2026 (Folge 3896⁠–⁠3920)

  • Folge 3896 (58 Min.)
    Bild: Arte
    Bücherherbst: Zurück in die sanften Sommer unserer Kindheit In seinem Roman „Le Pays des étés“ (Das Land der Sommer) erzählt Pierre Adrian die Geschichte eines jungen Mannes, der nach dem Tod seiner Großmutter in das bretonische Haus zurückkehrt, in dem er als Kind seine Sommer verbracht hat. Kurz darauf wird das Haus zum Verkauf angeboten und in eine Ferienunterkunft umgewandelt. Inspiriert von seiner eigenen Verbundenheit mit der Bretagne beschäftigt sich der Autor mit Trauer, Erinnerung und dem Verschwinden der Orte, die uns geprägt haben. Historische Dürre und Ernteausfälle: Frankreichs Landwirtschaft in Gefahr? Nach einem Sommer, der von wiederholten Hitzewellen und einer außergewöhnlich intensiven Dürre geprägt war, steht Frankreichs Landwirtschaft auf dem Prüfstand. In vielen Bereichen brechen die Erträge ein. Auf den Feldern schwächt der Wassermangel die Ernten und verringert die Vorräte. In den Viehzuchtbetrieben führt die Hitze zu Dehydrierung bei den Tieren, und der Mangel an Gras beeinträchtigt ihre Ernährung. Angesichts dieser historischen Dürre bereitet die Regierung einen „umfassenden Hilfsplan“ für die von Hitzewellen und Bränden betroffenen Landwirte vor. Derzeit werden jedoch nur 6,8 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Frankreich bewässert. Am 3. September wird Landwirtschaftsministerin Annie Genevard bekannt geben, wie hoch die gezielte Hilfe für jedes Departement ausfallen wird. Außerdem: Marjorie Adelson erzählt, warum Politiker wie Dominique de Villepin ihre Playlists teilen. Angélique Kidjo ist die erste afrikanische Sängerin, die mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt wurde – Anlass für Théophile Cossa, auf die Geschichte dieser berühmten Sternenstrecke und die Kriterien für die Vergabe eines Sterns einzugehen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 25.08.2026 arte
  • Folge 3897 (58 Min.)
    Benjamin Sportouch analysiert mit den Clubmitgliedern das aktuelle Geschehen. Heute dabei: Eva Morletto (Pariskorrespondentin für das italienische Magazin „Grazia“), Ania Nussbaum (Journalistin, Pariskorrespondentin für „Bloomberg News“), Paul Melun (Publizist und Schriftsteller) sowie die Pressezeichnerin Marie Morelle. Datenleck: Können die Bürger dem Staat noch vertrauen? Nach dem Steuerdaten-Leck räumt die französische Regierung Versäumnisse in der Cybersicherheit ein. Seit Jahresbeginn häufen sich Hackerangriffe auf Behörden wie das Bildungsministerium, die ANTS und die Nationalpolizei. Als Konsequenz fordert Verteidigungsminister Sébastien Lecornu nun eine schlagkräftige „Cyber-Einheit“ für schnelle Gegenmaßnahmen. Präsidentschaftswahl: Steht die Linke vor der Entscheidung? Im linken politischen Spektrum Frankreichs nehmen die Spannungen zu: Immer mehr Kandidaten bringen sich in Stellung, während die Gräben zwischen den Parteien tiefer werden. Raphaël Glucksmann könnte seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl offiziell machen und damit bei möglichen Vorwahlen der Sozialisten auf Olivier Faure treffen. Gleichzeitig versucht Jean-Luc Mélenchon, sich als führende Figur zu positionieren, die die Linke in einer möglichen Stichwahl einen könnte. Die Grünen stehen derweil vor einer schwierigen Entscheidung: Soll man sich „La France insoumise“ (LFI) annähern, wie Parteichefin Marine Tondelier es befürwortet, oder doch ein Bündnis mit den Sozialisten suchen? Die Frage nach der strategischen Ausrichtung bleibt offen – und könnte über die Zukunft der linken Kräfte in Frankreich entscheiden. Zu Gast ist Théo Ould, der erste Akkordeonist, der für die „Victoires de la Musique Classique“ nominiert wurde. Er stellt uns sein Album „Balada para un loco“ vor. Donald Trump reagiert gereizt auf eine Frage der CNN-Journalistin Kristen Holmes zu Nathalie Harp, einer engen Mitarbeiterin des Präsidenten – das Duell der Woche von Marion L’Hour. Mit 44 Jahren erfährt Minal, dass ihre Freundin aus Kindertagen ihre leibliche Schwester ist. Das ist die Geschichte der Woche von Charlotte Dekoker. Ende der Hitzewelle! In Frankreich kehren Regen und kühlere Temperaturen zurück. Kevin Dufreche berichtet im Point Com. Außerdem: Die internationale Schlagzeile über Mykhailo Fedorov, der die Macht von Wolodymyr Selenskyj anzweifelt und Neuwahlen fordert, sowie „Theoretisch“ von Aurore Vincenti über das Thema Haarausfall. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 26.08.2026 arte
  • Folge 3898 (58 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 27.08.2026 arte
  • Folge 3899 (46 Min.)
