Vom Bauen in den Bergen Folge 4: Neue alpine Architektur in Österreich
Folge 4
4. Neue alpine Architektur in Österreich
Folge 4 (26 Min.)
Im Skisport- und Bergwanderland Österreich sind es vor allem touristische Bauten, die sich durch außergewöhnliche Gestaltung und oft neuartige Materialien auszeichnen. Dabei ist die Erschließung der hochalpinen Bergwelt ein ganz wichtiges, wenn auch nicht unumstrittenes Thema. Wie bringe ich möglichst viele Menschen auf ökologisch und baulich möglichst verträgliche Weise auch in hochgelegene Skigebiete? Architekten wie Carlo Baumschlager (Wildspitzbahn, Tirol) oder Johann Obermoser, der die futuristisch wirkende Gaislachkoglbahn und das dazugehörige Bergrestaurant „Ice Q“ gebaut hat, haben sich mit diesen Fragestellungen konstruktiv auseinandergesetzt. Solange der Wintersport in den Alpenregionen noch eine so große Rolle spielt, wird man auch über Formen der baulichen Infrastruktur nachdenken müssen. Dabei gewinnt die
Gestaltungsqualität immer mehr an Bedeutung, denn moderne Architektur wird zunehmend zum Touristenmagnet und damit zum Wirtschaftsfaktor. Am deutlichsten zeigt sich das an den beiden spektakulären Landmarken, die sich Innsbruck geleistet hat: Die Stadt beauftragte die Star-Architektin Zaha Hadid mit dem Bau einer neuen Sprungschanze und einer Bergbahn, der Hungerburgbahn. Beide Bauten zeichnen sich durch eine radikal innovative Ästhetik aus. Die prägnante Bergiselschanze ist inzwischen dabei, dem Goldenen Dachl als Wahrzeichen Innsbrucks den Rang abzulaufen. Doch es bedarf nicht immer internationaler Stars, um hochwertige Architektur zu schaffen. Vor allem in Vorarlberg haben einheimische Baumeister wie Hermann Kaufmann oder die Brüder Stefan und Bernhard Marte das Bauen in den Bergen signifikant weiterentwickelt. (Text: arte)