• bisher 185 Folgen, Folge 169⁠–⁠185

    • Folge 169 (30 Min.)
      Wir sind alle vier nicht mehr gegen ihn angekommen, wir waren hilflos – berichtet uns Oles Schwester. – Bild: MDR/​Rumara
      Wir sind alle vier nicht mehr gegen ihn angekommen, wir waren hilflos – berichtet uns Oles Schwester.
      Bei Ole, einem Systemsprenger aus Magdeburg, kommen Familie, Jugendhilfe und Klinik ans Limit. Er wird von Security-Kräften überwacht. Der Verdacht: Sie misshandeln das Kind. Gewalt statt Sicherheit in der Psychiatrie? „exactly“ erzählt die bewegende Geschichte von Ole H. aus Magdeburg, Sachsen-Anhalt. Sein Fall ist dramatisch. Ein „Systemsprenger“, mit dem niemand zurechtkommt. Weder die Familie, noch Jugendhilfeeinrichtungen noch die Psychiatrie. Der unberechenbare Jugendliche wird, seit er 13 ist, rund um die Uhr von Security bewacht. Die soll Betreuer vor Ole schützen und auch Ole vor sich selbst. Der Junge zieht sich dabei mehrfach Verletzungen zu. Offiziell heißt es: Selbstverletzungen. Aber die Eltern sind skeptisch. Der exactly-Reporter Andreas Rummel fragt: Geht es hier noch um Sicherheit oder wurde ein Kind zum Opfer von Security-Kräften? Zwei Sicherheitsdienst-Mitarbeiter müssen sich jetzt wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung an Ole vor dem Amtsgericht in Magdeburg verantworten. Bei einem nächtlichen Einsatz sollen sie den damals 14jährigen in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie misshandelt haben. Die Reportage geht der zentralen Frage nach: Wie konnte es so weit kommen – und warum werden Sicherheitsdienste überhaupt mit der Betreuung psychisch kranker Jugendlicher betraut? Die Einsätze von Security in der Jugendhilfe nehmen zu. Umstritten ist vor allem das Ausmaß von Ruhigstellungen der Jugendlichen unter dem Einsatz von körperlicher Gewalt. Und die Frage, wie eigenmächtig Security dabei handeln darf. Klinikdokumentationen, die exactly vorliegen, zeichnen ein erschütterndes Bild von Oles Fall: vielfaches Zu-Boden-Bringen des Jugendlichen in kurzer Zeit, körperliche Überwältigung nach Bagatellen, sogar das Eintauchen des Kopfes in den eigenen Urin. Und Pädagogen, die offenbar wenig Einfluss auf das Agieren des Sicherheitsdienstes haben. Eine Therapeutin und eine ehemalige Pädagogin kommen zu Wort, die schildern, wie fehlende Qualifikation, mangelnde Kontrolle und Überforderung zu bedenklichen und teils gefährlichen Situationen führten. Professor Menno Baumann, bundesweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der Intensivpädagogik und Gewaltforschung warnt: „Ungesteuerter Security-Einsatz in der Jugendhilfe birgt ein extremes Risiko für Machtmissbrauch. Das ist potenziell Kindesmisshandlung – und löst keines der Probleme.“ Die Reportage stellt nicht nur den Fall Ole H. in den Mittelpunkt, sondern öffnet den Blick auf ein wachsendes, bislang wenig beleuchtetes Phänomen: den Einsatz von Security-Kräften in Einrichtungen der Jugendhilfe für sogenannte „Systemsprenger“. Ein Film von Andreas Rummel. (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.02.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 22.04.2026 MDR
    • Folge 170 (30 Min.)
      Mit dieser Kamikaze-Drohne der Firma General Cherry jagen ukrainische Soldaten russische Drohnen in der Luft.
      Noch nie gab es so viele illegale Drohnenflüge über deutschem Territorium wie 2025. Die Zahl hat sich in den letzten fünf Jahren von 92 auf 225 mehr als verdoppelt. Besonders in der Nähe von Flughäfen stellen die unbemannten Flugobjekte eine reale Gefahr dar. Auch im Luftraum über kritischer Infrastruktur sichten beunruhigte Anwohnerinnen und Anwohner immer mehr Drohnen, viele Videos davon landen im Internet. In den meisten Fällen ist die Polizei im Kampf gegen die Drohnen machtlos. Auch wenn die Aufklärungsquote in den letzten Jahren gestiegen ist, lag sie zuletzt bei ca. 12⁠–⁠15 Prozent. Demnach weiß die Polizei bei 85⁠–⁠88 Prozent der Sichtungen nichts über die Urheber. Auf die Frage, ob es sich dabei auch um russische Akteure handeln könnte, sagte der BKA-Präsident Holger Münch: „Das wissen wir nicht mit hundertprozentiger Sicherheit.