Am Limit

    D/A 2007
    Dokumentation (95 Min.)
    Profi-Kletterer Thomas Huber. – Bild: BR
    Thomas und Alexander Huber zählen zu den besten Extrem- und Alpinkletterern unserer Zeit. Der mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnete Dokumentarfilm begleitet die beiden Sportler bei dem Versuch, den Rekord im Speed-Klettern am „El Capitan“ im kalifornischen Yosemite Nationalpark zu brechen. Dabei folgt die Kamera den Kletterern in atemberaubende Höhen und liefert faszinierende Bilder. Sie zählen zu den besten Extrem- und Alpinkletterern unserer Zeit: Alexander und Thomas Huber, besser bekannt als die Huberbuam. Der Regisseur und Oscar-Preisträger Pepe Danquart ist ihnen bei ihren Kletterabenteuern von Patagonien bis nach Yosemite Valley in Kalifornien gefolgt. „Am Limit“ heißt sein spannender Dokumentarfilm, der das „Freeclimbing“, das Freiklettern ohne Haken, aber mit Seilsicherung, so hautnah zeigt wie nie zuvor. Im Zentrum von Danquarts Film steht der Plan der Huberbuam, die 1.000 Meter hohe Granitwand des „El Capitan“ im kalifornischen Yosemite Valley am schnellsten hochzukraxeln. 1995 hatte Alexander Huber die Wand bereits als Erster ohne technische Hilfsmittel bestiegen. Diesmal wollten sie den Rekord von Hans Florine und Yuji Hirayama brechen, die im September 2002 die Kletterwelt mit einer Zeit von zwei Stunden 48 Minuten 50 Sekunden überrascht hatten. Danquart engagierte ein bergerfahrenes Kamerateam und schickte seine Crew selbst in die Bergwand. So entstanden atemberaubende Filmaufnahmen aus großer Nähe, die an das physisch Machbare grenzen. Der Film besticht aber nicht nur durch seine Bilder, sondern auch durch den mitreißenden Enthusiasmus der beiden Bergsteiger. Mit „Am Limit“ gewann Pepe Danquart, der bereits 1994 mit einem Oscar für seinen Kurzfilm „Schwarzfahrer“ ausgezeichnet wurde, den Bayerischen Filmpreis. Die beiden ersten Rekordversuche an der Route „The Nose“, die Danquart in „Am Limit“ dokumentierte, blieben erfolglos. Beim Training verletzte sich Alexander die Knöchel, der Versuch wurde abgebrochen. Beim zweiten Ansturm stürzte Thomas und musste etliche Nachfolgeoperationen über sich ergehen lassen. Diese Niederlage ließ die Extremsportler nicht ruhen. Sie versuchten es noch einmal – abermals von der Kamera begleitet. Am 8. Oktober 2007 gelang es ihnen, die Strecke in zwei Stunden 45 Minuten und 45 Sekunden zu bewältigen und damit den bisherigen Weltrekord um mehr als drei Minuten zu schlagen. Bereits der Vater der Huberbuam, der Bauer Thomas Huber Senior, war ein herausragender Bergsteiger. Seine Söhne nahm er schon im Alter von drei Jahren mit in die Bergwelt. Mit 15 und 17 Jahren hatten Alexander und Thomas Huber bereits 30 Viertausender bestiegen. „(Der Dokumentarfilm) wartet mit spektakulären Bildern und atemberaubenden Leistungen auf, konzentriert sich dabei aber ausschließlich auf den sportlichen Aspekt des Unterfangens. Das traditionell im Bergfilm zelebrierte Pathos und die symbolische Aufladung der ‚erhabenen‘ Gebirgswelt treten zugunsten einer Feier des modernen Individualismus zurück“. (Lexikon des Internationalen Films) (Text: BR Fernsehen)
    Deutsche TV-Premiere: 23.09.2008 arte
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