    Ein Fall à la Maigret: Philippe Jaenada eröffnet den Bücherherbst Mit seinem neuen Buch „L’inconnue du quai de Javel“ (Die Unbekannte vom Quai de Javel, Flammarion) nimmt sich Philippe Jaenada eines ungelösten Verbrechens an: Wer ermordete Louise Cansot? Die junge Frau, ein gefragtes Modell der Pariser Künstlerbohème in Montparnasse, wurde 1949 tot in der französischen Hauptstadt aufgefunden. Jaenada rekonstruiert den Fall von Grund auf – gestützt auf historische Presseberichte, Dokumente aus nationalen und Pariser Archiven sowie Polizeiakten. Dabei bedient er sich einer Methode, die an Kommissar Maigret erinnert: Er taucht tief in die Welt der Beteiligten ein, analysiert ihre Charaktere und ihr Umfeld, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Ukraine-Krieg: Ist Europa bereit, es mit Russland aufzunehmen? Am 24. August 1991 erklärte sich die Ukraine nach 70 Jahren sowjetischer Herrschaft für unabhängig. An diesem Montag feiert das Land seinen 35. Unabhängigkeitstag – doch die Lage ist dramatischer denn je. Der Krieg mit Russland eskaliert, und laut einem UN-Bericht war der Sommer 2026 der blutigste seit Beginn der Kämpfe im Jahr 2022. Vor diesem Hintergrund kommt die sogenannte „Koalition der Willigen“ zusammen. Unter dem gemeinsamen Vorsitz von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham will das Bündnis – eine im März 2025 gegründete Allianz von rund 30 Staaten – die Ukraine militärisch, humanitär und politisch stärken. Gleichzeitig soll der Weg für Friedensverhandlungen geebnet werden. Angesichts anhaltender Hitzewellen und einer besorgniserregenden Bilanz tödlicher Badeunfälle im Jahr 2026 – die Zahlen übertreffen bereits jetzt die des Vorjahres – wirft Xavier Mauduit einen Blick auf die Geschichte der Präventionsmaßnahmen gegen Ertrinkungsunfälle in Frankreich. Théophile Cossa berichtet aus Japan, wo intensiv nach einer „Notfallhauptstadt“ gesucht wird – für den Fall, dass Tokio von einer Naturkatastrophe getroffen wird. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 28.08.2026 arte
  • Folge 3900 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 29.08.2026 arte
  • Folge 3901 (46 Min.)
    An vorderster Front im Kampf gegen Ebola Die Ebola-Epidemie breitet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo rasend schnell aus. Sie hat bereits über 2.500 Todesopfer gefordert – ein neuer Rekord für diese Krankheit in der DR Kongo. Dabei wurden von den Gesundheitsbehörden bereits Behandlungen und Impfstoffe zugelassen. Das Problem liegt im derzeit grassierenden Virusstamm, dessen Symptome schwer zu erkennen sind. Derzeit beschränkt sich die Epidemie noch auf den Osten des Landes, doch das medizinische Personal befürchtet eine Ausbreitung. „28 Minuten“ analysiert die Lage mit der Spezialistin für Infektions- und Tropenkrankheiten Marie Jaspard, die gerade aus der DR Kongo zurückgekehrt ist. Saudi-Arabien investiert in drei neue Freizeitparks in der Region Île-de-France Emmanuel Macron und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman haben den Bau von drei saudisch finanzierten Freizeitparks mit einem Investitionsvolumen von sechs Milliarden Euro angekündigt. Einer der Parks soll der Welt der Mangas und Animes und ihrer legendären Reihe „Dragon Ball Z“ gewidmet sein. Im Departement Val-d’Oise sollen 22.000 direkte Arbeitsplätze entstehen – auf dem Gelände von Mirapolis, einem Vergnügungspark im französischen Stil, der 1987 von Jacques Chirac eingeweiht und nach fünf Saisons wegen mangelnder Besucherzahlen geschlossen wurde. Seit der Ankündigung dieses gigantischen Projekts stößt das Vorhaben in Frankreich auf Widerstand: Viele sehen darin auch einen Streit um kulturellen Einfluss. Außerdem: Kanada geht in die Offensive und verteidigt die französische Sprache gegen die Forderungen Washingtons. Konkret geht es um den Vorstoß der Trump-Regierung, unter anderem die Pflicht zur zweisprachigen Beschriftung – Englisch und Französisch – auf in Kanada verkauften Produkten abzuschaffen. Xavier Mauduit blickt auf die Geschichte der französischen Sprache in Kanada zurück. Krise in der Küche: In der Bretagne fehlen Crêpes-Bäcker. Théophile Cossa stellt diesen schwierigen, wenig anerkannten und schlecht bezahlten Beruf vor. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 31.08.2026 arte
  • Folge 3902 (46 Min.)