“ Auch wenn es hierzulande bisher noch keine Angriffe von Drohnen gab, hat die Debatte einen militärischen Hintergrund: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Weil westliche Rüstungslieferungen auf sich warten ließen, haben ukrainische Soldaten damit begonnen, handelsübliche Drohnen mit tödlichen Sprengsätzen auszurüsten. Mittlerweile ist der Angriff mit und die Abwehr gegen Drohnen kriegsentscheidend. Laut Militärexperten gehen ca. 80 Prozent aller Tötungen und Schäden in diesem Krieg auf Drohnen zurück. Russland und die Ukraine liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die tödlichsten Innovationen und die effektivsten Abwehrmittel. Für „exactly“ besucht MDR-Reporter Milan Schnieder die Berlin Security Conference und gewinnt dort Eindrücke von einer milliardenschweren Branche, die sich auf die neue Bedrohung umstellen muss. Weil ihm weder die Polizei noch die Bundeswehr Einblicke in den Aufbau ihrer Drohnenabwehr gewähren, entscheidet er sich, selbst in die Ukraine zu reisen. In Kiew besucht das MDR-Team die Firma Genera Cherry. Was als Bastelbude ukrainischer Veteranen begann, wurde zum Startup und ist heute eine der größten Firmen zur Produktion von Angriffs- und Abwehr-Drohnen, so genannten Interceptors. Die werden vor allem gebraucht, um große Drohnen in mehreren Kilometern Flughöhe zu treffen. Diese Interceptors sind nicht nur simpel konstruiert, um Geld zu sparen: „Unsere Soldaten brauchen Produkte, die sie auch unter stressigen Bedingungen einfach bedienen können“, erklärt Marco, der Pressesprecher der Firma. Das Reporterteam verbringt die Nächte mit zivilen Einheiten, die nur darauf warten, russische Shahed-Drohnen mit Großkaliber-Maschinengewehren zu bekämpfen. In Dnipro in der Ostukraine treffen sie einen Mann, der abgestürzte Drohnen entschärft und in einem privat betriebenen Museum ausstellt. Schließlich zeigt eine ukrainischen Drohneneinheit dem Reporter nahe der Front, wie sie sich gegen russische Drohnen schützt. Welche effektive Abwehr gegen die unterschiedlichsten Arten von Drohnen gibt es? Wie unterscheidet sich die Drohnenabwehr in der Ukraine von der in Deutschland? (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.02.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 25.02.2026 MDR
      • Alternativtitel: Falscher Arzt - Missbrauch, Manipulation, Betrug?
      Folge 171 (29 Min.)
      André Hoy, Ärztevertreter Nordhausen, KV.
      Übergriffige Whatsapp-Nachrichten, Sektenstrukturen, Betrug, Verdacht auf Missbrauch: ein Karatetrainer soll im Training und als Arzt ohne Zulassung in der Praxis Kinder missbraucht haben. Wieso hielt keiner ihn auf? Verdacht des Missbrauchs von Minderjährigen, Betrug und die Frage nach der Rolle der Behörden im Fall eines falschen Therapeuten in Thüringen: darum geht es in der aktuellen Folge von exactly. Taghi B. soll in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Nordhausen über Monate hinweg Minderjährige behandelt haben – und das, obwohl er laut Behörden weder eine Zulassung als Arzt oder eine Approbation besessen habe. Reporter von exactly finden heraus, dass auch sein Medizin-Abschluss gefälscht ist. Mehrere Mütter berichten, er habe in der Praxis therapeutische Sitzungen ihrer Kinder übernommen. In einem Fall beschreibt eine 15 Jährige, der Mann soll sie wiederholt außerhalb der Praxis kontaktiert und Nachrichten über WhatsApp geschickt haben, von sexuellen Grenzverletzungen bis hin zu schwerem sexuellem Missbrauch lauten die Vorwürfe. Exactly rekonstruiert, wie Taghi B. trotz früher Hinweise an Behörden und Anzeigen bei der Polizei dennoch monatelang weiter therapieren konnte. Vorwürfe gegen Taghi B. werden auch im Umfeld einer Kampfsportschule erhoben, wo er Karate und Aikido unterrichtet. Ein ehemaliges Mitglied spricht von Manipulation und emotionalen Abhängigkeiten. Ein Vater berichtet, seine Tochter soll im Einzeltraining Übergriffe erlebt haben, eine junge Frau erzählt davon, wie sie als Kind im Training ebenfalls sexuelle Belästigungen durch Taghi B. erlebt habe. Die Reportage zeigt anhand zahlreicher Betroffenenberichte, Dokumenten und Experteneinschätzungen: Die Behörden haben in diesem Fall nicht gut zusammengearbeitet, um eine Tätigkeit von Taghi B. als Therapeut schneller zu unterbinden. Ein Film von Julia Cruschwitz, Nina Böckmann und Oliver Matthes. (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 02.03.2026 YouTubeDeutsche TV-Premiere Mi. 08.04.2026 MDR
    • Folge 172 (30 Min.)
      Rechtsextreme Kindertagsfeier im südthüringischen Brattendorf.
