bisher 8 Folgen (TV-Ausstrahlungen)

    • Alternativtitel: Quantenphysik
    Folge 1 (60 Min.)
    Beim radio3 Atelier-Talk steht in dieser Folge das Thema Quantenphysik im Mittelpunkt. Moderatorin Siham El-Maimouni spricht mit dem Maler Roman Lipski und der Berliner Choreografin Hannah Schillinger über künstlerische Zugänge zu einer Physik, die unsere Vorstellung von Wirklichkeit herausfordert. Lipski erforscht mit digitalen Mitteln, wie sich quantenphysikalische Prinzipien in Bildwelten übertragen lassen – in immersive Videoinstallationen oder auch handgewebte Teppiche, die er „Quarpets“ nennt. Schillinger verwandelt quantenphysikalische Konzepte in tänzerische Bewegung und schafft in ihren Choreographien „virtuelle Skulpturen“. Einen wissenschaftlichen Blick auf die Kunst wirft Lea Richtmann. Die Quantenphysikerin ist Teil des Exzellenzclusters QuantumFrontiers am Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover und engagiert sich dafür, Quanten­physik für Nicht-Expert*innen zugänglich und verständlich zu machen. Gemeinsam diskutieren sie die Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft – und fragen: Wie kann die Quantenphysik unsere Wahrnehmung von Raum, Zeit und Realität verändern? Ein Gespräch zur richtigen Zeit – kurz nachdem der diesjährige Nobelpreis für Physik an führende Quantenforscher*innen vergeben wurde. Kunst und Wissenschaft – eine alte Verbindung, die immer wieder Neues hervorbringt. Leonardo da Vinci sezierte Leichen, um den menschlichen Körper zu verstehen, Science-Fiction inspirierte die Raumfahrt, und ohne Materialforschung gäbe es kein Bauhaus. Doch was treibt unsere Welt heute an? Im radio3 Atelier-Talk geht Moderatorin Siham El-Maimouni dieser Frage nach – mitten im Kreuzberger Atelier von Roman Lipski zwischen Farben, Pinseln und digitalen Skizzen. Hier treffen sich treffen sich Berliner Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Publikum zum Gespräch. In jeder Folge entsteht ein lebendiger Dialog, verbunden durch eine gemeinsame wissenschaftliche Disziplin. Ob KI, Quantenphysik, Psychologie oder Klimaforschung: Hier wird geforscht, gefühlt und diskutiert – sinnlich, inspirierend und überraschend. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere So. 09.11.2025 rbb
  • Folge 2 (60 Min.)
    Astronomie und Raumfahrt treffen Kunst: Wie verändert der Blick ins All unsere Vorstellung von Welt und Zukunft? Darüber spricht Moderatorin Siham El-Maimouni mit der Künstlerin Agnes Meyer-Brandis, dem Installationskünstler Björn Dahlem und dem Planetengeologen Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere So. 07.12.2025 rbb
  • Folge 3 (60 Min.)
    Longevity ist längst mehr als eine private Frage des Alterns – im Silicon Valley wird sie als Zukunftsprojekt verhandelt, als Technologie, als Geschäftsmodell. Wie verändert Longevity unser Verständnis von Körper, Altern und Zukunft? Darüber spricht Moderatorin Siham El-Maimouni mit dem Fotografen Karsten Thormaehlen, dem Künstler Reiner Maria Matysik und der Immunologin Prof. Dr. Katja Simon vom Max-Delbrück-Centrum. Ein Gespräch über „lebende Skulpturen“ aus eigenen Zellen, zelluläre Selbstverjüngung und Porträts von Hundertjährigen aus Blue Zones – über die Sehnsucht nach ewigem Leben und die Schönheit der gelebten Zeit. Ein Ateliertalk über das Versprechen vom langen Leben – zwischen Porträt, Körper, Forschung und Tech-Utopie. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 rbb
  • Folge 4 (60 Min.)
    „Der radio3 Atelier-Talk – Die Sendung mit der Kunst und der Wissenschaft“ wird moderiert von Siham El-Maimouni. – Roman Lipski und Siham El-Maimouni (l.).
