Tschernobyl – Der Insiderbericht Folge 2: Strahlung
Folge 2
2. Strahlung
Folge 2 (51 Min.)
Liquidatoren in Tschernobyl entfernen radioaktive Trümmer vom Dach, die durch die Explosion von Reaktor 4 herausgeschleudert wurden. Sie bezeichneten sich selbst als „Bio-Roboter“, da sie dort einsprangen, wo ferngesteuerte Roboter versagt hatten.
Bild: Igor Kobrin's Chernobyl Archive
Zwei Wochen nach der Explosion in Tschernobyl versuchen die sowjetischen Behörden verzweifelt, zu verhindern, dass der geschmolzene Kern des Reaktors das Grundwasser vergiftet. Sie beseitigen den tödlichen radioaktiven Niederschlag in einer 30 Kilometer breiten Sperrzone. Im Laufe des Sommers 1986 folgen Hunderttausende Wehrpflichtige und Freiwillige dem Aufruf der Regierung, sich der tödlichen Strahlung zu stellen und einen riesigen Betonsarkophag um den zerstörten Reaktor zu bauen. Der Ingenieur Nikolai Steinberg wird damit beauftragt, die Arbeit am Sarkophag zu leiten. Damit die Strahlendosis vor Ort nicht unmittelbar tödlich ist, müssen dafür
erst Teile des explodierten Reaktors entsorgt werden.
Roboter, unter anderem aus Deutschland und aus dem sowjetischen Raumfahrtprogramm, werden durch die Radioaktivität unbrauchbar. Steinberg findet keinen anderen Ausweg, als Menschen einzusetzen. Unterdessen versammeln sich bei der IAEA in Wien nach monatelangen Spekulationen die Nuklearexperten der Welt, um den sowjetischen Bericht über die Ursachen der Katastrophe zu hören. Enthüllt Staatschef Michail Gorbatschows Versprechen der Glasnost endlich auch die Wahrheit zu Tschernobyl? Oder könnte dies eine der größten Vertuschungsaktionen der Sowjets sein? (Text: arte)
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