Germain Louvet, Danseur Étoile mit Bodenhaftung Germain Louvet kam im Alter von 12 Jahren an die Tanzschule der Pariser Oper und hat seitdem einen kometenhaften Aufstieg erlebt, bis er 2016 im Alter von 23 Jahren zum Danseur étoile ernannt wurde – ein Rekord! Der politisch eher links verortete Meistertänzer setzt sich regelmäßig für die Rechte von LGBTQI+ und anderen Minderheiten ein. Auch bei den Protesten gegen die Rentenreform wurde er aktiv, da er sich der Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit im zunehmenden Alter bewusst ist und sich Gedanken über die Zeit nach seiner Tanzkarriere macht. Nun veröffentlicht er seine im Fayard-Verlag erschienene Autobiografie Des choses qui se dansent, in der er über seine Lebenserfahrungen, sein Engagement, aber auch über seine Widersprüche berichtet. Germain Louvet ist in unserer Sendung zu Gast. One Ocean Summit: Brauchen wir eine globale Überwachung, um die Ozeane zu schützen? Ab dem 9. Februar findet in Frankreich der zweitägige One Ocean Summit statt, an dem Regierungen, Vertreter von Institutionen, Unternehmen und NGO teilnehmen,
um Gespräche über die wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Schutz der Ozeane zu führen. Die Ozeane machen 70 % der Erdoberfläche aus und spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die globale Erwärmung. Sie sind für die Menschen eine wichtige Nahrungsquelle und bieten zahlreichen Arten einen Lebensraum. Unsere Kenntnisse über die Ozeane sind jedoch beschränkt, deshalb werden sie wenig beachtet und noch weniger gepflegt. Plastik macht 60 % der Meeresverschmutzung aus; Nanoplastik (kleiner als ein Tausendstel Millimeter) endet bestenfalls in der Tiefsee, schlimmstenfalls in den Mägen der Meerestiere. Die NGO WWF fordert eine schnelle Aufnahme von Gesprächen über ein internationales Abkommen zu diesem Thema. Mit welchen Instrumenten könnten die Verfahren zum Schutz der Ozeane nachhaltig beschleunigt werden? Und wer soll diese Aufgabe übernehmen? Darüber diskutieren wir heute Abend mit unseren Gästen. Und zum Abschluss erleben Sie die wissenschaftlichen Erklärungen von Thibaut Nolte und die humorvollen Beiträge von Xavier Mauduit und Alix Van Pée. (Text: arte)