    In der vierten Ausgabe des radio3 Atelier Talks fragt Moderatorin Siham El Maimouni: Sollen wir Menschen wirklich ins Wetter eingreifen – zum Beispiel mit Cloud Seeding, also künstlichem Regen aus der Wolke? Und wie verändert der Klimawandel unseren Blick auf Städte, Landschaften und unser Zusammenleben, wenn Wetterextreme zum Alltag werden? Zu Gast sind der Designer und Künstler Jerszy Seymour, die Künstlerin und Kuratorin Danielle de Picciotto und der Meteorologe Prof. Dr. Uwe Ulbrich von der Freien Universität Berlin. Jerszy Seymour ist bekannt für seine experimentellen Möbel, Installationen und Raumkonzepte, die wie Prototypen für andere Formen des Zusammenlebens wirken. Mit seiner aktuellen Ausstellung „Mutuogenesis“ im Kunstgewerbemuseum Berlin entwickelt er eine „lebendige soziale Skulptur“: Einen Raum aus wiederverwerteten Materialien, in dem ausprobiert wird, wie eine solidarische, klimabewusste Gesellschaft aussehen könnte – vom Umgang mit Ressourcen bis zu neuen Formen des Miteinanders. Danielle de Picciotto prägt seit Jahrzehnten die Berliner Kunst und Musikszene – als Zeichnerin, Musikerin, Performerin und Kuratorin. In der Ausstellung „Am Puls der Zeit“ im Neurotitan brachte sie künstlerische Positionen zur Klimakrise zusammen und zeigte, wie Kunst Angst, Wut, Hoffnung und Erschöpfung rund um das Thema Klima sichtbar machen kann. Ihre eigenen Arbeiten erzählen von Verletzlichkeit, inneren Landschaften und der Frage, wie wir uns eine Zukunft vorstellen, die nicht nur aus Katastrophenbildern besteht. Prof. Dr. Uwe Ulbrich erforscht an der Freien Universität Berlin Unwetter, Stürme und die Spuren des Klimawandels im täglichen Wetter. Er beschäftigt sich mit Extremereignissen wie Starkregen, Hitze oder Stürmen – und damit, was sie für eine Stadt wie Berlin bedeuten: überflutete Straßen, Hitzetage, Schäden an Infrastruktur. Gemeinsam sprechen wir über Fragen wie: Darf der Mensch das Wetter gezielt steuern, um sich vor den Folgen der eigenen Emissionen zu schützen? Zum Beispiel durch technische Eingriffe wie Cloud Seeding? Welche Nebenwirkungen und politischen Konflikte entstehen, wenn manche Regionen „Regen bestellen“ und andere leer ausgehen? Und welche Rolle spielen Kunst und Gestaltung, wenn es darum geht, die Klimakrise öffentlich sichtbar und verhandelbar zu machen? Ein Gespräch über Wetterextreme, soziale Skulpturen und Bilder einer zukünftigen Welt. Mitten in Kreuzberg, zwischen Farben, Pinseln und digitalen Skizzen, treffen sich einmal im Monat Berliner Künstler und Künstlerinnen, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit Publikum zum Gespräch – im Atelier des Künstlers Roman Lipski. Was treibt die Kunst heute an? Und welche Schnittstellen gibt es dabei zur Wissenschaft? Diesen Fragen geht das neue radio3 Format vom rbb auf den Grund. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere So. 29.03.2026 rbb
  • Folge 5 (60 Min.)
    In der neuen Ausgabe des radio3-Ateliertalks richtet Moderatorin Siham El-Maimouni den Blick auf das Verhältnis von Mensch und Roboter. Verändern sich Roboter von einfachen Maschinen hin zu adaptiven Systemen, die lernen, reagieren und sich an neue Situationen anpassen? Der radio3-Ateliertalk bringt wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven zusammen. Siham El-Maimouni spricht mit dem bekannten US-amerikanischen Künstler Beeple (Mike Winkelmann), der schlagartig berühmt wurde, als sein digitales Kunstwerk „Everydays: The First 5000 Days“ 2021 bei Christie’s für rund 69 Millionen US-Dollar versteigert wurde. In der Neuen Nationalgalerie zeigt er zum Gallery Weekend erstmals in Deutschland seine interaktive Installation „Regular Animals“. Darin bewegen sich autonome robotische Hundewesen durch den Raum, deren Köpfe nach Gesichtern von bekannten Persönlichkeiten modelliert sind – darunter Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Andy Warhol, Pablo Picasso und Beeple selbst. Während die Roboter den Raum durchstreifen, erfassen sie ihre Umgebung mit Kameras. Die Bilddaten werden anschließend ausgedruckt und von den Robotern verteilt. Wie nehmen Roboter ihre Umwelt wahr – und entwickeln sie dabei Ansätze von Selbstwahrnehmung? Das ist eine Frage, die auch Robotikforscherin Prof. Dr. Verena Hafner von