Als meine Frau mein Chef wurde

    D 2013
    Liebesfilm (89 Min.)
    Hanna Jens (Marie-Lou Sellem) wird völlig überraschend zur zweiten Geschäftsführerin ernannt. – Bild: ARD Degeto/BR/Christine Schroeder / Christine Schroeder
    Hanna, die gemeinsam mit ihrem Mann bei einer Werft beschäftigt ist, wird zur stellvertretenden Geschäftsführerin befördert. Erst spät merkt sie, dass ihr Vorgesetzter sie nur als nützliche Erfüllungsgehilfin seiner perfiden Pläne eingestellt hat. Bald steht nicht nur die Zukunft der Firma, sondern auch Hannas Ehe auf dem Spiel. Bei Familie Jens läuft alles wie geschmiert: Hanna (Marie-Lou Sellem) und Martin (Götz Schubert) sind geradezu übertrieben glücklich verheiratet, ihr Sohn Paul (Louis Althaus) ist ein aufgeweckter, witziger Junge von elf Jahren. Auch beruflich steht es bestens: Beide sind in leitender Funktion in einer Hamburger Werft beschäftigt, Hanna im Qualitätsmanagement, Martin in der Entwicklungsabteilung. Alles ist gut, so wie es ist. Und dann wird es noch besser. Denn völlig überraschend wird Hanna von Juniorchef Bernd Möller (Patrick Heyn) zur 2. Geschäftsführerin befördert. Eine Anerkennung, mit der Hanna nicht im Traum gerechnet hätte. Und auch Martin ist überglücklich, sieht er doch nun die nötigen Gelder für die Entwicklung seines Herzblut-Projekts, einer revolutionären Brennstoffzelle, mit Hannas Unterstützung in greifbare Nähe gerückt. Doch natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn, was Hanna nicht wusste, die Traditionswerft steht vor dem Bankrott. Hanna muss einen harten Sparkurs fahren, dem auch Martins Projekt zum Opfer fällt. Von Juniorchef Möller zur Verschwiegenheit verpflichtet, kann Hanna ihren wütenden, enttäuschten Mann nicht ins Vertrauen ziehen. So hängen nun über der einstigen Bilderbuchfamilie dicke Sturmwolken, die durch Martins verwitweten, eigensinnigen Vater Willfried (Ulrich Pleitgen), der vorübergehend bei ihnen eingezogen ist, noch dunkler werden. Für Willfried ist allein die Tatsache, dass nicht Martin, sondern Hanna Chef geworden ist, ein Ding der Unmöglichkeit; dass sie seinen Sohn nun auch noch – anscheinend – bewusst sabotiert, ein weiteres Zeichen für den vollkommen verkehrten Lauf der modernen Welt. Wo soll das alles noch enden? Zunächst einmal in einer veritablen Ehekrise des einstigen Traumpaars. Während Martin Zuspruch bei einer jungen Kollegin (Luisa Katharina Davids) sucht, reibt sich Hanna in ihrem Kampf um die Werft auf und kommt langsam dahinter, dass jemand mit falschen Karten spielt, um sich an dem Ruin der Werft zu bereichern. Solche Frauen braucht das mittlere Management: Marie-Lou Sellem macht als liebende Ehegattin, verantwortungsvolle Mutter und durchgreifende Geschäftsführerin eine absolut überzeugende Figur – auch wenn ihr die anstrengende Dreifach-Belastung bald über den Kopf zu wachsen droht. Mit Humor, kluger Beobachtungsgabe und Hintersinn widmet sich die Komödie dem Rollenbild von Geschlechtern und Generationen. Für Götz Schubert als (nicht immer) verständnisvollen Ehemann und Ulrich Pleitgen, der hier eine Extravorstellung als griesgrämiger Opa mit konservativen Ansichten gibt, eine Herausforderung – für den Zuschauer ein großes Vergnügen. Hanna Jens: Marie-Lou Sellem Martin Jens: Götz Schubert Willfried Jens: Ulrich Pleitgen Paul Jens: Louis Althaus Bernd Möller jr.: Patrick Heyn Frau Schöps: Marita Breuer Möller sen.: Rolf Becker Kai: Luisa Katharina Davids Aigner: Hans Heller Gero Heilmann: Jörn Knebel Herr Plate: Stephan A. Tölle Herr Hansen: Christian Concilio (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere: 01.02.2013 Das Erste
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