    Hirntumor: Du lebst – der Tumor bleibt Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes Jean-Charles, der im Alter von 39 Jahren an einem fulminanten Hirntumor starb, ist Pauline Crucis heute Botschafterin des Institut du Cerveau. Ihrer Ansicht nach fehlt es in Frankreich im Kampf gegen Hirntumoren an finanziellen Mitteln und Forschenden. Gemeinsam mit anderen Angehörigen von Betroffenen setzt sie sich bei Behörden und privaten Investoren für konkrete Maßnahmen im nächsten Sozialversicherungshaushalt sowie für die Finanzierung neuer Forschungsprojekte ein. USA-Iran: Sind Wirtschaftssanktionen wirksamer als Krieg? Sechs Monate nach Kriegsbeginn kündigte der US-Finanzminister Scott Bessent an, „alle wirtschaftlichen Ressourcen abzuschneiden“, die das „tyrannische Regime am Leben erhalten“. Am 24. August stellte er neue Sanktionen gegen die Handelspartner Teherans vor. Die fünf von den Maßnahmen betroffenen Sektoren sind digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Seeverkehr. Weltweit richten sie sich gegen sechzig Unternehmen, Schiffe und Einzelpersonen, die es dem iranischen Regime ermöglichen, sich Waffen zu beschaffen und Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu erzielen. Betroffen sind unter anderem chinesische Unternehmen. Außerdem: Die Country-Legende Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren nach einer sechzigjährigen Karriere verstorben. Xavier Mauduit blickt auf die Geschichte dieses traditionellen amerikanischen Musikgenres zurück. Ist der Jakobsweg zum Pfad der Liebe geworden? Théophile Cossa befasst sich mit diesem Phänomen, das Spiritualität und Begegnungen miteinander verbindet. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 01.09.2026 arte
  • Folge 3903 (46 Min.)
    Am Freitag analysiert Renaud Dély gemeinsam mit unseren Clubmitgliedern die wichtigsten Themen der Woche. Zu Gast sind: Samah Karaki, Neurowissenschaftlerin, Noémie Halioua, Publizistin und Mitglied des Herausgeberkomitees der „Nouvelle Revue politique“, Arthur Chevallier, Schriftsteller, Herausgeber und Kolumnist bei „Le Point“ sowie die Pressezeichnerin Coco. Patrick Bruel auf Tournee: Dürfen Bürgermeister Konzerte verbieten? Patrick Bruel plant, am 2. Oktober eine Tournee mit 35 Auftritten zu starten. Trotz laufender Ermittlungen in vier Fällen wegen des Vorwurfs sexueller Gewalt und mehr als 30 Anzeigen gegen ihn hält der Sänger an seinen Konzerten fest und weist die Vorwürfe zurück. Mehrere Bürgermeister fordern jedoch die Absage der in ihren Städten geplanten Shows. Präsidentschaftswahl in Frankreich Sieben Präsidentschaftskandidaten stellten bei einer vom französischen Arbeitgeberverband Medef organisierten Wirtschaftsdebatte ihre Programme vor. Die Arbeitgeber zeigten sich skeptisch: Laut einer Umfrage des Verbands blicken 82 Prozent der befragten Führungskräfte pessimistisch auf die möglichen Auswirkungen der Wirtschaftspolitik des nächsten Staatsoberhaupts. Zu Gast ist Sarah Sauquet, Französisch- und Literaturlehrerin sowie Autorin des Buches Les 100 romans cultes à lire dans sa vie (100 Kultromane, die man gelesen haben muss, Glénat). Der kanadische Premierminister Mark Carney hat die Handelsgespräche mit Donald Trump abgebrochen. Als Reaktion auf die von den USA verhängten Zölle kündigte Kanada zusätzliche Abgaben auf mehrere US-Produkte an – das Duell der Woche von Valérie Brochard. Prinz Harry und Meghan Markle kehren nach Großbritannien zurück – das Comeback der Woche von Marjorie Adelson. Prinz Harry hatte 2020 seine königlichen Ämter niedergelegt und war in die USA gezogen. Diese Woche sind Harry und Meghan nach Großbritannien zurückgekehrt. In Heute war es besser wirft Marie Bonnisseau einen Blick in die Archive des französischen Fernsehens und erzählt von den Anfängen des vernetzten Zuhauses. Außerdem: Die Internationale Schlagzeile zu den verheerenden Überschwemmungen in Nepal und Tibet; die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche; sowie Theoretisch von Aurore Vincenti über Formulierungen wie „aller au docteur“. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 02.09.2026 arte
  • Folge 3904 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 03.09.2026 arte
  • Folge 3905 (46 Min.)