      Seit anderthalb Jahren betreibt der Neonazi Tommy Frenck im südthüringischen Brattendorf einen neuen Gasthof. Oft finden dreimal wöchentlich rechtsextreme Konzerte in dem kleinen Ort statt, im Gastraum prangt eine riesige Schwarze Sonne an der Decke, im Advent feiern Eltern mit ihren Kindern zur Musik eines Nazi-Liedermachers Kinderweihnacht. Die Behörden setzen den Umtrieben kaum etwas entgegen. Brattendorf ist innerhalb kürzester Zeit zur Pilgerstätte für Neonazis und rechtsextreme Bands aus dem In- und Ausland geworden. Sicht- und hörbarer Widerstand regt sich in dem kleinen Ort nicht. Niemand stellt sich hier offen gegen den Nazi und seinen Gasthof. Brattendorf und seine Einwohnerschaft sind gespalten. Dabei hatten die Behörden Ende der 2010er Jahre den Neonazi Großkonzerten in der Region ein vorläufiges Ende gesetzt. Nach einem jahrelangen Gerichtsverfahren um das Vorkaufsrecht der Gemeinde am „Goldenen Löwen“ hatte Frenck seinen alten Gasthof im benachbarten Kloster Veßra 2024 verlassen müssen. Gleichzeitig gewann die extreme Rechte in der Region parlamentarisch an Boden. Die in Thüringen als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD bekam bei der Landtagswahl 2024 im Landkreis Hildburghausen knapp 40 Prozent der Zweitstimmen. Bei den Kommunalwahlen im selben Jahr scheiterte Tommy Frenck vom rechtsextremen „Bündnis Zukunft Hildburghausen“ mit 30,5 Prozent erst in der Stichwahl. Und was viele nicht ahnten – der Rechtsextremist und sein Geschäfts-Netzwerk hatten sich bereits Jahre zuvor eine größere Immobilie im nahen Brattendorf gesichert – unter den Augen der Behörden. Fast ein Jahrzehnt lang hatte Frenck in Südthüringen den Gasthof „Goldener Löwe“ betrieben. Der kleine Ort Kloster Veßra war zum Anlaufpunkt für die bundesweite Neonazi-Szene geworden. Rechtsextreme Festivals mit zum Teil mehreren tausend Teilnehmern brachten Thüringen internationale Schlagzeilen und den unrühmlichen Ruf als „Rechtsrockland“ ein. Von Anfang an wehrten sich aber auch die Demokratie-Bündnisse in der Region gegen den rechten Hass vor ihrer Haustür. Aus einer Handvoll engagierter Bürger ist heute mit dem „Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit Kloster Veßra“ eine verlässliche Anlaufstelle und ein Schutzraum für all jene geworden, die sich offen gegen eine rechtsextreme Hegemonie in der Region stellen und für ihren Mut angefeindet werden. Der Film porträtiert die rechtsextremen Umtriebe der letzten Jahre, den Kampf gegen rechts einiger mutiger Bürger und stellt die Frage: Wie geht es weiter im Rechtsrockland? (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.03.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 11.03.2026 MDR
    • Folge 173 (18 Min.)
      Spätis in Leipzig. Im Angebot: nicht nur Lotto-Scheine und Chips, sondern auch Heroin, Crystal und Haschisch. Die Polizei geht gegen den Drogenhandel vor. Können Razzien die kriminellen Geschäfte von mutmaßlich syrischen Clans eindämmen? Spätis und Bars im Leipziger Osten dienen auch als Fassade für den Drogenhandel. In scheinbar harmlosen Läden werden nicht nur Chips, Bier und andere Getränke, sondern auch Heroin, Crystal und Haschisch verkauft. Exactly Reporter Christian Werner begleitet die Polizei bei einer Razzia, spricht mit Ermittlern und beleuchtet die Strukturen hinter den Fake Shops. Die Reportage zeigt, wie die Behörden versuchen, den verdeckten Drogenhandel einzudämmen. „Die Fassade des Gewerbes spielt eine bedeutsame Rolle bei der Abgabe von Heroin. Wenn wir einen Laden für einen Monat schließen lassen, gehen den Betreibern Geld von mehreren zehntausend Euro verloren.“ So begründet Kriminaloberrat Matthias Franz gegenüber exactly den großen Aufwand. Im vergangenen Jahr haben die Behörden 26 Spätverkaufsstellen und Bars geschlossen. Doch das wirkt oft nur kurz. Die durchschnittliche „Verschlusszeit“ beträgt lediglich 40 Tage, bevor dieselben Läden mit einem neuen Betreiber wieder öffnen. Frustrierend auch für Christian Ehrlich vom Leipziger Gewerbeamt. „Oft steht am nächsten Tag schon ein neuer Betreiber bereit. Das Geschäftsmodell bleibt dasselbe.“ Wenn er über die Leipziger Eisenbahnstraße geht, sieht er bekannte Gesichter. Und wie die amtlichen Siegel seiner Behörden an den Türen immer wieder aufgebrochen werden. Ein Film von Christian Werner. (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.03.2026 ARD Mediathek
    • Folge 174 (30 Min.)
      Im Dezember 2024 durchsucht die Staatsanwaltschaft Leipzig die Geschäftsräume des Immobilienunternehmers Christoph Gröner – wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung und auf Veruntreuen von Arbeitsentgelt. Unternehmensteile gehen insolvent, Handwerker, Architekten und externe Dienstleister klagten, weil sie nicht bezahlt wurden. Auf vielen Baustellen herrscht Stillstand. Noch vor wenigen Jahren ging es für den Bauunternehmer Christoph Gröner steil nach oben. Er kaufte landauf, landab Grundstücke, baute Gewerbegebäude und versprach deutschen Kommunen Wohnraum im großen Stil: In Leipzig, Karlsruhe, München und Köln plante er neue Stadtquartiere, in Berlin den höchsten Wohntower. Bundesweite Berühmtheit erlangte er durch den Satz: ‚Wenn Sie 215 Millionen haben: Schmeißen Sie das Geld zum Fenster raus, dann kommt‘s zur Tür wieder herein.’ Zur Unterstützung holte sich Christoph Gröner namhafte Ex-Politiker. So engagierte er den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als Berater und holte den ehemaligen Kanzleramtsminister Ronald Pofalla ins Unternehmen. Mehrmals gruppierte der Baulöwe seine Firmen um und es gelang ihm dadurch zumindest teilweise weiter wirtschaftlich zu agieren. Der Film „Christoph Gröner und sein Immobilienimperium“ hinterfragt das Unternehmenskonzept des Unternehmers und erklärt, weshalb es offenbar an seine Grenzen kam. (Text: tagesschau24)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 25.03.2026 MDR
    • Folge 175 (30 Min.)
