Richard Wagner: Rienzi

290 Min.
Mit „Rienzi“ steht 2026 erstmals Wagners dritte Oper auf dem Spielplan der Bayreuther Festspiele. Das selten gespielte Frühwerk erzählt vom Aufstieg und Fall eines römischen Volkstribuns. Zu Wagners Lebzeiten war es einer seiner größten Erfolge und markiert einen wichtigen Schritt zu seinem späteren Musiktheater. Im Zentrum steht Cola di Rienzi, päpstlicher Notar und Volkstribun, der im zerrissenen Rom gegen die Macht der Adelsfamilien aufbegehrt. Getragen von politischen Idealen will Rienzi eine neue Ordnung von Freiheit, Einheit und Recht errichten. Doch sein Aufstieg ist eng verbunden mit wachsender Macht, öffentlicher Erwartung und persönlicher Selbstüberschätzung.
Die Oper erzählt von politischer Hoffnung, Verführung und dem Scheitern einer Vision. Damit rückt Bayreuth ein frühes, selten aufgeführtes Wagner-Werk ins Zentrum, das Fragen nach Macht, Masse, politischem Idealismus und Verantwortung stellt. Musikalisch steht „Rienzi“ an der Schwelle zwischen französischer Grand Opéra und Wagners späterem Musikdrama. Die Bayreuther Festspiele zeigen das Werk 2026 in einer neuen Inszenierung von Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka, die musikalische Leitung übernimmt Nathalie Stutzmann. In der Titelpartie sind Andreas Schager und Magnus Vigilius zu erleben. Gabriela Scherer singt Irene, Jennifer Holloway den Adriano und Michael Nagy den Paolo Orsini. (Text: 3sat)

Cast & Crew

Szenenbild: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka
Musik: Richard Wagner, Nathalie Stutzmann

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