    Bücherherbst: Die erschütternde Geschichte vom Massaker an Straßenhunden in Konstantinopel Mit La méthode (Stock) legt David Djaïz, Absolvent der Elitehochschule ENA, ehemaliger Generalberichterstatter des Nationalen Rates für Wiederaufbau und Publizist, seinen ersten Roman vor. Darin schildert er das Schicksal des französischen Arztes Paul Remlinger, der 1910 als Direktor des Instituts für Tollwutbekämpfung in Konstantinopel nach den Prinzipien Louis Pasteurs arbeitete. Als der Leiter des städtischen Gesundheitsamts ihn beauftragt, eine Methode zur Ausrottung Tausender streunender Hunde zu entwickeln, stellt sich die Frage: War dieses Vorgehen ein Vorläufer der Grausamkeiten, die das 20. Jahrhundert – geprägt von zwei Völkermorden – später an Menschen verüben sollte? Djaïz wirft Licht auf ein weitgehend vergessenes Kapitel der Geschichte. Babyboomer-Erbe: stärker besteuern oder entlasten? Im Vorfeld des französischen Präsidentschaftswahlkampfs gewinnt das Thema Erbschaften wieder an politischer Brisanz: In den nächsten 15 Jahren werden schätzungsweise fast neun Billionen Euro an die nächste Generation übertragen. Während linke Kandidaten fordern, große Vermögen stärker zu besteuern, setzen sich rechte Politiker für Steuersenkungen ein. Erbschaften spielen eine immer größere Rolle für das Vermögen der Franzosen: Heute stammen bereits 60 Prozent des Privatvermögens aus geerbten Werten – in den 1970er Jahren lag dieser Anteil noch bei durchschnittlich 35 Prozent. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet über das neue NASA-Weltraumteleskop Roman, das helfen soll, das Rätsel der Dunklen Energie zu entschlüsseln. Théophile Cossa nimmt den italienischen Vorschlag unter die Lupe, Fußgänger zu bestrafen, die beim Überqueren der Straße auf ihr Smartphone starren – die sogenannten Smombies. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 04.09.2026 arte
  • Folge 3906 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 05.09.2026 arte
  • Folge 3907 (46 Min.)
    Sex, Religion und Piercings: Der Körper, dieses obskure Objekt der Begierde Nach „Vivre nu“ (Nackt leben) und „Ultra Violet“ (Ultraviolett) erscheint mit „Stigmates“ (Stigmata) der dritte autobiografische Essay der Philosophin Margaux Cassan. Darin betrachtet die Autorin die Verletzungen des Körpers aus der Perspektive des Heiligen. Mit 17 Jahren wird bei ihr ein Nierenstein diagnostiziert, den sie als Manifestation Gottes interpretiert. Angesichts der „Lücken“, die die Religion nicht zu füllen vermag, sieht sie in Piercings und Sex eine Antwort auf ihr Unwohlsein. Zwischen sinnlicher Selbstbeobachtung und Theologie hinterfragt das Buch die Rolle der Religion bei körperlichem Leid und beleuchtet den Begriff des Märtyrertums anhand christlicher Erzählungen und extremer zeitgenössischer Erfahrungen neu. De Gaulle im Kino: Sind wir süchtig nach dem „Retter in der Not“? Drei Monate nach dem Start des ersten Teils von „La Bataille de Gaulle“ läuft die zweiteilige Saga noch immer in den französischen Kinos. Das von Antonin Baudry inszenierte Diptychon hat insgesamt die Marke von 5 Millionen Besuchern überschritten. Hinter diesem Erfolg steckt zweifellos mehr als die viel gelobte Qualität der Inszenierung und das schauspielerische Können der Darsteller. Die Figur de Gaulles nimmt im Herzen der Franzosen einen besonderen Platz ein: Er ist der Mann, der sich gegen die Besatzung auflehnte. In Frankreich kehrt bei jeder Präsidentschaftswahl die Suche nach dem „Retter in der Not“ zurück. Außerdem: Xavier Mauduit befasst sich mit der Darstellung von Frauen auf dem Teppich von Bayeux, der als Leihgabe im British Museum ausgestellt ist. Théophile Cossa stellt die engagierte Kampagne eines schwedischen Immobilienentwicklers vor, der mit „Mikrohäusern“ auf die geringe Kaufkraft junger Menschen auf dem Immobilienmarkt aufmerksam macht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 07.09.2026 arte
  • Folge 3908 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 08.09.2026 arte
  • Folge 3909 (46 Min.)
