Club Folge 13: Würmer und Käfer – bald unser täglich Brot
Folge 13
Würmer und Käfer – bald unser täglich Brot
Folge 13
Neu dürfen in der Schweiz Insekten gegessen und genossen werden. Grossverteiler nehmen sie ins Sortiment auf. Ein Trend für Food-Freaks? Ein Albtraum für Gourmets? Oder sowieso bald unser täglich Brot und Fleisch von morgen, weil Insekten billiger und nachhaltig sind? Und wohin mit unserem Ekel? «Dschungel-Camp» mit Insekten auf dem Teller war gestern. Ab dem 1. Mai liegen Mehlwurmburger und – Hackbällchen neben Fischstäbchen und Crevetten im Tiefkühlfach der Lebensmittelabteilungen. Zugelassen sind drei Insektenarten: Mehlwürmer, Grillen und Wanderheuschrecken. Für die Befürworter sind die Insekten umweltfreundliche Proteinlieferanten, die wenig Platz benötigen, die Umwelt nachhaltig schonen, weil sie mit Abfällen gefüttert werden und die stetig wachsende Weltbevölkerung ernähren könnten. Für über zwei
Milliarden Menschen gehören Insekten bereits heute ganz selbstverständlich zum Speiseplan. Fast kein Geschmack, gegen unsere Ernährungstraditionen, Konkurrenz für die Fleischindustrie und ein Fall für den Tierschutz: so der Tenor auf der Gegnerseite. Was spricht für, was gegen das Insektenessen? Wird der neue «Super-Food» auch bei uns Anklang finden? Unter der Leitung von Urs Gredig diskutieren im «Club»: Andrea Staudacher, Food-Designerin «Andrea’s Future Food Lab» Lauren Wildbolz, Veganerin «Vegan Kitchen» Sara Wehrli, Schweizer Tierschutz, Fachstelle Wildtiere Rudolf Trefzer, Kulturhistoriker, Experte für Ess- und Trinkkultur Daniel Ambühl, Insektenfood-Pionier, Insektenzüchter, Insekten-Kochbuch-Autor Alexander Mathys, Professor für nachhaltige Lebensmittelverarbeitung ETH Zürich (Text: SRF)