      Reporter Knud Vetten trifft Kritikerin Helena Steinhaus von Sanktionsfrei e.V. in Berlin.
      Stell Dir vor, Du bist unter 25 und arbeitslos. Und plötzlich, wenn Du gerade zu Hause chillst, klingelt das Ordnungsamt und bringt Dich zur Schicht – Arbeitspflicht in der Kommune. Kohle vom Amt gibt’s nur, wenn Du mitmachst. Das ist bereits Realität in Nordhausen, wo seit Herbst ein Pilotprojekt mit jungen Bürgergeldempfängern läuft. Das hatte für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt und für eine starke Polarisierung. exactly fragt: Hat es funktioniert? Und was hat’s insgesamt gebracht? Ist Nordhausen jetzt eine Blaupause für deutsche Kommunen, um Arbeitsverweigerer zu lokalisieren, stärker zu sanktionieren und auch, um am Ende Betrug aufzudecken und damit Steuergeld zu sparen? (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Do. 30.04.2026 YouTubeDeutsche TV-Premiere Mi. 06.05.2026 MDR
      • YouTube: Kreatin, Whey, Omega 3 & Co. – Was Supplements bringen
      Folge 176 (30 Min.)
      Der Supplementmarkt boomt. 2025 wurden in Deutschland fast 25.000 neue Produkte angemeldet
      Fitness ist mehr als nur ein Trend und gilt heute als Ausdruck von Disziplin, Erfolg, Attraktivität und Status, gerade in der Welt von Instagram und TikTok. Wer dazugehören will, geht ins Gym und optimiert den Körper. Fast 12 Millionen Menschen trainieren in Deutschland regelmäßig im Fitnessstudio. Immer mehr von ihnen greifen dabei zu Supplements: Proteinpulver, Kreatin, Pre-Workout-Booster oder pflanzliche Stoffe wie Ashwagandha. Der Markt wächst rasant – und ist längst ein Milliardengeschäft: Rund 1,8 Milliarden Euro Umsatz jährlich, mit klarer Tendenz nach oben. Schon in den nächsten Jahren soll die 2-Milliarden-Marke geknackt werden. Immer neue Hersteller drängen auf den Markt, immer neue Produkte mit immer neuen Versprechen. Doch was bringt das alles – und wie behält man in diesem boomenden Markt den Überblick? „exactly“ schaut in die Shaker der Sportler und Sportlerinnen: Allein 2025 wurden in Deutschland fast 25.000 neue Nahrungsergänzungsmittel angezeigt. Der Film macht deutlich, wie einfach es ist, ein Produkt auf den Markt zu bringen und wie Behörden erst im Nachgang stichprobenartig und risikoorientiert kontrollieren. Vorgestellt werden drei Sportler mit ganz unterschiedlichen Ansätzen Europameister im Zweier-Kanadier, erzählt, wie er seit über zwölf Jahren Supplements nutzt: „Für mich ist Ernährung reines Fueling für mein Training – und mit Supplements kann ich fein justieren, wie ich meine Leistung steigern kann.“ Der Leipziger Luke Epping (21) trainiert fünfmal pro Woche im Gym und will vor allem eines: „Ich möchte einfach so breit wie möglich aussehen und schauen, wie weit ich komme.“ Luca Merten (28), Architekt aus Taucha, verzichtet komplett auf Supplements, setzt auf Meal Prep, um seinen Eiweißbedarf punktgenau zu decken. „Ich sehe mich als Bildhauer meines eigenen Körpers“, sagt er. Wissenschaftlich ordnet Maria Kristina Parr, Professorin für Pharmazeutische Chemie an der FU Berlin, den Markt ein, sie analysiert Nahrungsergänzungsmittel und stößt dabei immer wieder auf Verunreinigungen, verbotene Substanzen und fehlerhafte Inhaltsangaben. „exactly“ beleuchtet die Mechanismen eines Milliardenmarktes – und stellt die entscheidende Frage: Wie sicher sind Supplements, wenn Kontrolle erst nach dem Verkauf beginnt und der Markt für viele zur Blackbox wird? (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 18.05.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 27.05.2026 MDR
    • Folge 177 (30 Min.)
      Auf Erotikportalen finden sich auffällig mehr Anzeigen, als es legal geben dürfe, berichtet ein Insider.
