100 Folgen, Folge 26–50
26. „Lady Di“ von Douglas Kirkland (1981)
Folge 26 (6 Min.)Am 29. Juli 1981 fand in der Saint Paul Cathedrale in London „die Hochzeit des Jahrhunderts“ statt. Unter den Augen von 2.500 geladenen Persönlichkeiten und 750 Mio. Fernsehzuschauern heiratet der Prinz von Wales, der zukünftige König von England, Diana Frances Spencer, eine junge Frau von 19 Jahren, für die gesamte Welt eine Traumprinzessin. Nach der Zeremonie wird das Paar von einer riesigen Menschenmenge bejubelt, welche enthusiastisch mit dem Union Jack grüßt. So wurde noch kein zukünftiger König gefeiert. Douglas Kirkland schießt das Photo: der romantische Kuss und intime Moment eines verliebten Paares, welches sich der ganzen Welt mit einer Märchenhochzeit offenbart. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 26.08.1998 arte 27. „Der irakisch-iranische Krieg“ von Henri Bureau (1980)
Folge 27 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 02.09.1998 arte 28. „Das kleine Mädchen aus Armero“ von Frank Fournier (1985)
Folge 28 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 09.09.1998 arte 29. „Der spanische Bürgerkrieg“ von Robert Capa (1936)
Folge 29 (6 Min.)Das Foto des Milizionärs, der in der Blüte seiner Jahre tödlich getroffen zu Boden sinkt, ist mehr als ein symbolhaftes Bild des spanischen Bürgerkriegs. Die Aufnahme, die weltweit verbreitet und auch auf Tausenden von Postern mit der Legende „Why?“ reproduziert wurde, stellt den Krieg und dessen Absurdität schlechthin dar. Nahezu 50 Jahre mussten vergehen, bis sich die Polemik um das Foto des legendären Fotoreporters Robert Capa legte. Die Recherchen eines Historikers und engen Freundes des Opfers beweisen: Es handelt sich nicht um eine Montage, und das Bild wurde auch nicht bei einer Übung aufgenommen! Der junge Mann, den Capa auf seinem Foto verewigt hat, heißt Federico Borrell Garcia. Er war Gründer der anarchistischen Jugendorganisation „Juventudes Libertarias“ der kleinen Stadt Alcoy und kam am 5. September 1936 im Alter von 24 Jahren an der Front von Cerrio Muriano im Maschinengewehrfeuer ums Leben. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 16.09.1998 arte 30. „Hungersnot in Biafra“ von Don McCullin
Folge 30 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.1998 arte 31. „Elektrischer Stuhl“ von Thomas Howard (1928)
Folge 31 (6 Min.)Ruth Snyder war die zweite Frau, die auf dem elektrischen Stuhl im Gefängnis Sing Sing hingerichtet wurde. Die Hausfrau aus einem ärmlichen New Yorker Viertel hatte ihren Ehemann unter Mithilfe ihres Liebhabers ermordet. Der Fall machte Schlagzeilen. Der Chefredakteur der New Yorker „Daily News“ wollte Aufnahmen von der Hinrichtung machen lassen, was natürlich verboten war. Daraufhin wurde beschlossen, einen der Gefängnisverwaltung unbekannten Fotografen einzuschleusen. Unter Beteiligung der Gefängniswärter, die mit sämtlichen Einzelheiten aufwarteten, wurde dann die Exekution Dutzende von Malen simuliert. Dem Fotografen Thomas Howard gelang es, ins Gefängnis zu kommen, ohne daß man seine am Bein unter der Hose versteckte Kamera entdeckte. Bei der Aufnahme handelt es sich um das erste fotografische Zeugnis einer Hinrichtung. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 30.09.1998 arte 32. „USA: Die große Depression“ von Dorothea Lange (1936)
Folge 32 (6 Min.)Das Foto dieser Mutter mit abgehärmtem Gesicht und sorgenvollem, ziellosem Blick wurde zum Symbolbild der achtjährigen Tätigkeit der „Fram Security Administration“. Deren Aufgabe war es, die durch die Weltwirtschaftskrise ruinierten Farmer im Rahmen des „New Deal“ zu unterstützen. Und für Millionen von Amerikanern wurde das Bild, das Florence Thompson mit zwei ihrer zehn Kinder zeigt, die den Kopf an den Schultern der Mutter verbergen, zum Inbegriff der Großen Depression. Aber auch später traf die Witwe ein schweres Schicksal. 1983, als sie krebskrank im Sterben lag, sah sich einer ihrer Söhne veranlasst, einen Spendenaufruf zu starten, um die materielle Not der Mutter in ihren letzten Tagen zu lindern. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 07.10.1998 arte 33. „Tschernobyl“ von Igor Kostin (1986)
