Adam und Evelyn

    D 2018
    Drama / Liebesfilm (100 Min.)
    Auf der Fahrt von Ostberlin nach Ungarn an den Balaton hat Katja (Lena Lauzemis) den Fahrer eines Wagens angesprochen: Er bietet ihr an, sie heimlich im Kofferraum seines Wartburg über die Grenze mitzunehmen. – Bild: ZDF und Alexander Schaak.
    Auf der Fahrt von Ostberlin nach Ungarn an den Balaton hat Katja (Lena Lauzemis) den Fahrer eines Wagens angesprochen: Er bietet ihr an, sie heimlich im Kofferraum seines Wartburg über die Grenze mitzunehmen.

    DDR, Sommer 1989: Adam, 30, freiberuflicher Schneider, und Evelyn, 28, Kellnerin, wollen nach Ungarn an den Plattensee. Als Evelyn ihren Freund mit einer anderen Frau überrascht, schließt sie sich ihrer Freundin Simone an, die mit Michael im West-Pkw unterwegs ist. Adam nimmt die Tramperin Katya mit, die keinen Pass hat, und fährt hinterher. Nach zwei Grenzübertritten treffen sich alle am Balaton und sitzen im Feriendomizil bei dem Ehepaar Angyal an einem Tisch. Evelyn und Michael scheinen sich gut zu verstehen. Adam beobachtet sie misstrauisch. Katya ist lieber auf dem Campingplatz geblieben. Es wird klar, dass sie ihren Urlaub gezielt zur Flucht aus der DDR geplant hat. Evelyn und Michael verbringen eine Nacht miteinander, was Simone vor den Kopf stößt und zur Abreise bewegt. Adam beobachtet die Entwicklungen mit der Geduld einer Schildkröte. Dann machen Nachrichten von der Flucht vieler DDR-Bürger über die Grenze von Ungarn nach Österreich die Runde, und die Stimmung ändert sich erneut. Evelyn überwirft sich mit Michael, vom dem sie sich bevormundet fühlt. Dennoch will auch sie jetzt über die offenen Grenzen Richtung Westen, aber zusammen mit Adam. Der würde lieber zurückfahren, nach Hause. Er lenkt ein, um Evelyn nicht zu verlieren. Als der Weg nach Österreich frei ist, kommen sie dort bei Verwandten unter, wo sie sich wie Exoten fühlen. Adam kehrt kurzzeitig zurück nach Ostdeutschland, wird dort aber nicht mehr heimisch. Das Land, das er verlassen hat, existiert nicht mehr. Evelyn ist schwanger. Es ist Winter geworden, Adam und Evelyn versuchen in einer neuen Wohnung in Bayern wieder zueinanderzufinden. Der Film erzählt die Geschichte eines Paares aus der ostdeutschen Provinz von Sommer 1989 bis in den Herbst hinein. Vor dem Hintergrund der sich auflösenden DDR-Gesellschaft und der durchlässigen Grenzen starten Adam und Eva den Versuch eines Neuanfangs in Westdeutschland. „Adam und Evelyn“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ingo Schulze, der in mehr als zehn Sprachen übersetzt wurde. Andreas Goldstein, geboren 1964 in Ostberlin, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Hochschule für Fernsehen und Film „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg im Bereich Regie. Er gründete eine eigene Produktionsfirma und arbeitet als Produzent und Autor. „Adam und Evelyn“ ist sein Spielfilmdebüt. „Warum ich diesen Film gemacht habe“, erklärt Andreas Goldstein, „hat viel damit zu tun, wie Geschichte in diesem Land erzählt wird. Ausschließlich als Dramatisierung historischer Stoffe. Hier kommt ja kein Film dieser Art ohne Staatssicherheit aus. Alle Filme über diese Zeit tun so, als sei es eine Erlösung, endlich in dieser Gegenwart angekommen zu sein. Das geradezu Unheimliche ist, dass vollkommen verdrängt und vergessen ist, dass die Hoffnung der Leute (selbst der Antikommunisten in der DDR) nicht die Gesellschaft der Gegenwart war.“ (Text: 3sat)

    Deutsche TV-Premiere26.09.20203satDeutscher Kinostart10.01.2019

    DVD & Blu-ray

    Streams & Mediatheken

    Sendetermine

    Sa 26.09.2020
    23:15–00:50
    23:15–

    Cast & Crew

    Reviews & Kommentare

      Erinnerungs-Service per E-Mail

      TV Wunschliste informiert Sie kostenlos, wenn Adam und Evelyn im Fernsehen läuft.