agender – Mein Geschlecht ist mir egal

    D 2021
    Dokumentation (30 Min.)
    Robin ist non-binär bzw. agender. Bitte keine Pronomen für die Bilder nutzen, Robin nutzt keine Pronomen, weil sie für Robin falsch sind. – Bild: HR/​Silke Kujas
    Robin ist non-binär bzw. agender. Bitte keine Pronomen für die Bilder nutzen, Robin nutzt keine Pronomen, weil sie für Robin falsch sind.

    „Endlich fühle ich mich in meinem Körper zuhause!“ Das sind Robins erste Worte nach der Mastektomie. In einer langwierigen OP hat Robin sich den Busen entfernen und einen männlichen Oberkörper machen lassen. „Eine totale Befreiung“, so Robin, und schaut sich überglücklich an. Doch die männliche Brust macht Robin noch lange nicht zum Mann, denn Robin ist non-binär bzw. agender, also geschlechtslos. „Ich habe mich entschieden, lieber als Mann, anstatt als Frau gelesen zu werden, aber ich habe kein Geschlecht, da gibt’s auch kein neutral, ich bin auch nichts Drittes, sondern ich habe einfach kein Geschlecht.“ Daher möchte Robin auch keine Pronomen verwenden, „er“, „sein“ oder „ihm“ gibt es nicht. Während der gesamten Jugendzeit kam immer wieder die Einsicht: Ich bin anders als andere. Doch lange hing Robin in der Luft. Erst mit 22 Jahren sei der Knoten geplatzt. In einem Jugendtreff für „queere“ Menschen trifft Robin das erste Mal auf junge Leute, die sich als trans bzw. non-binär empfinden. Für Robin die Selbsterkenntnis: So bin ich auch. Es folgt das Outing, gegenüber den Eltern, der besten Freundin und dem Partner. Die Reaktionen sind positiv. Für den Partner ist schnell klar: Seine Liebe zu Robin ist personenbezogen, das Geschlecht ist ihm egal. Sie bleiben ein Paar. Robin hat ihn von Anfang an auf diese persönliche Reise der Anpassung mitgenommen. Erst die Hormonbehandlung, Robin hat heute eine tiefe Stimme, Bartwuchs und Haare am Körper, dann die Mastektomie. Lebensentscheidungen, die nicht rückgängig zu machen sind. „Für mich, meinen Körper und meine Seele bin ich definitiv angekommen, in der Gesellschaft aber noch nicht.“ Wissen und Verständnis für „queere“ Menschen müsse noch wachsen. Robin klärt ehrenamtlich mit Workshops für Schüler und Azubis über „queere“ Menschen auf. „Ich kämpfe weiter, dass ich so akzeptiert werde, wie ich bin, dass ich so sein darf.“ (Text: hr-fernsehen)

    Deutsche TV-Premiere15.07.2021hr-FernsehenDeutsche Premiere11.07.2021ARD Mediathek

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    Sendetermine

    Fr 05.11.2021
    03:10–03:40
    03:10–
    Di 10.08.2021
    02:17–02:47
    02:17–
    Sa 07.08.2021
    05:30–06:00
    05:30–
    Mi 04.08.2021
    22:30–23:00
    22:30–
    So 18.07.2021
    18:30–19:00
    18:30–
    Do 15.07.2021
    21:45–22:15
    21:45–

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