    Hilfen für Landwirte: Woher soll die Milliarde kommen? Nach einem Sommer, der von aufeinanderfolgenden Hitzewellen geprägt war, hat die französische Landwirtschaftsministerin Annie Genevard einen Plan zur Unterstützung der Landwirtschaft angekündigt. Eine Milliarde Euro soll bereitgestellt werden, während Premierminister Sébastien Lecornu gleichzeitig „neue Einsparungen“ ankündigt. Drohnen in Deutschland, Russland unter Verdacht: Ein Test für die EU? Anfang August wurde auf dem Flughafengelände von Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne gefunden. Zum ersten Mal beschuldigt Deutschland Russland direkt, einen Terrorakt auf deutschem Territorium geplant zu haben. Diese von der Europäischen Union unterstützte Erklärung lässt eine Eskalation mit Moskau befürchten. Zu Gast ist Catel, Zeichnerin und Autorin des Comics Le roman des Goscinny. Un Gaulois immortel (Der Roman der Goscinnys. Ein unsterblicher Gallier, Grasset). Darin zeichnet sie die Karriere des Comicautors René Goscinny nach und schildert die bewegende Beziehung eines Vaters zu seiner einzigen Tochter Anne. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl bekräftigt Marine Le Pen erneut ihren Willen, das Tragen des Kopftuchs im öffentlichen Raum zu verbieten. Während die politische Klasse empört reagiert, zeigt Jordan Bardella offen seine Ablehnung gegenüber der Kandidatin seiner eigenen Partei – das Duell der Woche von Valérie Brochard. 1.000 Jahre nach seiner Überführung in die Kathedrale von Bayeux in der Normandie kehrt der Teppich von Bayeux für eine elfmonatige Leihgabe ins British Museum nach Großbritannien zurück – das Comeback der Woche von Marjorie Adelson. In Heute war es besser wirft Marie Bonnisseau einen Blick in die Archive des französischen Fernsehens und erzählt von der Überquerung des Ärmelkanals durch 76 Ultraleichtflugzeuge im Jahr 1982. Außerdem: Die Internationale Schlagzeile zur Rede von Xi Jinping über Einmischungen im Nahen Osten, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie Theoretisch von Aurore Vincenti über die Rolle von Fett in unserer Ernährung. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 09.09.2026 arte
  • Folge 3910 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 10.09.2026 arte
  • Folge 3911 (46 Min.)
    Die bewegende Geschichte einer zwangssterilisierten Amerikanerin Mit „Mon corps donné pour vous“ (Noir sur Blanc) legt der Autor, Publizist und Philosophieprofessor Marouane Essadek seinen ersten Roman vor. Er erzählt die Geschichte von Carrie Buck, die im Alter von drei Jahren von ihrer Mutter getrennt, von ihrer Pflegefamilie, den Dobbs, ausgebeutet und misshandelt wurde. Nach einer Vergewaltigung wurde sie verstoßen und in die „Kolonie“ eingewiesen – eine Einrichtung, die sich damit brüstete, Menschen, die als „geistesschwach“ galten, zu verwahren und zu kontrollieren. Basierend auf realen Ereignissen beleuchtet Essadek in diesem fiktionalisierten Werk die Auswüchse eugenischen Gedankenguts in den von Rassentrennung geprägten US-Bundesstaaten des frühen 20. Jahrhunderts. AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: Ein historischer Wendepunkt für Deutschland? Erstmals seit 1945 gewinnt die extreme Rechte eine Landtagswahl: Die AfD unter ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund wurde in Sachsen-Anhalt mit rund 44 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Dieser Erfolg ist beispiellos in der Nachkriegsgeschichte und speist sich aus einer Mischung aus Nostalgie für die sowjetisch geprägte Vergangenheit der Region, dem Erstarken neonazistischer Strömungen und einem gezielt in sozialen Netzwerken geführten Wahlkampf. Die Frage stellt sich: Kann dieser Sieg in einem der 16 Bundesländer der AfD den Weg ebnen, um die deutsche Bundespolitik nachhaltig zu beeinflussen? Außerdem: Während die UNO eine Resolution zur Förderung einer gerechteren kartografischen Darstellung der Welt verabschiedet hat, blickt Xavier Mauduit auf die Geschichte des flämischen Kartografen Mercator zurück, der im 16. Jahrhundert die uns bekannte Weltkarte entwarf. Théophile Cossa gibt einen Überblick über die „Ig-Nobelpreise 2026“, parodistische Auszeichnungen für die absurdesten wissenschaftlichen Studien. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 11.09.2026 arte
  • Folge 3912 (46 Min.)
