4. Indiens Eis-Stupas(Ladakh, nord de l’inde, les “cathedrales de glaces”)
Folge 4 (26 Min.)
Wasserknappheit wird zu einer der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts – doch in einigen der trockensten Regionen der Welt entstehen innovative Lösungen, die Hoffnung machen. Die Dokumentationsreihe beleuchtet inspirierende Initiativen auf der ganzen Welt, in denen jahrhundertealte Traditionen, lokale Innovationen und gemeinschaftliches Engagement neue Wege für die Zukunft aufzeigen. Eine dieser Ideen stammt aus Ladakh, einer Hochgebirgsregion im indischen Himalaja, in der das Überleben von jedem Tropfen abhängt. Ladakh liegt auf über 3.500 Meter Höhe und zählt zu den trockensten Gebieten der Erde.
Die Menschen hier sind auf Gletscherschmelzwasser angewiesen, um ihre Felder zu bewässern. Doch der Klimawandel lässt die natürlichen Wasserreserven schwinden – einige Bewohner haben ihre Dörfer bereits verlassen. Der Ingenieur Sonam Wangchuk hat eine ebenso
einfache wie wirkungsvolle Lösung gefunden: künstliche Gletscher. In ihrer Form ähneln sie den turm- oder kuppelförmigen buddhistischen Heiligtümern, den Stupas, und werden deshalb auch Eis-Stupas genannt. Diese spektakulären gefrorenen Wasserspeicher entstehen im Winter: Wasser wird durch Rohre in schattige Täler geleitet, wo es bei eisigen Temperaturen zu riesigen Eiskegeln gefriert.
Die Kegelform sorgt dafür, dass die Stupas im Frühjahr langsam schmelzen und das Wasser genau dann freigeben, wenn die Pflanzen es am dringendsten brauchen. Einige dieser Eis-Stupas werden mehrere Dutzend Meter hoch und speichern Millionen Liter Wasser. Für Familien wie die von Kunzang sind die Stupas mehr als nur eine technische Meisterleistung – sie sind Hoffnungsträger. Jeden Winter helfen sie beim Bau der Eis-Stupas, um ihr Dorf und ihre traditionelle Lebensweise zu erhalten. (Text: arte)