      Sex gegen Geld – mitten in Wohngebieten – Was passiert hinter der Wohnungstür nebenan? Das neue exactly deckt auf, wie illegale Bordelle in ganz normalen Nachbarschaften in ostdeutschen Städten florieren. Die investigative Reportage führt hinein in ein verborgenes Milieu, in dem Ausbeutung, organisierte Kriminalität und überforderte Behörden aufeinandertreffen. Die Reporterinne Nina Böckmann und Rebecca Kupfner folgen konkreten Insider-Hinweisen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. In ihren Recherchen stoßen sie auf zahlreiche illegale Wohnungsbordelle – durchorganisiert, gut getarnt und scheinbar schwer zu belangen. Ein skrupelloses Geschäft unter dem Radar – Der Film zeigt, wie das System funktioniert: Hintermänner agieren konspirativ, nutzen eine Vielzahl von Adressen und heuern Strohleute an. Viele Behörden kennen das System – und sind dennoch oft machtlos. Razzien verpuffen, zeitweise Schließungen bleiben ohne nachhaltige Wirkung. Eine Ordnungsamtsmitarbeiterin aus dem Burgenlandkreis schildert die Überforderung so: 30 Hinweise auf illegale Bordelle liegen ihr vor. Sie ist die einzige zuständige Mitarbeiterin. „Ich mach das alleine. Das ist natürlich zu wenig.“ Ein Satz, der exemplarisch für strukturelle Defizite in der Kontrolle von illegalen Bordellen und dem Schutz von Prostituierten steht. Verdacht auf Menschenhandel – Besonders alarmierend: In zahlreichen Fällen gibt es Hinweise auf Zwang und Menschenhandel. Auffällig viele der inserierenden Frauen stammen aus Asien. Ein Prozess vor dem Landgericht Chemnitz beleuchtet das Schicksal vietnamesischer Frauen, die mit falschen Versprechen nach Deutschland gelockt und anschließend in illegalen Bordellen ausgebeutet wurden. Doch genau diese Verbrechen sind schwer nachzuweisen. Die betroffenen Frauen kooperieren – oftmals aus Angst – nicht mit den Behörden. Eine Beratungsstelle berichtet von massivem Druck auf die Sexarbeiterinnen, die ständig von einem Wohnungsbordell zum nächsten gebracht werden. Sozialarbeiterin Cathrin Schauer-Kelpin aus Plauen beklagt: „Es ist schwieriger geworden, Frauen aus der Prostitution herauszuholen.“ Erschreckend leicht, kaum zu stoppen – Ein Insider aus der Szene schildert den Reporterinnen, wie schnell das System nach Polizeieinsätzen wieder anspringt: „Schon kurze Zeit nach Razzien wurden die Wohnungen wieder beworben.“ Die Recherche zeigt: Illegale Bordelle zu betreiben ist offenbar erschreckend einfach – die Geschäfte dauerhaft zu verhindern, umso schwerer. (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 01.06.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 10.06.2026 MDR
    • Folge 178 (30 Min.)
      Kriminalhauptkommissar Dirk Peglow erklärt, warum diese Straftaten so schwer aufzuklären sind
      Im Januar legte ein Sabotageakt großflächig das Stromnetz in Berlin lahm. 100.000 Menschen hatten im tiefsten Winter keinen Strom. Nur einer von zahlreichen Anschlägen. Dahinter stehen mutmaßlich lose organisierte Öko‑Anarchisten, die sich in anonymen Bekennerschreiben „Vulkangruppen“ nennen und im Netz Bauanleitungen für Brandsätze teilen. Ist das die neue Öko-RAF? Die Reportage folgt Ermittlern, Insidern und Experten und zeigt, wie sich klimaideologische Motive radikalisieren – und warum die Behörden seit Jahren im Dunkeln tappen. Sie stellt die Frage: Entsteht in Deutschland ein neuer Ökoterrorismus, dem der Staat kaum gewachsen ist? (Text: tagesschau24)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 15.06.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 17.06.2026 MDR
    • Folge 179 (30 Min.)
      Zum „Cortejo“ feiern die Studierenden von Coimbra ihren Abschluss. Auch Drogen spielen dabei natürlich eine Rolle – wenn auch allem voran der legale Alkohol.
      Wir können saufen, rauchen und neuerdings auch kiffen – alles andere ist in Deutschland streng verboten. Partydrogen wie MDMA, Speed oder Kokain werden trotzdem immer beliebter. Für „exactly“ stellt Reporter Daniel Tautz daher eine provokante Frage: Ist unsere Drogenpolitik nicht nur gescheitert, sondern sogar schädlich für unsere Gesellschaft? Und was könnte eine kontrollierte Legalisierung bewirken? Um das herauszufinden, ist er auf Festivals und in Clubs unterwegs und spricht mit Veranstaltern, Feiernden und der Polizei. „Ich glaube, dass es keinen Laden gibt, der ohne Drogen funktionieren würde“, sagt Patrick Drebenstedt, Betreiber des Technoclubs MAW Magdeburg. Zwar kontrollieren sie am Einlass, aber der Konsum lasse sich natürlich nicht verhindern. „Und wir als Clubbetreiber müssen dafür sorgen, wenn die [Konsumenten, d. Red.] das schon machen, dass sie auch die Möglichkeit haben, sich zu informieren oder sich zurückzuziehen.“ Deswegen bietet er im MAW immer wieder Workshops an – zu Safer Use oder Erste Hilfe zum Beispiel. Was Patrick Drebenstedt sich für seinen Club vergeblich wünscht, ist in Thüringen möglich: Professionelles Drug Checking, direkt am Club, in zwei Wohnmobilen des Jenaer Start-Ups „miraculix“ und der Suchthilfe in Thüringen. Partygäste bringen ihre Substanz dorthin und erfahren genau, wie hoch sie dosiert ist, ob womöglich gefährliche Streckstoffe enthalten sind. „Auf jeder Party sind MDMA-Pillen unterwegs und eigentlich weiß niemand, wie viel da drin ist“, erklärt Felix Blei von „miraculix“. Das Angebot wird vom Land Thüringen finanziert, im Ernstfall kann ihre Arbeit Leben retten. Reporter Daniel Tautz hat legales LSD aus dem Internet zum Testen mitgebracht. Portugal fährt dagegen eine ganz andere Strategie. 2001 hat das Land alle Drogen entkriminalisiert. Heißt konkret: Man kann sie zwar nicht legal kaufen und besitzen. Wird man aber mit Substanzen erwischt, folgt kein Strafprozess, sondern ein Reflektionsgespräch bei einer Kommission. „Wir setzen auf Hilfe statt Strafe“, sagt Nuno Capaz von der Einrichtung in Lissabon. „Die Menschen haben nicht auf dem Schirm, dass ein Großteil der Konsumenten kein Problem mit der Nutzung illegaler Drogen haben.“ Und allen anderen werde Hilfe an die Hand gegeben. Ein mögliches Vorbild für eine andere Drogenpolitik in Deutschland? (Text: tagesschau24)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 24.06.2026 MDR
      • Alternativtitel: Profit trotz Verfall - Ist Halle Südpark noch zu retten?
