. Sie bittet ihn, von Wien nach New York zu kommen, ohne jedoch einen genauen Grund dafür zu nennen. Ratz willigt ein, da er die Gelegenheit nutzen will, sein „Vaterspiel“ einem amerikanischen Gameproduzenten vorzustellen. Kurz nach seiner Ankunft erfährt er, weshalb Mimi ihn in die USA geholt hat: Er soll den Keller im Haus ihrer Großmutter renovieren, wo sich der Großvater, ein litauischer NS-Verbrecher, seit vielen Jahren versteckt hält. Trotz gewisser moralischer Bedenken beginnt Ratz mit den Renovierungsarbeiten. Dabei kommt es zu einer eigentümlichen Annäherung zwischen ihm und dem wortkargen, scheinbar völlig reuelosen Altnazi. Parallel zu dieser Geschichte gibt ein Mann namens Jonas Shtrom eine bewegende Aussage über die Ermordung seines litauischen Vaters zu Protokoll, der 1941 bestialisch erschlagen wurde – von einem Nazi-Schergen, bei dem es sich offenbar um Mimis Großvater handelt. Neben Michael Haneke und Ulrich Seidl gehört Michael Glawogger zu den radikalsten Filmemachern des aktuellen österreichischen Kinos. Bei „Das Vaterspiel“, einer Verfilmung von Josef Haslingers gleichnamigen Roman, verbindet er unterschiedliche Zeit- und Handlungsebenen zu einem schwarzhumorigen Sittenbild über Moral, Familie und Erinnerungskultur. Er lässt die Geschichte eines NS-Verbrechens auf den ödipalen Konflikt eines jungen Mannes prallen, der ausgerechnet in einem alten Nazi eine Art Ersatzvater findet. Auf einen moralischen Fingerzeig wartet man dabei vergeblich. Zum eindrucksvoll aufspielenden Ensemble gehören Helmut Köpping, Sabine Timoteo, Ulrich Tukur, Otto Tausig sowie Christian Tramitz in einer ungewohnt ernsten Rolle. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere: 19.03.2013 Bayerisches Fernsehen
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    DVD und Blu-ray

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    02:10–04:00
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      Sa 24.02.2018
    23:50–01:40
    23:50–rbb
      Mo 31.07.2017
    03:40–05:30
    03:40–One
      Sa 29.07.2017
    23:55–01:45
    23:55–One
      Mi 05.07.2017
    01:05–02:55
    01:05–ORF eins
      Fr 14.04.2017
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    00:25–3sat
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    01:15–Das Erste
      Mi 20.01.2016
    00:20–02:05
    00:20–ORF eins
      Di 04.08.2015
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    23:35–einsfestival
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    00:00–ORF 2
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    00:15–ORF eins
      Mi 20.03.2013
    00:55–02:45
    00:55–Bayerisches Fernsehen

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