der Humboldt-Universität zu Berlin beschäftigt. Sie fragt: Können sie eigenständig lernen, sich anpassen und soziale Interaktion gestalten? Und was bedeutet es, wenn Maschinen ein „Selbstmodell“ ausbilden – für unser Verständnis von Bewusstsein und Identität? Außerdem zu Gast ist die Künstlerin Käthe Wenzel, die mit ihren „Bone Bots“ Schnittstellen zwischen Biologischem und Maschinellem erforscht. Ihre hybriden Wesen aus Tierknochen und Technik verschieben die Grenze zwischen Natur und Maschine und machen Körper als Konstruktion sichtbar. Gemeinsam diskutieren sie: Wenn Roboter lernen, sich selbst und ihre Umwelt differenzierter wahrzunehmen – sind sie uns dann noch fremd? Oder zeigen sie vielmehr, wie instabil unsere Vorstellung von Bewusstsein und Menschsein ist? Kurzvariante: Sind Roboter bloße Maschinen – oder entwickeln sie Formen von Wahrnehmung und vielleicht sogar eine Art Selbst? Darüber spricht Moderatorin Siham El-Maimouni im radio3-Ateliertalk mit Beeple (Mike Winkelmann), Prof. Dr. Verena Hafner (Humboldt-Universität zu Berlin) und der Künstlerin Käthe Wenzel. Beeples „Regular Animals“ zeigt robotische Hundewesen mit prominenten Gesichtern wie dem von Elon Musk oder Mark Zuckerberg, die ihre Umgebung scannen und Bilder algorithmisch verarbeiten und ausgeben – eine Allegorie auf Wahrnehmung und Macht im digitalen Zeitalter. Verena Hafner erforscht, wie Roboter ihre Umwelt wahrnehmen, lernen und sich anpassen – und ob daraus ein „Selbstmodell“ entstehen kann. Käthe Wenzel entwirft mit ihren „Bone Bots“ hybride Wesen zwischen Tier, Maschine und spekulativer Biologie. Ein Gespräch über Mensch und Maschine – und die Frage, wie ähnlich uns Roboter eigentlich sind. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere So. 26.04.2026 rbb
  • 60 Min.
    Digitale Bilder sind längst Teil unseres Alltags geworden – sie strukturieren, wie wir kommunizieren, uns selbst darstellen und die Welt wahrnehmen. In der siebten Ausgabe des radio3-Ateliertalks spricht Moderatorin Siham El-Maimouni über das Leben zwischen Bildschirm und Realität. Emojis, Memes, Selfies und algorithmisch gesteuerte Bildwelten beeinflussen, wie wir uns zeigen, Beziehungen gestalten und gesellschaftliche Debatten erleben. Gleichzeitig wächst die Frage nach digitalem Wohlbefinden: Wie wirken sich permanente Erreichbarkeit, Selbstdarstellung und digitale Informationsflüsse auf unser psychisches und soziales Leben aus? Der radio3-Ateliertalk bringt künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven zusammen. Siham El-Maimouni spricht mit der Künstlerin Viktoria Binschtok, die sich in Fotoserien wie „Digital Semitiocs“ mit der symbolischen Bildsprache digitaler Kommunikation beschäftigt – von Emojis bis zu visuellen Codes sozialer Netzwerke. Ihre Fotografien zeigen, wie Bilder heute Bedeutungen verschlüsseln, Zugehörigkeiten markieren und digitale Wirklichkeiten formen. Außerdem zu Gast ist der Künstler Andy Kassier, der in seinen Arbeiten Selbstinszenierung, Erfolg und Identität in sozialen Medien untersucht. Bekannt wurde er insbesondere durch seine Langzeitperformance „success is just a smile away“, die er seit 2013 auf Instagram entwickelt. Darin inszeniert Kassier ein überzeichnetes digitales Alter Ego, das permanent Erfolg, Glück und Selbstoptimierung performt – und damit die Mechanismen sozialer Medien, Influencer-Kultur und spätkapitalistischer Erfolgsversprechen ironisch hinterfragt. Der Kommunikationswissenschaftler Jakob Ohme erforscht am Weizenbaum-Institut die Dynamiken digitaler Nachrichtenvermittlung und die Auswirkungen sozialer Plattformen auf Nachrichtenkonsum, politische Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe. Dabei beschäftigt er sich auch mit digitalem Wohlbefinden und der Frage, wie soziale Medien Aufmerksamkeit, Informationsverhalten und psychisches Erleben beeinflussen. Gemeinsam diskutieren sie: Wie verändern soziale Medien unser Verhältnis zu Wirklichkeit und Identität? Welche Auswirkungen haben digitale Bilder auf unser Wohlbefinden und unsere Aufmerksamkeit? Und wie beeinflussen Plattformen die Art, wie wir miteinander kommunizieren, wahrgenommen werden und uns selbst darstellen? (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere So. 24.05.2026 rbb
  • 60 Min.