      Folge 180 (30 Min.)
      In diesem Durchgang sind der Putz und die Dämmung von der Decke gefallen.
      Kaputte Heizung, Wasserschaden, Schimmel – das ist für die Mieter*innen einiger Wohnungen im Südpark Alltag. Eine Lösung? Nicht in Sicht. 680 Mieter*innen im Südpark in Halle-Neustadt leben in so genannten Schrottimmobilien. Die Wohnblöcke, in denen sie leben, gehören der zahlungsunfähigen Bevo DE Alpha 2a GmbH. 5.500 Wohnungen in ähnlichem Zustand hat das mittlerweile insolvente Unternehmen deutschlandweit. 1.000 davon im Südpark in Halle. Warum nicht einfach wegziehen? Für Thomas Dademasch keine Option. Der vierfache Familienvater bezieht Bürgergeld und fühlt sich eigentlich wohl in der Gegend. Wegziehen will er nach sieben Jahren im Südpark nicht, er nimmt die Lage lieber selbst in die Hand. Anders geht es Zainab Yussuf. Die alleinerziehende Mutter sucht seit zwei Jahren nach einer größeren Wohnung. Sie lebt mit ihren vier Kindern auf nicht mal 60 Quadratmetern in einer Wohnung, die sie nicht lüften kann. Als Migrantin und Bürgergeldbezieherin hat sie es auf dem Wohnungsmarkt allerdings besonders schwer. Die Lage im Südpark ist kein Einzelfall, sondern Teil eines perfiden Geschäftsmodells. Ein tieferer Blick in die Geschäfte der Bevo DE Alpha 2a GmbH zeigen, dass sie nur ein kleines Puzzleteil in einem größeren System ist. (Text: MDR)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 01.07.2026 MDR
    • Folge 181 (30 Min.)
      Erinnerung auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt 2025.
      Wenn das Urteil gesprochen ist und die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt? Für viele Betroffene ist kein Abschluss möglich – denn ihr Alltag bleibt, geprägt von Trauer, den Versuchen einer Verarbeitung und der Suche nach Unterstützung. Die „exactly“-Reportage setzt an diesem Punkt an und richtet den Blick auf das, was nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024 folgte. Im Mittelpunkt steht die Augenzeugin Ramona. Sie versucht, in ihren Alltag zurückzukehren, doch die Erlebnisse wirken weiter. Schritt für Schritt wird deutlich, wie stark die Belastung anhält und wie schwer es ist, wieder Stabilität zu finden. Gleichzeitig zeigt der Film, mit welchen Hürden Betroffene konfrontiert sind, wenn sie Hilfe suchen. Lange Wartezeiten, komplexe Verfahren und fehlende Anschlussangebote erschweren den Zugang zu therapeutischer Unterstützung. Aus einzelnen Erfahrungen entsteht so ein größeres Bild: ein Hilfesystem, das in Teilen an seine Grenzen stößt – auch am Beispiel von Zeuginnen und Zeugen anderer Anschläge, wie auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016 oder auf den Pariser Club Bataclan 2015. Die Perspektiven von Fachleuten und Menschen, die Betroffene seit Monaten begleiten, zeigen, wo Hilfe wirkt – und wo im Hilfesystem weiterhin Lücken bestehen. Der Film stellt damit eine zentrale Frage: Werden Betroffene nach einem Anschlag ausreichend und langfristig begleitet – auch dann, wenn das öffentliche Interesse nachlässt? Ein (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 06.07.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 29.07.2026 MDR
      • ARD Mediathek: Wenn die AfD regiert – Was würde sich in Sachsen-Anhalt ändern?
      Folge 182 (30 Min.)
      Wirtschaftsexperte Reint Gropp schätzt die Wahlversprechen der AfD als extrem teuer ein.
      Was passiert, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt Regierungsverantwortung übernimmt? Dieser Frage geht die neue exactly-Reportage nach. Im Mittelpunkt stehen die politischen Pläne der Partei in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Migration und Innere Sicherheit – und die Frage, welche Folgen diese Vorhaben für das Land und seine Menschen hätten. (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 20.07.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 22.07.2026 MDR
      • YouTube: Hitze, Dürre, Klimawandel: Deutschlands Flüsse am Limit
      Folge 183 (30 Min.)
