Bel Ami, der Frauenheld aus Paris

    A / F / D 1955 (Bel Ami, 86 Min.)
    • Literaturverfilmung
     – Bild: ORF

    Nach dem Militärdienst kehrt Georges Duroy bettelarm in seine Pariser Heimat zurück, fest entschlossen, Karriere zu machen. Da der ehemalige Soldat bestens aussieht, setzen sich bald einige Damen der Gesellschaft für ihn ein. So beginnt sein unaufhaltsamer Aufstieg: Vom kleinen Lohnschreiber bringt er es rasch zum angesehenen Redakteur. Doch Georges ist längst noch nicht zufrieden. Während gebrochene Frauenherzen seinen Weg säumen, zieht es ihn in die Politik. Außerdem gibt es da noch die reizende Tochter eines Bankiers. Paris, um 1880: Ex-Soldat Georges Duroy ist mittellos aus Nordafrika nach Frankreich zurückgekehrt. Voller Neid beobachtet er die feine Gesellschaft, zu der er gerne gehören will. Durch die Vermittlung seines alten Regimentskameraden Forestier, eines einflussreichen Publizisten, erhält er immerhin einen Redakteursposten bei dessen Zeitung.
    Schreiben kann Duroy zwar nicht, doch das erledigt für ihn Forestiers Gattin Madeleine, die ihm zugeneigt ist. Bedenkenlos setzt Duroy seinen Charme ein, um die Erfolgsleiter zu erklimmen. So „erbt“ er nach dem Tod seines Freundes Forestier nicht nur dessen Frau, sondern auch dessen Posten als politischer Redakteur bei „La Vie Français“, einem regierungstreuen Blatt. Duroy, von den zahlreichen Frauen, mit denen er Affären hat, nur „Bel Ami“ genannt, zählt nun zum wohlhabenden Pariser Zirkel. Doch sein Hunger ist längst noch nicht gestillt. Nachdem er seine Gattin in flagranti mit einem Minister ertappt, stürzt er den Politiker, um nach dessen Posten zu greifen. Von Madeleine lässt Duroy sich mit Bedacht scheiden – denn die junge Suzanne, Tochter des Bankiers und „La Vie Français“-Herausgebers Walter, erweist sich als die bessere Partie.
    Wider Erwarten duldet Walter, der im Hintergrund souverän die Fäden zieht, diese Bindung. Denn er weiß, was er an dem skrupellosen Schwiegersohn hat. Der 2011 im Alter von 108 Jahren gestorbene Sänger und Schauspieler Johannes „Jopi“ Heesters war 1955 schon rein äußerlich prädestiniert für die Hauptrolle des schönen und charmanten Frauenhelden. Die Rolle des gut aussehenden, nicht übermäßig intelligenten, aber gerissenen Aufsteigers in der amüsanten Aufsteigerfarce „Bel Ami“ galt Heesters dann auch stets als seine Lieblingsrolle. Regisseur Louis Daquin legt in seiner kurzweiligen Literaturverfilmung einen besonderen Akzent auf das Zusammenspiel von Außenpolitik, Geldgeschäften und korruptem Pressewesen.
    Damit kommt der Franzose dem gesellschaftskritischen Anliegen der berühmten literarischen Vorlage von Guy de Maupassant näher als viele andere Bearbeitungen des populären Stoffes. Die Filmmusik steuerte der Brecht-Komponist Hanns Eisler bei. (Text: BR Fernsehen)

    Deutscher Kinostart23.08.1957

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    Sa 06.12.2003
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