Deutsche Erstausstrahlung: 10.08.2000 Das Erste

    Mit dem Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion begann 1941 der grausamste Krieg der Geschichte: 30 Millionen Tote, unermessliches Leid, ein nie dagewesenes Ausmaß an Gräueltaten und sinnloser Zerstörung. Der Krieg zwischen Nazideutschland und der Sowjetunion war mehr als nur ein Teil des Zweiten Weltkriegs. Hier zeigte der Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg sein wahres Gesicht. An der Ostfront wurde der Krieg insgesamt entschieden – mit einschneidenden Folgen für die politische Landkarte Europas. Laurence Rees, vielfach preisgekrönter Fernseh-Historiker der BBC und sein international zusammengesetztes Team haben drei Jahre lang an der vierteiligen Dokumentation gearbeitet. (Text: SFB)

    Hitlers Krieg im Osten – Kauftipps

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    4-tlg. dt.-brit. Reihe über Adolf Hitler von Laurence Rees.

    Die Reihe behandelt den Überfall der deutschen Wehrmacht 1941 auf die Sowjetunion und seine Hintergründe. Chronologisch erzählt Rees die Geschichte vom Hitler-Stalin-Pakt über die ersten deutschen Blitzkrieg-Erfolge und Stalingrad bis zur sowjetischen Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau.

    Rees war Leiter der BBC-Fernsehredaktion für Zeitgeschichte, also der Guido Knopp der BBC. Seine Dokumentation, die in Koproduktion mit dem NDR entstand, bediente sich der gleichen umstrittenen filmischen Mittel wie der ZDF-Mann. Im bekannten Stil wurden die Aussagen von Zeitzeugen abgefilmt und mit Originalfilmdokumenten illustriert. Kritiker warfen der Reihe vor, zu banalisieren, zu personalisieren und unzulässig zu spekulieren. Deutsche Verbrechen würden mit denen der Sowjets verrechnet.

    Immerhin hatte nun endlich die ARD eine Reihe, die mit dem Quoten versprechenden Namen begann. Die dreiviertelstündigen Folgen liefen donnerstags um 21.45 Uhr.