      MDR FERNSEHEN EXACTLY: WO BLEIBT UNSER WASSER? ‚Flüsse zwischen Klimawandel und Platzgerangel‘. Bundesumweltminister Carsten Schneider im Interview mit ‚EXACTLY‘. Flüsse renaturieren – für Bundesumweltminister Carsten Schneider angesichts des Klimawandels eine Überlebensfrage.
      Grundwasser, Böden, Fließgewässer: Trockenheit auch abseits des Sommers belastet den natürlichen Wasserhaushaltr. Anfang Juni 2026 sprechen die Hydrologen im Thüringer Landesumweltamt von einem rekordtrockenen Winterhalbjahr: 40 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. Der Klimawandel zwingt uns, das zu managen: Vor allem rund um unsere Flüsse müssen wir mehr Wasser in der Landschaft halten. Der Stapel mit den Masterplänen wird immer höher. Europäische Union, Bund, Landesregierungen – alle haben Strategien. Wieso sind sie nicht längst umgesetzt und worum wird so erbittert gestritten. 90 Prozent der Flüsse in Deutschland sind vom Menschen sehr stark verändert – auch in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. An der Wettera im Südosten von Thüringen erklärt Stephan Gunkel vom BUND Thüringen, wie ein Fluss und seine Aue funktionieren, wenn sie im natürlichen Gleichgewicht sind. Das krasse Gegenteil davon kann man von der Burg Wendelstein an der Landesgrenze Sachsen-Anhalt/​Thüringen anschauen: Über Jahrhunderte hinweg haben unsere Vorfahren hier die Landschaft entwässert und dem Fluss Ackerfläche abgetrotzt. Umwelthistoriker Mathias Deutsch erklärt: Was hat unsere Vorväter angetrieben und wie sie vorgegangen? Auenökologe Mathias Scholz vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung erläutert die Folgen: Was passiert dort, wo die Aue einmal war, mit dem Wasser? Was muss dort auf welche Art verändert werden, damit unsere Flusslandschaften wieder ihre natürlichen Funktionen übernehmen können? Das weiß auch Matthias Wiegand, Geschäftsführer eines Agrarbetriebes in Straußfurt nördlich von Erfurt. Zwischen zu trockenen Frühjahren und Sommern, einem Stausee als Wasserreservoir und den vagen Renaturierungs-Plänen für die Unstrut kämpft er um gute Erträge auf seinen Flächen unmittelbar am Fluss. Seit 30 Jahren wird hier von Renaturierung geredet. Seit Frühjahr 2026 ist das Konzept des Landes Thüringen öffentlich: Erst wird der Hochwasserschutz im Unstrut-Tal neu organisiert, danach renaturiert. Der Zeithorizont enttäuscht vor allem Naturschützer: Erst 2051 sollen alle Pläne umgesetzt sein. Sabrina Schulz von der Deutschen Umwelthilfe geht auf die Schwächen der Masterpläne ein, benennt nötige Ressourcen für erfolgreiche Renaturierung und das, was die Politik schnell entscheiden muss. Der Leiter des Labors der Wasserwerke Leipzig, Heiko Schulze, führt das „exactly“-Team in die Mulde-Aue. Dort erklärt er, was die Trinkwasserversorgung der Großstadt mit der Qualität des Mulde-Wassers und den Ökosystem-Dienstleistungen der Aue zu tun hat. Und wieviel für Leipzig davon abhängt, dass dieses System auch künftig funktioniert. Rund um Roßlau in Sachsen-Anhalt haben zwei Flüsse Teile ihrer Auen schon zurückbekommen: Die kleine Rossel und die Elbe als Deutschlands zweitlängster Fluss. Auch da, wo Wasserrückhalt klein anfängt, ist er ein Erfolg. Und da, wo rechtzeitig damit begonnen wurde, inzwischen ein viel beachtetes Beispiel. (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 03.08.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 05.08.2026 MDR
      • YouTube: Wie zerstritten ist Sachsen-Anhalt wirklich?
      Folge 184 (44 Min.)
      Reicht es mit den Sanktionen gegen Russland? Wie bleibt unser Leben bezahlbar? Braucht es Migration? Am 06. September ist Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. In Umfragen vor der Wahl liegt die AfD vorn und zum ersten Mal könnte die Partei in einem Bundesland den Ministerpräsidenten stellen. Die politische Stimmung ist aufgeheizt. Die Debatten werden härter, die Gräben tiefer. Viele reden übereinander – nur noch selten miteinander. Zeit für ein Experiment vor der Landtagswahl: Sind die Menschen in Sachsen-Anhalt vor der Wahl wirklich so zerstritten? Wie unterschiedlich sind ihre Wünsche und Sorgen? Sechs Menschen aus Sachsen-Anhalt treffen sich und haben den Mut mit uns und miteinander zu sprechen. Sie sind unterschiedlich alt, haben unterschiedliche Berufe und Lebensrealitäten. Ihre Biografien unterscheiden sich. Sie haben oft völlig gegensätzliche Ansichten. Wir tauchen ein in das Leben dieser Menschen: Auf den Bauernhof. In die Schule. Aufs Fußballfeld. Anhand von Thesen zu den drängende Themen Migration, Wirtschaft, Bildung, Gleichberechtigung und Klima beziehen sie im Experiment Position. Sie stimmen zu oder lehnen ab, diskutieren, widersprechen sich – und hören einander zu. Bleibt jeder bei seinem Standpunkt? Sind sie bereit, die Sicht des anderen nachzuvollziehen? Und: Kann eine Begegnung die eigene Haltung verändern? Mit dabei sind: Silvio aus der Börde fährt ehrenamtlich Menschen mit Behinderung zum Arzt oder zum Einkaufen. Politisch unterstützt er klar die AfD. Anne aus Magdeburg liest Hortkindern jede Woche Geschichten vor, viele davon kommen aus migrantischen Familien. Gleichzeitig findet sie: Deutschland ist bei der Migration an seine Grenzen gekommen. Aras aus Burg ist 2016 mit seiner Familie aus Syrien geflohen. Mittlerweile hat er den deutschen Pass, seine Töchter gehen hier zur Schule. Er sorgt sich um die Stimmung im Land. Julian ist Student in Köthen und hat abends ein mulmiges Gefühl auf den Straßen. Er organisiert den CSD in seiner Stadt. Landwirtin Steffi aus Eisleben beschäftigt die wirtschaftliche Entwicklung: „Die Preisentwicklung – das kann so nicht weitergehen. Und Schulleiterin Katrin aus Aschersleben sorgt sich um die Zukunft der Demokratie. In vielen Debatten vermisst sie Menschlichkeit. (Text: MDR)
      Deutsche Streaming-Premiere Mo. 10.08.2026 YouTube
    • Folge 185 (30 Min.)
