Folge 5

  • 5. Vom Mölltal ins Maltatal

    Folge 5 (45 Min.)
    Das Mölltal und das Maltatal: zwei Täler – verbunden durch eindrucksvolle Bergwelten und die Gastfreundschaft der Menschen. Sie sind stolz auf das, was sie haben – ein Stück pures Kärnten. Vom Großglockner bis zur höchsten Staumauer Österreichs – im Nationalpark Hohe Tauern liegen Orte der Superlative. Doch im Mölltal und Maltatal warten auch abseits der großen Kulisse viele Orte darauf, entdeckt, und viele Geschichten darauf, erzählt zu werden. Ein Postkartenmotiv in seiner reinsten Form – das ist Heiligenblut am Großglockner. Dort nimmt das Kärntner Mölltal seinen Anfang. Es ist ein Land der Biodiversität, das beweist die Bäuerin Angelina Pucher vom Sturm-Archehof. Sie kümmert sich um den Erhalt alter Nutztierrassen wie den Tauernscheckenziegen. Im Goldgräberdorf von Heiligenblut lässt sich der Goldwäscher Hans-Jörg Lackner bei seiner meditativen Suche nach Tauerngold über die Schulter blicken. Ein imposantes wie beklemmendes Naturjuwel ist die Raggaschlucht bei Flattach. Berg- und Wanderführerin Gabriele Broschek-Noisternig macht jeden Morgen einen Kontrollgang durch die Schlucht, bevor sie das Kassenhäuschen für Besucherinnen und Besucher öffnet. In Reißeck taucht Regisseur Fritz Aigner ein in die Welt der Bergbauern. Hans Platzer serviert seinen Gästen auf der Hattelberger Alm deftige Kost: Frigga, eine traditionelle Eierspeise der Holzknechte, bei der mit Käse nicht gespart wird. Authentisch. Legendär. Einer der beliebtesten und bekanntesten Kraftorte Kärntens ist der Danielsberg, ein markant aufragender Hügel inmitten des Mölltals. Der Geistliche Martin Edlinger ist dort
    aufgewachsen. Er verweist auf die historischen Funde, die den Danielsberg als Heiligtum in allen Zeiten ausweisen. Sein persönliches Heiligtum ist für den Fassbindermeister Ferdinand Mörtl ohne jeden Zweifel seine Werkstatt in Lurnfeld. Jahrzehntelang hat er das Erbe von Großvater und Vater fortgeführt, heute ist er selbst in Pension. Doch die Maschinen und Werkzeuge in seinem Reich sind für ihn längst noch nicht museumsreif. Auf dem Feldsberg, wo einst Kaiser Friedrich III. den Frieden von Pusarnitz verhandelt hatte, der zur Einheit Kärntens geführt hat, stimmt die Sängerrunde Lurnfeld rund um Obfrau Gerhild Kleinfercher ein Kärntnerlied an. Das gehört dort einfach dazu. In Gmünd beginnt das Maltatal. Die mittelalterliche Kleinstadt hat sich zur Künstlerstadt entwickelt, das zeigen die einladenden Ateliers, die dort Artists in Residence geboten werden, und die alljährliche Schau im Kunsthaus Gmünd unter Kuratorin Julia Schuster. Auf die Esel gekommen ist Wolfgang Gollenz. Mit dem Eselpark betreibt er eins der beliebtesten Familienausflugsziele des Maltatals. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Zucht amerikanischer Miniaturesel – wie „Razzle Dazzle“, dem prächtigen Minizuchthengst. Vom Fallbach-Wasserfall, dem höchsten Wasserfall Kärntens, führt der Film schließlich zur Kölnbreinsperre, Österreichs höchster Staumauer im Hochgebirge am Talschluss des Maltatals. Sperrwärter Thomas Jahn macht sich mit seinem Kollegen auf den täglichen Gang durch die Innenwelt des massiven Betonbaus, bei dem die beiden die Bewegung der Mauer messen, die aufgrund der Wassermassen, die im Zuge der Aufstauung auf das imposante Bauwerk einwirken, unausweichlich ist. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 30.08.2026 3sat

Cast & Crew

Sendetermine

So. 30.08.2026
19:30–20:15
19:30–
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