Paraguays unbekannte Schätze Folge 1: Im Herzen des Gran Chaco
Folge 1
1. Im Herzen des Gran Chaco
Folge 1 (43 Min.)
Ein Südlicher Tamandua (oben) und ein Großer Ameisenbär (Yurumi, unten) – beide streng geschützt und nur selten gemeinsam zu beobachten.
Bild: ZDF / Ilona Grundmann Filmproduction
Der Gran Chaco zählt zu den wildesten und ursprünglichsten Regionen Südamerikas – extrem im Klima, faszinierend in seiner Vielfalt. Eine Landschaft der Gegensätze: Dornwälder und flirrende Hitze prägen das Bild. Doch plötzlich öffnet sich ein verborgenes Paradies: Wenn sich die seltenen Salzlagunen mit Wasser füllen, bieten sie unzähligen Vögeln und Wildtieren einen lebenswichtigen Rückzugsort. Eindrucksvolle Naturaufnahmen und seltene Tierbeobachtungen gewähren Einblicke in ein verborgenes Ökosystem – etwa ein frisch geborenes Ameisenbärenjunges, eine seltene Boa in ihrer natürlichen Umgebung oder der nahezu unbekannte Burmeister-Gürtelmull, ein Tier, das Menschen kaum je zu Gesicht
bekommen.
Begleitet werden auch Wissenschaftlerinnen wie Dr. Rafaela Laino, die sich für den Schutz sensibler Ökosysteme einsetzen. Ihr Ziel: die Rinderzucht und den Erhalt der Biodiversität miteinander zu vereinbaren. Gleichzeitig zeigt die Dokumentation ein außergewöhnliches kulturelles Miteinander: Indigene Gemeinschaften, paraguayische Viehzüchter und mennonitische Siedler leben seit fast 100 Jahren nebeneinander – drei Lebensweisen, die voneinander profitieren. Einige indigene Gruppen, einst Jäger und Sammler, betreiben heute Rinderzucht – ein Schritt hin zu wirtschaftlicher Eigenständigkeit. Der Gran Chaco ist eine verborgene Welt – voll rauer Schönheit, seltener Tiere und stiller, aber tiefgreifender Veränderungen. (Text: arte)
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