Folge 33 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 14.10.1998 arte 34. „Die Kuba-Krise“ von einem anonymen CIA-Fotografen (1962)
Folge 34 (6 Min.)Weltpolitisch betrachtet, bedeutete die Kuba-Krise den Rückfall in den Kalten Krieg. Vier Wochen lang hielt die Welt den Atem an. Drohte ein neuer Weltkrieg? Hatten die Russen in Kuba tatsächlich Raketenstützpunkte errichtet? Um Klarheit zu bekommen, setzte die CIA ein Aufklärungsflugzeug vom Typ U2 ein, von dem aus Luftaufnahmen von den vermuteten Stellungen gemacht wurden. Auf den Bildern waren eindeutig Abschussrampen zu erkennen. Der Beweis war erbracht! Es folgte ein Schlagabtausch zwischen den USA und der UdSSR. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen stand dieses Foto. Kennedy beschloss, die Aufnahme zu veröffentlichen. Sie machte die Runde in den Vereinten Nationen, und die Russen kamen auf die Anklagebank. Dieses Fotos steht für die wichtigsten Etappen der Krise: ihre Auslösung, die Verhandlungen und die Beendigung. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 21.10.1998 arte 35. „Geballte Fäuste in Mexiko“ von John Dominis (1968)
Folge 35 (6 Min.)Olympische Spiele, 16. Oktober 1968: Auf der obersten Stufe des Podiums steht der amerikanische Goldmedaillengewinner Tommy Smith und streckt die geballte rechte Faust mit dem schwarzen Handschuh in die Höhe. Sein Landsmann und Bronzemedaillengewinner John Carlos tut das Gleiche. Der australische Silbermedaillengewinner Peter Norman ist solidarisch. Die erhobene Faust steht für die Forderung nach Gerechtigkeit, Gleichheit und Würde. Sie soll das puritanische Amerika aufrütteln, das nach der Ermordung von Martin Luther King und Bob Kennedy den Rassismus Tag für Tag mit größerer Selbstverständlichkeit hinnimmt. Aber die Geste von Tommie Smith und John Carlos wurde als Ausdruck des Hasses auf die USA interpretiert und löste leidenschaftliche, zerstörerische Reaktionen aus: Die beiden Athleten wurden ausgestoßen, beschimpft, erhielten Morddrohungen und mußten auf die glänzende Karriere, die sich vor ihnen auftat, verzichten. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 28.10.1998 arte 36. „Der Zeppelin in Flammen“ von Sam Shere (Keystone, 1937)
Folge 36 (6 Min.)Die Katastrophe des Zeppelins „Hindenburg“ dauerte nicht länger als 7 Sekunden. Die vier an diesem Tag anwesenden Agenturfotografen reagierten unterschiedlich. Am 6. Mai 1937 waren sie in Lakehurst, um die üblichen Porträtaufnahmen der Persönlichkeiten zu machen, die das Luftschiff bestiegen. Als es in Flammen aufging, machten alle Fotografen spektakuläre Aufnahmen vom Absturz und der Rettung der Passagiere. Der Keystone-Fotograf Sam Shere vertraute die Klischees einer Stewardess der American Airlines an, damit sie so schnell wie möglich nach New York gelangen sollten. Von dort aus brachte sie ein Charterflugzeug nach Paris. Damals gab es nur sehr wenige Piloten, die den langen Flug über den Atlantik meisterten. Aber dank dieser Heldentat wurden die Fotos von der Zeppelin-Katastrophe massenhaft verbreitet: in „Excelsior“, „Paris-Soir“ und „Illustration“. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 04.11.1998 arte 37. „Der Schrecken des 1. Weltkriegs“ von einem anonymen Fotografen
Folge 37 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 11.11.1998 arte 38. „Putsch in Madrid“ von Manuel Perez Barriopedro (1981)
Folge 38 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 18.11.1998 arte 39. „Der Boxeraufstand“ von einem unbekannten Fotografen (1900)
