Kann Glaube die Welt verändern und zu einem besseren Ort machen? Diese Folge von „Warum wir glauben“ erzählt von Menschen, für die Glaube nicht nur Trost ist, sondern auch ein Auftrag: zu helfen, zu handeln, sich einzumischen. In einem Kloster in der Bretagne lebt Schwester Laure in Stille, Gebet und Dienst an Alten und Kranken. Für sie bedeutet Glauben, aus sich selbst herauszutreten. Im Mittelmeer rettet Isabell Nohr mit der Organisation Sea-Watch Menschenleben – ohne an Gott zu glauben, aber mit einem tiefen Glauben an Gemeinschaft und Verantwortung. In New Orleans wird Gospel zur Kraftquelle einer Community, die im Glauben Schutz und Zusammenhalt gefunden hat. In Mexiko sprechen die Wixárika mit Erde, Feuer,
Meer und Pflanzen – für sie ist Natur keine Ressource, sondern Familie.
Und in Dubai sieht ein muslimischer Astrophysiker Gott in den einfachen Gesetzen des Universums, die so viel Schönheit möglich machen. Zwischen Kloster und Rettungsschiff, Bibel und Menschenrechten, Wissenschaft und Naturreligion fragt der Film, was Glauben heute bewirken kann. Er zeigt seine Ambivalenz: Religion kann trösten, verbinden und mobilisieren – aber auch instrumentalisiert werden. Am Ende steht eine große, sehr gegenwärtige Frage: Reicht Vernunft allein, um die Welt zu retten? Oder brauchen Menschen etwas, das sie über sich selbst hinausführt, etwas, das sie handeln lässt für eine bessere Welt? (Text: arte)
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