      Abstürze, Notrufe, Rettungsaktionen: Bergsport boomt und damit auch die Zahl der Einsätze für die Bergwacht. Längst geht es dabei nicht nur um Hochgebirgstouren. Auch in den heimischen Mittelgebirgen geraten Wanderer und Kletterer in teils lebensgefährliche Situationen. Seit 2019 hat sich die Zahl der Bergwachteinsätze nach Wanderunfällen in der Sächsischen Schweiz fast verdoppelt. „Leute, die hier wandern gehen, sind häufig unvorbereiteter, als sie es früher waren. Früher waren sie sich der Sache ein bisschen mehr bewusst,“ beobachtet Anne Lochschmidt von der Sächsischen Bergwacht. Outdoorsport liegt im Trend. Immer mehr Menschen zieht es hinaus in die Natur und die Berge. Dafür sprechen auch die wachsenden Mitgliederzahlen der Alpenvereine. Mehr Menschen verursachen auch mehr Unfälle. Aber woran liegt es, wenn doch Ausrüstung immer besser, Informationen immer genauer und scheinbar immer leichter zugänglich werden? Exactly-Reporterin Julia Schönfeld, selbst leidenschaftliche Bergsportlerin, und ihr Team gehen der Faszination Berge auf den Grund, beleuchten aber auch die Schattenseite des Booms. Ihre Suche nach Antworten beginnt bei der Bergwacht in der Sächsischen Schweiz. Dort ist auch Stefanie vor einem Jahr verunglückt. Die geübte Kletterin stürzte damals mehrere Meter tief und musste per Helikopter gerettet werden. Mit ihren Seilpartnern geht sie nun zum ersten Mal wieder zurück an den Fels und den Ort des Unglücks. Auch die Schwestern Anne und Judith packte vor wenigen Jahren das Bergfieber. Höher, schneller, weiter – so das Motto anfangs, bis ein Absturz die Gipfeljagd unterbrach und ihren Blick auf die Berge und ihren Umgang damit verändert hat. Aber wie reagiert man richtig bei einem Ernstfall, wenn es keinen Handyempfang gibt, keine rettende Hütte in der Nähe ist? Inzwischen gibt es spezielle Outdoor Erste-Hilfe-Kurse und Reporterin Julia Schönfeld hat einen solchen absolviert. Zunehmend wird auch die Nutzung von Navigations-Apps als Grund für Unfälle und Notfälle genannt. Weil sie trügerische Sicherheit vermitteln und unerfahrene Personen auf Wege führen, die sie schnell überfordern. Woher genau kommen diese Routen? Und wer trägt Verantwortung, wenn die Technik in die Irre führt? Im Video kommen auch Hersteller von Navigationsapps zu Wort und sprechen darüber, welche Rolle künstliche Intelligenz zukünftig beim Bergsport haben wird. Nicht zuletzt verändert auch Social Media unsere Wahrnehmung der Berge. Spektakuläre Bilder machen Gipfel zum Erlebnisziel, die Risiken bleiben dabei oft unsichtbar. Einige Regionen haben bereits reagiert. So wurde auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, vor einem Jahr ein zweites Gipfelkreuz errichtet, welches für alle gefahrenlos erreichbar ist. Mehr als 16-mal ist Content Creator Adrian Fusco alias „Alpine Summits“ bereits am Original gewesen. „Die Videos laufen gut, muss man sagen, weil einfach viel Aufmerksamkeit auf dem Berg liegt.“ Er dokumentiert Bergtouren für seine Follower. Doch was sagt er zu Social Media Trends, die dazu aufrufen, den Berg ohne Vorbereitung zu besteigen? „Unfälle am Berg“ – eine exactly-Reportage über die Sehnsucht nach dem Gipfel, die Schattenseiten des Bergbooms und die eigene Verantwortung, die mit jedem Schritt in die Natur einhergeht. (Text: MDR)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 30.09.2026 MDR

    zurück

    Erhalte Neuigkeiten zu exactly direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
    Alle Neuigkeiten zu exactly und weiteren Serien deiner Liste findest du in deinem persönlichen Feed.

    Hol dir jetzt die fernsehserien.de App