Nachdem RTL 2022 Barbara Salesch zurück ins Fernsehen brachte und die Gerichtsshow überraschend auf Anhieb zum Erfolg wurde, testete der Sender im vergangenen Jahr die Primetime-Tauglichkeit der inzwischen 76-jährigen Richterin. Und siehe da: Das Special „Barbara Salesch – Der größte Prozess ihres Lebens: Die Tote im Rhein“ erreichte am 10. Juni 2025 2,15 Millionen Zuschauer sowie einen Marktanteil von 11,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Beflügelt von diesem Erfolg darf Barbara Salesch in Kürze zum zweiten Mal einen Ausflug ins RTL-Abendprogramm machen.
Am Mittwoch, den 23. September, ist um 20:15 Uhr die zweistündige Sonderfolge „Barbara Salesch – Freier Fall in den Tod“ zu sehen. Im Gegensatz zu den regulären Folgen von „Barbara Salesch – Das Strafgericht“ am Nachmittag ist der Primetime-Einsatz aufwendiger produziert und könnte den Eindruck einer True-Crime-Doku erwecken. Doch wie schon der erste Primetime-Fall ist auch dieser Fall rein fiktiv.
Erhalte News zu Barbara Salesch – Das Strafgericht direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung.Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Es geht um den mysteriösen Tod einer jungen Frau, die aus dem Fenster eines Büros im vierten Stock stürzte. Die erst 25-jährige Luana Cortes starb vor den Augen der Gäste eines Cafés. Unter Verdacht gerät ein einflussreiches Unternehmer-Paar, das sich vor Gericht verantworten muss. Die Anklage lautet Totschlag. Für zusätzliche Brisanz sorgt ein heimlich aufgenommenes Handyvideo der Verstorbenen, das nur wenige Minuten vor ihrem Tod endet. Richterin Barbara Salesch steht damit vor einer entscheidenden Frage: Verbergen die Angeklagten hinter ihrer makellosen Fassade gefährliche sexuelle Abgründe? Oder begegnete Luana unmittelbar vor ihrem Tod einem anderen Menschen, der die Situation zu seinem tödlichen Vorteil nutzte?
Seit dem Comeback im Jahr 2022 wurden inzwischen 483 reguläre Folgen von „Barbara Salesch – Das Strafgericht“ ausgestrahlt. Im Frühjahr sorgte allerdings die Meldung für Aufsehen, dass die Produktion weiterer Folgen gestoppt wurde. Hintergrund für die Entscheidung soll der anhaltende Spardruck im Produktionsgeschäft sein. Bis die Zuschauer davon etwas bemerken, wird jedoch noch einige Zeit vergehen, denn mit bereits vorproduzierten Folgen soll RTL den 15-Uhr-Sendeplatz noch weit bis ins nächste Jahr bestücken können. Tatsächlich liefen jedoch zuletzt Anfang Juni neue Folgen. In den Sommermonaten setzt der Sender auf Wiederholungen.
Im Mai dieses Jahres schickte RTL übrigens erstmals auch Richter Ulrich Wetzel mit einem Primetime-Special auf Sendung. Dieses war jedoch deutlich weniger gefragt als die Sonderfolge von Barbara Salesch. Das Special „Ulrich Wetzel – Sein härtester Fall: Bis zur Unkenntlichkeit“ lockte insgesamt 1,51 Millionen Zuschauer an. Mit gerade mal 190.000 zwischen 14 und 49 Jahren kamen allerdings nur äußerst dürftige 5,0 Prozent in der jungen Zielgruppe zustande.