    PISA: Lesenlernen schon im Kindergarten – der Schlüssel zum Schulerfolg? Die Ergebnisse der internationalen PISA-Studie zeigen einen Rückgang des Leistungsniveaus französischer Schüler, insbesondere beim Leseverständnis. Die Werte sind die niedrigsten seit Einführung der Erhebung im Jahr 2000. Beim Lesen erreichen nur 67 % der 15-jährigen Schüler das „Mindestkompetenzniveau“. Diese Ergebnisse sind jedoch zu relativieren: Die Studie erfasst nicht den gesamten schulischen Lernstoff, sondern konzentriert sich ausschließlich auf Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Zudem zeichnet sich Frankreich durch erhebliche Unterschiede zwischen Schülern aus begünstigten und benachteiligten Verhältnissen aus. Angesichts dieser Schwierigkeiten schlägt die Pädagogin Céline Alvarez eine Methode vor, mit der Kinder bereits im Kindergarten lesen lernen können. Grönland: Kann die Europäische Union Donald Trump zum Einlenken bringen? Bei ihrem Besuch in Grönland erinnerte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an die Grundsätze territorialer Integrität und Souveränität. Das von den Vereinigten Staaten begehrte Gebiet ist wirtschaftlich und geopolitisch von strategischer Bedeutung, zugleich Schauplatz einer großen NATO-Militärübung und Gegenstand eines neuen EU-Investitionsplans. Können diese Maßnahmen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump davon abhalten, das unter dänischer Hoheit stehende Gebiet zu annektieren? Außerdem: Während sich der Geschäftsmann Olivier Bouygues wegen illegaler Jagd und Vernichtung geschützter Tierarten vor Gericht verantworten muss, befasst sich Xavier Mauduit mit der Geschichte der Jagd in Frankreich. Théophile Cossa berichtet über das riesige, kostenlose Karaoke-Event, das die Stadt Paris vor dem ersten Konzert der Sängerin Céline Dion organisiert hat. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 12.09.2026 arte
  • Folge 3913 (46 Min.)
    La vie d’une femme: Die täglichen Kämpfe einer Chirurgin Der Film La vie d’une femme von Charline Bourgeois-Tacquet kommt diesen Mittwoch in die Kinos. Der Spielfilm begleitet Gabrielle, eine dynamische Frau in den Fünfzigern, die zwischen der von ihr geleiteten chirurgischen Abteilung und ihren Angehörigen hin- und hergerissen ist. Ihr Leben scheint wie am Schnürchen zu laufen, bis die Schriftstellerin Frida für einige Wochen in ihre Abteilung kommt und ihren Alltag auf den Kopf stellt. Dieses Porträt einer erfolgreichen und selbstbewussten Frau ist vom Berufsleben von Chloé Bertolus inspiriert. Die auf die Rekonstruktion entstellter Gesichter spezialisierte Chirurgin operierte unter anderem den Journalisten Philippe Lançon, der bei dem Anschlag auf Charlie Hebdo verletzt wurde. Boom der Rechenzentren: Strategische Chance oder ökologischer Irrsinn? In Frankreich nimmt die Zahl der Rechenzentrumsprojekte zu. Während die USA mit fast 3.000 Rechenzentren die Hälfte des weltweit in Betrieb befindlichen Bestands stellen, will Frankreich den Ausbau dieser Infrastruktur beschleunigen. Ziel ist es, digitale Souveränität zu erlangen und den durch den Boom der künstlichen Intelligenz stetig wachsenden Bedarf an Datenspeicherung zu decken. Dennoch stehen Rechenzentren in der Kritik: Neben den damit verbundenen optischen und akustischen Beeinträchtigungen stellen diese energie- und wasserintensiven Anlagen ein Umweltproblem dar. Nach der Bekanntgabe des Todes von Yves Brunier, dem Mitbegründer und Darsteller der Figur Casimir, blickt Xavier Mauduit auf die Geschichte des berühmten orangefarbenen Dinosauriers aus der französischen Kindersendung L’île aux enfants zurück. Théophile Cossa befasst sich mit dem ersten Einsatz eines ökologischen Sargs aus Pilzen in Australien. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 14.09.2026 arte
  • Folge 3914 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 15.09.2026 arte
  • Folge 3915 (46 Min.)
    Donald Trump und die Midterms: Ein Pakt der Wählerkorruption? Vor den anstehenden Zwischenwahlen steht Donald Trump unter Druck: Laut einer aktuellen Umfrage lehnen 71 Prozent der US-Bürger seine Politik zur Bewältigung der Inflation ab. Als Reaktion kündigte er an, im Falle eines Siegs der Republikaner jedem erwachsenen Amerikaner einen Scheck über 5.000 Dollar auszuzahlen. Rassistisches Video aus Carcassonne: Spiegelbild eines enthemmten Frankreichs? Ein von „Midi Libre“ veröffentlichtes Video zeigt vier Kommunalpolizisten, die sich in rassistischen, frauenfeindlichen, transphoben, regierungskritischen, islamfeindlichen und verschwörungsideologischen Hassreden ergehen. Aufgrund der extremistischen und gewaltverherrlichenden Inhalte wurden die Polizisten vorläufig vom Dienst suspendiert. Zu Gast ist Florence Dupré La Tour, Zeichnerin und Autorin von „Calvitie“ (Glatze, Glénat). In ihrem Werk erzählt sie mit humorvollem Blick die Geschichte eines Mannes, der davon träumt, ein großer Verführer zu sein – bis er mit Haarausfall konfrontiert wird. Édouard Philippe wirbt für eine Bündelung der Kräfte von Mitte und Rechten im Hinblick auf die Parlamentswahlen 2027. Doch Gabriel Attal, der ebenfalls Ambitionen auf die Führung dieser Allianz hegt, kontert: „Zuerst muss man die Präsidentschaftswahl gewinnen.“ Das Duell der Woche von Valérie Brochard. Diese Woche gedachte China des 50. Todestags von Mao Zedong, dem Revolutionär und ersten Führer der kommunistischen Volksrepublik. Trotz der Millionen Opfer seiner Politik genießt er weiterhin große Popularität – besonders bei der jungen Generation. Das Comeback der Woche von Marjorie Adelson. Außerdem: Die Internationale Schlagzeile zu Benjamin Netanjahus zögerlicher Haltung am 7. Oktober 2023, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche, sowie David Castello-Lopes’ Welt der Dinge über Luftschiffe. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 16.09.2026 arte
  • Folge 3916 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 17.09.2026 arte
  • Folge 3917 (46 Min.)
