• Folge 66 (45 Min.)
    Zum ersten Mal seit den legendären Apollo-Missionen fliegen wieder Menschen zum Mond. Mit der NASA-Mission „Artemis 2“ soll eine neue Ära der bemannten Raumfahrt beginnen. Die Doku begleitet die vier Astronaut:innen Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen bei ihren Vorbereitungen auf dem Weg zum Mond. Die deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer erklären zusammen mit anderen Raumfahrt-Experten, wie die Mission abläuft und warum sie so wichtig ist. Zugleich zeigt der Film: Ohne Hightech aus Deutschland wäre diese historische Mission nicht möglich. Vier Menschen, eine Mission: Die Crew von „Artemis 2“ wird als erste seit über 50 Jahren wieder bis in die Mondumlaufbahn vordringen – und damit den nächsten großen Schritt der Menschheit vorbereiten: eine dauerhafte Präsenz von Menschen auf dem Mond. Die Doku öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben: zu den vier Astronaut:innen Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen, in Trainingshallen der NASA und hinein in das Raumschiff selbst. Alexander Gerst, Matthias Maurer und andere Expert:innen erklären, welche Herausforderungen zu meistern sind und was dieser Aufbruch für die Raumfahrt bedeutet. Der Film macht deutlich, wie unverzichtbar deutsches Know-how für die Mondmission ist. In Bremen baut Airbus das Europäische Servicemodul – das „Lebenserhaltungssystem“ des Orion-Raumschiffs, das die Astronaut:innen mit Energie, Wasser, Sauerstoff und Antrieb versorgt. Ohne dieses Herzstück wäre der Flug zum Mond undenkbar. In Thüringen fertigt Jena-Optronik hochpräzise Sternsensoren, die die Orientierung des Raumschiffs im All überhaupt erst möglich machen. Die kleinen, von Hand gebauten Geräte aus Mitteldeutschland halten Orion auf Kurs – ein Schlüssel für Sicherheit und Erfolg der Mission. Der Film zeigt zudem, wie stark in Deutschland auch in weiteren Bereichen an der Erkundung des Weltraums mitgearbeitet wird. In der brandneuen Luna-Halle des DLR testen Forscher:innen mit tonnenweise „Mondstaub“, wie künftige Astronaut:innen auf der Oberfläche zurechtkommen könnten. Wissenschaftler:innen entwerfen Szenarien für Mondbasen, die Wasser und Mondstaub vor Ort nutzen – der Mond als Testlabor und Sprungbrett zum Mars. In Houston ist das Filmteam im berühmten Mission Control Room dabei, wenn der Flight Director der NASA mit seinem Team den Einsatz plant. Hier wird spürbar, wie sehr der Erfolg von „Artemis 2“ von minutiöser Vorbereitung und klaren Entscheidungen abhängt – im Bewusstsein, dass bemannte Raumfahrt von großen Erfolgen, aber auch von schweren Rückschlägen geprägt ist. Am Ende stellt die Dokumentation die Grundfrage der Exploration: Warum riskieren Menschen ihr Leben, um andere Himmelskörper zu erreichen? Abgesehen von neuen Entdeckungen und wissenschaftlichen Durchbrüchen berichten Astronaut:innen immer wieder davon, wie beeindruckt sie vom sogenannten „Overview-Effekt“ sind, dem Moment, in dem die Erde als zerbrechliche blaue Kugel im Schwarz des Alls erscheint. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 30.01.2026 tagesschau24
  • Folge 67 (45 Min.)
    Eine Hand berührt uns, ein Gedanke ploppt auf, eine Stimme betört uns. Plötzlich steigen Blutdruck, Atemfrequenz und Hautsensibilität. Sexuelle Lust scheint einfach so über uns zu kommen: willkürlich, magisch, mysteriös. Doch der körperliche Mechanismus ist ein Trugschluss. Wir können unsere Lust viel mehr beeinflussen, als viele denken. Sofern wir genug über sexuelle Lust wissen! Wir begleiten die Münchner Studentin Lara Endt zu einem sexualtherapeutischen Coaching. Denn sie kann zwar beim Solo-Sex kommen, nicht aber beim Sex mit anderen. Gemeinsam mit der Züricher Sexualtherapeutin und Psychotherapeutin Dania Schiftan erkundet sie, wie sexuelle Erregung bisher bei ihr abläuft und wie sie ihre sexuelle Erregbarkeit erweitern kann. Denn viele von uns sind in ihrer Lust konditioniert wie der Pawlowsche Hund. Durch ständiges Wiederholen ist ein körperlicher Mechanismus entstanden. Auch bei sexuellen Erfahrungen verstärken wir, wenn wir bestimmte Abläufe immer wieder wiederholen, die entsprechenden neuronalen Bahnen – und lassen gleichzeitig andere verkümmern. Neue Abläufe durch eine andere Person oder ein neues Sex-Toy haben es dann schwer, uns zum Orgasmus zu bringen. Doch unser Gehirn ist neuroplastisch: Wir können es verändern. Mit Methoden wie Atmen, Bewegen und Achtsamkeit können wir lernen, unseren Körper gezielter wahrzunehmen – und damit auch unsere Lust und sexuelle Erregung zu steuern. Neben körperlichen Erfahrungen ist unsere Lust aber auch durch gesellschaftliche Erfahrungen geprägt. Der Münchner Stand-Up-Comedian Hauke van Göns spricht erstmals vor Publikum über seine Erektionsstörungen und erfährt von der Expertin, wie sich Pornos und Geschlechterrollen auf unsere Sexualität auswirken – und sogenannte „Sex-Skripte“: Narrative, wie Sex sein soll. Wer ist aktiv, wer passiv? Wer hat angeblich viel Lust, wer wenig? Wie beginnt Sex, wie endet er? Gemeinsam mit Expert*innen wie Neurologin und Psychotherapeutin Dr. Heike Melzer und Kulturwissenschaftlerin Louisa Lorenz sowie der intergeschlechtlichen Person Lynn zeigt „ARD Wissen“: Um unsere Lust zu befreien, brauchen wir Wissen. Was ist sexuelle Lust? Warum sind die Lustorgane Penis und Klitoris gleich groß? Unterscheiden sich vaginaler und klitoraler Orgasmus? Und wie können wir langweilige Sex-Skripte loswerden – und unsere Lust befreien? (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 09.02.2026 Das Erste

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