Françoise (Lulja Comar, li.) fordert Claudine (Manon Kneusé, re.) auf, einmal probehalber einen Molotowcocktail zu werfen.
Bild: Agat Films
An der Universität Vincennes spitzen sich die Widersprüche zwischen revolutionärer Theorie und sozialer Realität zu: Claudine fällt bei ihren Prüfungen zunächst durch und erkennt schmerzhaft, wie stark Bildung von sozialer Herkunft bestimmt bleibt. Gleichzeitig radikalisiert sich der maoistische Kreis um Gérard, Françoise und Amadéo: Auf Worte sollen Taten folgen, man diskutiert Waffen und politische Aktion. Gérard, der seinen großbürgerlichen Hintergrund verschweigt, versucht, seinen eigenen Klassenwiderspruch
aufzulösen, indem er mit Jimmy, der sich eine Baracke mit anderen Migranten teilt, den Schlafplatz tauscht.
Deren existenzielle Sorgen treffen bei der Diskussion um einen Streik auf die akademischen Revolutionsutopien von Gérard und Françoise. Claudine, die des Geldes wegen weiter als Informantin für Jacques arbeitet, verrät ihm schließlich das Waffenversteck, handelt aber zugleich ihre eigene Flucht aus. Sie beginnt, sich von ihm zu emanzipieren – auch aufgrund eines überraschenden Semesterendes … (Text: arte)
Deutsche Streaming-PremiereMi. 16.09.2026arte.tvDeutsche TV-PremiereDo. 24.09.2026arte