Das Lied der Matrosen

    DDR 1958
    Krieg (126 Min.)
    Herbst 1917: Als die Matrosen Albin Köbis und Max Reichpietsch wegen Aufwiegelung zur Befehlsverweigerung und zu Massenstreiks zum Tode verurteilt und erschossen werden sollen, weigern sich die dafür abkommandierten Matrosen der SMS Friedrich der Große, den Befehl auszuführen, da sie nicht auf ihre eigenen Männer schießen wollen. Maschinist Erich Steigert, der diesen Entschluss laut ausspricht, wird verhaftet. Erst nach mehrmaligen Verweigern durch andere Truppen werden Köbis und Reichpietsch schließlich von Soldaten hingerichtet. Die SMS Friedrich der Große befindet sich wenig später auf See. In Russland war die Revolution der Arbeiter erfolgreich und die Matrosen an Bord beginnen, die Revolution im eigenen Land zu planen. Als der deutsche Frachter einen russischen angreifen soll, stellt sich bald heraus, dass das Frachtschiff einen Motorschaden hat. Einige Matrosen werden mit ihren Vorgesetzten zu Reparaturarbeiten auf den Frachter gebracht, reparieren das Schiff und entwaffnen schließlich die deutschen Offiziere. Maschinist Henne Lobke und Heizer Jens Kasten freunden sich mit den Russen an, doch wird ihre Verbrüderung an Land jäh unterbrochen. Deutsche eröffnen das Feuer auf die Männer und Henne wird angeschossen. Er kommt ins Krankenhaus nach Schwerin, wobei Jens an seiner Seite bleibt. Henne verliebt sich in die junge Anna, die verspricht, später nach Kiel nachzukommen. In Kiel geben Henne und Jens vor, aus russischer Kriegsgefangenschaft geflohen zu sein. Sie werden für ihre Tapferkeit ausgezeichnet. Unterdessen hat sich die Lage in Kiel zugespitzt. Obwohl der Erste Weltkrieg verloren ist, beschließt die Admiralität, die gesamte deutsche Flotte gen England auslaufen zu lassen und damit sämtliche Männer dem Tod preiszugeben. Während Henne, Jens, aber vor allem der erfahrene Oberheizer August Lenz, nun den Aufstand vorbereiten wollen, geht es anderen Matrosen, darunter dem jungen Funker Batuschek, nicht schnell genug. Henne reist nach Berlin, um die Unterstützung Karl Liebknechts zu erhalten. Obwohl diese ausbleibt, täuscht Batuschek Einigkeit vor. Auf See bricht der Aufstand, geführt von Lenz, aus. Die Matrosen besetzen die SMS Friedrich der Große, doch gelingt es den Generälen bald, Uneinigkeit zwischen den Matrosen zu erzeugen, zumal Lenz erkennt, dass Batuschek gelogen hat. Obwohl die Generäle Straffreiheit für die Aufständischen versprechen, werden sämtliche Matrosen an Land festgenommen. Der zweifelnde Jupp, dessen Mutter mit Lenz liiert ist und der in der Arrestanstalt als Maulwurf für die Matrosen arbeitet, wird nun aktiv. Er druckt Handzettel mit Streik- und Protestaufrufen, die in der ganzen Stadt verteilt werden. Die Arbeiter versammeln sich, angeführt vom geflohenen Batuschek, und es kommt zum Marsch von Tausenden auf die Kieler Arrestanstalt. Auch die hochschwangere Anna ist eher zufällig dabei. Als die Soldaten vor der Anstalt das Feuer auf die Protestierenden eröffnen, wird Jupps Mutter getötet. Anna wiederum spürt, dass die Geburt ihres Kindes unmittelbar bevorsteht. Jupp schleust sie in die Arrestanstalt ein, wo Anna ihr Kind zur Welt bringt. Bei einem zweiten Angriff der Matrosen und Arbeiter wird die Anstalt gestürmt. Sämtliche Gefangenen werden befreit und die Offiziere inhaftiert. Die Aufständischen haben scheinbar gesiegt. Nachts jedoch erscheint ein Vertreter der USPD, um den Aufständischen Mitzuteilen, dass unter anderem der SPD-Politiker Gustav Noske und der Überläufer Wandres fortan ihre Interessen vertreten werden. Die Männer um Lenz und Steigert sind entsetzt, zumal auf offizielle Anweisung hin auch alle Offiziere freigelassen werden. Die Matrosen wollen sich nun eine Festung bauen, die niemand anderes einnehmen kann: eine eigene Partei. Kurze Zeit später sind Hennes und Jupp in Berlin. Jupp ist abgemustert und will sich nicht mehr in der Revolution engagieren, da er glaubt, dass die Matrosen verloren haben. Henne denkt weiter und sieht die eigene Partei der Arbeiter als Fortschritt an. Als sie sich verabschieden, lässt der hasserfüllte Soldat Schuckert auf sie schießen. Henne stirbt. Jupp entdeckt bei ihm die Delegiertenkarte zum Gründungsparteitag der KPD. Er nimmt sie an sich und findet sich später auf dem Parteitag wieder – mit Ludwig Batuschek, Anna, Erich Steigert, August Lenz und Jens Kasten.
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