Britische Gärten und ihre wilden Bewohner Folge 2: In der Stadt
Folge 2
2. In der Stadt(Bristol)
Folge 2 (43 Min.)
Mitten in Bristol liegt ein nur zehn Meter breiter Stadtgarten, in dem es vor Leben nur so wimmelt. Für wildlebende Tiere ist das Gärtchen eine grüne Oase, die ihnen Schutz vor den umliegenden Straßen und dem Autoverkehr bietet. Das hätte sich Lou, Künstlerin, Bildhauerin und Besitzerin des Stadtgartens kaum vorstellen können. Ein Jungfuchs hat Lous Garten zum Quartier inmitten seines Reviers erklärt, das sich über rund hundert Nachbarsgärten erstreckt. Er bedient sich an den Hausabfällen und macht sich interessiert auf die Suche nach einer läufigen Füchsin, deren Rufer er hört. Tagsüber versucht eine junge Blaumeise, sich an Lous Futterhäuschen gegen aggressive Distelfinken, listige Tauben und den Nachbarskater Mister Fluffy zu
behaupten.
Mit den milderen Temperaturen erwacht ein Igelweibchen aus dem Winterschlaf und begibt sich auf Partnersuche. Lou und ihre Nachbarn haben eine „Igel-Autobahn“ angelegt, die sechzehn Gärten miteinander verbindet. Entlang dieses grünen Korridors trifft das Igelweibchen auf gleich mehrere paarungsbereite Männchen. Nachwuchs in der Stadt großzuziehen ist nicht leicht. Aufgrund des Insektenschwunds kann die Blaumeise ihre zehn Küken nur mit Mühe satt bekommen. Beim ersten Flug begegnen die Küken Gefahren wie dem Nachbarskater Mister Fluffy. Zusammen mit den Gärten der Nachbarn bildet Lous Gärtchen ein Patchwork aus Grünflächen. Da Gärten ein Drittel der Stadtfläche Bristols ausmachen, sind sie ein wichtiger Rückzugsort für die Natur. (Text: arte)
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