Folge 39 (6 Min.)Das prägende Ereignis des Sommers 1900 in China ist der nationalistische Boxeraufstand. Die Boxer, eine Fraktion des Geheimbundes der „Fäuste für Gerechtigkeit und Eintracht“, haben ihre Landsleute aufgerufen, den wachsenden Einfluss der Amerikaner, Japaner und Europäer zu bekämpfen. Daraufhin entsenden die Kolonialmächte ein aus 63.000 Mann bestehendes internationales Expeditionskorps, das den Befehl hat, keine Gefangenen zu machen. Mit Hilfe regierungstreuer chinesischer Einheiten wird der Aufstand blutig niedergeschlagen. Gefangene werden reihenweise auf offener Straße enthauptet. Die Kolonialmächte nutzen die Gelegenheit, China sehr hohe Kriegsentschädigungen und die Stationierung ihrer Truppen auf seinem Territorium aufzuzwingen. Für die Chinesen zeugen das Ereignis und die Fotos vom rassistischen Verhalten der Kolonisatoren. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 25.11.1998 arte 40. „Aids“ von Alon Reininger
Folge 40 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 02.12.1998 arte 41. „Beichte in Gdansk“ von Alain Keler (1980)
Folge 41 (6 Min.)Im August 1980 legten über 17.000 Gdansker Werftarbeiter die Arbeit nieder. Daraufhin begann die Regierung eine Kraftprobe mit der Arbeiterklasse. Ende des Monats unterzeichnete das Zentralkomitee der Partei ein Abkommen mit Lech Walesa. Darin wurde die Gründung nicht-offizieller Gewerkschaften ermöglicht und sowohl das Streikrecht sowie das Recht auf Informationsfreiheit vereinbart. Ende September gab sich die Gewerkschaft den Namen „Solidarnocz“ (Solidarität) und setzte die Streiks fort. Der „eiserne“ Mann stand noch ganz am Anfang seiner politischen Laufbahn. Viele Zeitschriften brachten damals einen Ausschnitt aus dem Foto, in dem Walesa nicht mehr abgebildet war und die Beichte in den Mittelpunkt gerückt wurde. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 09.12.1998 arte 42. „Exekutionen in Dacca“ von Christian Simonpietri (1971)
Folge 42 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 16.12.1998 arte 43. „Der Kuß“ von Robert Doisneau (1950)
Folge 43 (6 Min.)Frankreich geht geschwächt aus dem Krieg. Es lebt im Rhythmus des Wiederaufbaus und der Zuteilung von Lebensmittelmarken. „Life“ interessiert sich nicht für die Schwierigkeiten des befreiten Landes. Das Photomagazin bevorzugt leichtere Themen, etwas zum Träumen. Bei Robert Doisneau bestellt die Redaktion einen Bericht über das Paris der Verliebten. Die Fotos erscheinen in den USA, aber bleiben in Frankreich unbekannt. Als die Mode in den 80er Jahren einen großen Aufschwung erlebt, wird dieser Abzug zum erfolgreichsten Verkauf. Einige Paare behaupteten, sich auf diesem Photo wieder zu erkennen, welches zum Symbol der ewigen Liebe avancierte. Doch es irrten sich alle. Robert Doisneau hatte zwei Schauspieler bezahlt, um diese beim verliebten Schlendern durch Paris fotografieren zu können. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere Mi. 23.12.1998 arte 44. „Der Blitzer“ von Ian Bradshaw (1974)
Folge 44 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 30.12.1998 arte 45. „Paul VI. im Heiligen Land“ von Georges Ménager (1964)
Folge 45 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 06.01.1999 arte 46. „Sieg über den Leuchtenden Pfad“ von Wesley Bocxe (1992)
Folge 46 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 13.01.1999 arte 47. „Kuwait – Die Autobahn des Todes“ von Jacques Langevin (1991)
Folge 47 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 20.01.1999 arte 48. „Die Überlebenden der Anden“ (1972)
Folge 48 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 27.01.1999 arte 49. „Stalin und Gelja“ von Kalashnikov (1936)
Folge 49 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 03.02.1999 arte 50. „Geburt im Kibbuz“ von David Seymour (1951)
Folge 50 (6 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 10.02.1999 arte
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