    Die Stadt ist laut, schnell und voller Reize. Verkehr, Menschenmengen, digitale Informationsflüsse und permanente Erreichbarkeit prägen unseren Alltag. Urbane Räume verdichten sich zu einem dauernden Strom aus Eindrücken – und lösen zugleich Stress, Überforderung und den Wunsch nach Rückzug aus. In der achten Ausgabe des radio3 Ateliertalks spricht Moderatorin Siham El-Maimouni darüber, wie das Leben in der Stadt auf uns wirkt. Macht sie uns krank – oder macht sie uns vielleicht sogar widerstandsfähiger? Und wie verändert sie unseren Blick, unser inneres Gleichgewicht und unser Verhältnis zu anderen und zu uns selbst? Der radio3 Ateliertalk verbindet wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven. Zu Gast ist der Stressforscher und Psychiater Prof. Dr. med. Mazda Adli, Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin und Leiter des Forschungsbereichs Affektive Störungen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, CCM, an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. In seinem Forschungsprojekt „Deine emotionale Stadt“ und in seinem Buch „Stress and the City“ untersucht er, wie Stadtleben auf die psychische Gesundheit wirkt. Adli schaut dabei auf dichte Bebauung, Dauerreiz und sozialen Druck – und ebenso auf die Frage, was Städte tun können, damit Menschen besser mit diesen Belastungen umgehen. Die Künstlerin Marie Salcedo Horn, ebenfalls Gast in der Sendung, war Meisterschülerin von Christine Streuli an der Universität der Künste Berlin. Ihre Keramikarbeit „Who is ruling our dreams?“ setzt einen Gegenpunkt zur städtischen Reizdichte. Man kann sich in die Arbeit hineinversetzen und förmlich abtauchen – sie öffnet einen ruhigen Raum, in dem Wahrnehmung langsamer wird und Gedanken anders greifen. So entsteht ein Moment, in dem man sich selbst wieder näherkommt, fern vom Tempo der Stadt. Unter den Gästen ist auch die Künstlerin Ahu Dural. In ihren Installationen, Zeichnungen und skulpturalen Arbeiten beschäftigt sie sich mit Architektur als gelebtem und sozialem Raum. Ausgehend von ihrer eigenen Biografie untersucht sie, wie Gebäude, Stadtplanung und urbane Strukturen unsere Wahrnehmung, unser Zusammenleben und unser Gefühl von Zugehörigkeit prägen. Ihre Arbeiten machen sichtbar, dass Städte nicht nur aus Straßen und Häusern bestehen, sondern auch aus Erinnerungen, gesellschaftlichen Vorstellungen und persönlichen Erfahrungen. Gemeinsam fragen sie: Macht die Stadt uns krank – oder stärkt sie uns sogar? Wie verändert sie unser Erleben im Alltag? Was machen Architektur, Regeln und öffentliche Räume mit uns? Und wie kann Kunst dazu beitragen, dass wir die Stadt anders erleben? (Text: rbb)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 09.06.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 14.06.2026 rbb
  • 60 Min.
    Kunst und Wissenschaft – eine alte Verbindung, die immer wieder Neues hervorbringt. Leonardo da Vinci sezierte Leichen, um den menschlichen Körper zu verstehen, Science-Fiction inspirierte die Raumfahrt und ohne Materialforschung gäbe es kein Bauhaus. Doch was treibt unsere Welt heute an? Im radio3 Atelier Talk geht Moderatorin Siham El-Maimouni dieser Frage nach – mitten im Kreuzberger Atelier von Roman Lipski zwischen Farben, Pinseln und digitalen Skizzen. Hier treffen sich Berliner Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Publikum zum Gespräch. In jeder Folge entsteht ein lebendiger Dialog, verbunden durch eine gemeinsame wissenschaftliche Disziplin. Ob KI, Quantenphysik, Psychologie oder Klimaforschung: Hier wird geforscht, gefühlt und diskutiert – sinnlich, inspirierend und überraschend. (Text: rbb)
    Deutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 rbb
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