    (1) Menschenrechte: Ein Auslaufmodell? François Zimeray legt mit „Un innocent en prison. Réflexions sur l’avenir des droits de l’homme“ (Gallimard) ein Buch vor, das aufrüttelt. Der Anwalt, der unter anderem Paul Watson und Ghislaine Maxwell – die ehemalige Partnerin Jeffrey Epsteins – vertreten hat, setzt sich seit Jahren für Menschenrechte ein. Anlass für diese Abhandlung war eine Überlegung einer Studentin der Pariser Elitehochschule Sciences Po: „In manchen Fällen würde ich es vorziehen, wenn ein Unschuldiger im Gefängnis sitzt.“ Sind große humanistische Rechtsgrundsätze wie die Unschuldsvermutung bedroht? (2) KI: Eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit? Drei Schlüsselfiguren der US-Techbranche schlagen Alarm: Dario Amodei, Elon Musk und Sam Altman fordern, die Entwicklung von KI zu bremsen und strengere Kontrollen einzuführen. Ihre Sorge: Eine unkontrollierte KI könnte das gesamte Internet übernehmen. Noch drastischer äußerte sich Jacob Coxon, ein ehemaliger Mitarbeiter des KI-Unternehmens Anthropic, der vergangene Woche warnte, KI könne „uns alle bis zum Ende des Jahrzehnts auslöschen“. Die plötzliche Einigkeit dieser Stimmen aus der Tech-Elite wirft eine Frage auf: Lässt sich der Fortschritt der KI noch steuern? Außerdem: Xavier Mauduit widmet sich dem russischen Nationalhelden Dimitri Donskoi aus dem 14. Jahrhundert – eine Figur, die Wladimir Putin gezielt instrumentalisiert, um seine Truppen im Donbass zu motivieren. Théophile Cossa berichtet über Spaniens neue Strategie gegen Hundekot auf Gehwegen: DNA-Tests sollen die Besitzer zur Verantwortung ziehen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 18.09.2026 arte
  • Folge 3918 (46 Min.)
    Saudi-Arabien im Würgegriff: Droht ein globaler Ölschock? Seit die Straße von Hormus im Februar blockiert wurde, weichen mehr als 12 Prozent des weltweiten Öltransports auf die Meerenge von Bab al-Mandab aus – die südwestliche Passage der Arabischen Halbinsel. Doch am 11. September verschärfte sich die Lage dramatisch: Die Huthi-Rebellen übernahmen die Kontrolle über die Meerenge und schnitten damit die gesamte Region ab. Der Ölpreis, der sich bereits seit Mai über der 100-Dollar-Marke bewegt, könnte laut Prognosen auf 120 bis 150 Dollar pro Barrel steigen. Über die geopolitischen und wirtschaftlichen Folgen spricht der Historiker Thomas Gomart, Direktor des französischen Instituts für Internationale Beziehungen (IFRI). 30 Milliarden Euro gesucht: Müssen Rentner zur Kasse gebeten werden? Die Regierung plant, im nächsten Haushalt sechs Milliarden Euro bei den Renten einzusparen. Finanzminister David Amiel prüft zwei Optionen: Entweder die für 2027 geplante Steuerermäßigung von zehn Prozent für Rentner zu streichen – oder die inflationsbedingte Rentenanpassung auszusetzen. Doch wie will die Regierung das politisch brisante Thema angehen, während der Präsidentschaftswahlkampf 2027 näher rückt? Außerdem: Xavier Mauduit beleuchtet die Geschichte des Vereinigung des britischen Königreichs – ein Bündnis, das heute von schottischen, walisischen und nordirischen Politikern infrage gestellt wird, die ihr Recht auf „Selbstbestimmung“ einfordern. Théophile Cossa begleitet eine Gruppe von Freunden aus Toulouse bei ihrem waghalsigen Vorhaben: Mit einem selbstgebauten Drakkar wollen sie – wie die Wikinger vor tausend Jahren – den Atlantik überqueren. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 19.09.2026 arte
  • Folge 3919 (46 Min.)
    Bücherherbst: Ananda Devis mauritisches Hundert Jahre Einsamkeit? Vierzig Jahre nachdem Ananda Devi diese Geschichte erstmals erdacht hatte, veröffentlicht sie nun Chronique d’un royaume perdu (Chronik eines verlorenen Königreichs, Grasset). In Le Bouchon, einem kleinen, abgeschiedenen Dorf auf Mauritius, folgen seit der Zeit der Sklaverei vier Generationen aufeinander. Inspiriert von ihren Aufenthalten auf der Insel entwirft die Autorin darin eine Alternativgeschichte, in der sich Fiktion und Geschichte vermischen. Le Bouchon bildet dieses „verlorene Königreich“, in dem fünf Kinder leben: Halbbrüder und Halbschwestern aus zwei Linien, einer weißen, wohlhabenden und einer schwarzen, armen Familie. Als gemeinsamer Vater dieser fünf Kinder gilt ein ehemaliger Sklave mit dem Spitznamen „Vieux Bouc“ („Alter Bock“). Russische Bedrohung: Braucht Frankreich wieder eine Wehrpflicht? Emmanuel Macron traf die ersten Freiwilligen des neuen nationalen Dienstes, der als Antwort auf neue sicherheitspolitische Bedrohungen präsentiert wird, insbesondere auf die Bedrohung durch Russland. Die 18- bis 25-Jährigen verpflichten sich für zehn Monate. Ab November sollen es 3.000 Freiwillige sein, bis 2030 lautet das Ziel 10.000. Der Staatschef will damit die Verbindung zwischen Nation und Armee stärken. Gemessen an der Truppenstärke verfügt Frankreich über die zweitgrößte Armee Europas – hinter Polen und vor Deutschland. Mehrere europäische Länder haben sich bereits dafür entschieden, wieder eine Form des Wehrdienstes einzuführen. In Deutschland soll 2027 über die Rückkehr zur Wehrpflicht entschieden werden. Außerdem: Xavier Mauduit nimmt uns mit nach Japan, wo die Zahl der Hundertjährigen inzwischen die Marke von 100.000 überschritten hat – ein Rekord, der die rasante Alterung der Bevölkerung verdeutlicht. Kennen Sie Merlin, das „Shazam für Vögel“? Théophile Cossa stellt diese App vor, mit der sich mehr als 2.000 Vogelarten bestimmen lassen, indem man ihren Gesang aufnimmt oder ein Foto macht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 21.09.2026 arte
  • Folge 3920 (46 Min.)
    Mon frère – das (etwas andere) Leben eines hochbegabten Gehörlosen auf der Bühne Ab dem 18. September ist das Stück Mon frère (Mein Bruder) von François und Christian Gremaud im Théâtre du Rond-Point in Paris zu sehen. François und sein von Geburt an gehörloser Bruder Christian schildern darin den Alltag eines Menschen ohne Gehör. Die damit verbundenen Schwierigkeiten und Diskriminierungen werden durch Christians humorvolle Darbietung in Gebärdensprache thematisiert, während François am Rand der Bühne die Gebärden in gesprochene Sprache übersetzt. Die beiden Brüder laden das Publikum ein, eine auf Geräusche ausgerichtete Welt zu hinterfragen und sich von der Perspektive der Hörenden zu lösen. Europa und Kanada: Eine neue transatlantische Allianz gegen Trump und Putin? EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen brachte in Anwesenheit des kanadischen Premierministers Mark Carney den Vorschlag ins Spiel, Kanada zum ersten „assoziierten Mitglied“ der Europäischen Union zu machen. Seit 2016 ist der Handel zwischen der EU und Kanada um 80 % gestiegen, und Carney bezeichnet sein Land selbst als „das europäischste aller nicht europäischen Länder“. Zudem strebt Kanada eine „einzigartige Wirtschafts- und Sicherheitsallianz“ mit Europa an. US-Präsident Donald Trump reagierte auf die Ankündigung mit der Drohung, neue Zölle zu erheben oder den gesamten Handel mit Europa einzustellen. Außerdem: Wir reisen mit Xavier Mauduit nach Usbekistan, wo die 46. Schacholympiade mit 398 teilnehmenden Mannschaften eröffnet wird – Anlass, einen Blick auf die Geschichte dieses Sports zu werfen. Théophile Cossa blickt hinter die Kulissen der außergewöhnlichen Vorbereitungen für den Besuch von Papst Leo XIV. in Frankreich, der für das kommende Wochenende geplant ist und voraussichtlich fast 700.000 Gläubige anziehen wird. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 22.09.2026 arte

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