Für Aydin (David Ali Rashed, l.), Carlo (Jeremias Meyer, M.) und BlaBla (Sebastian Doppelbauer) geht es in „Tschappel“ weiter
Bild: ZDF/Conrad Lobst
Eine ordentliche Portion Comedynachschub hat nun das ZDF bestellt. Mit „Tschappel“ und „Späti“ erhalten gleich zwei humorvolle Serien des öffentlich-rechtlichen Senders eine zweite Staffel mit nun zehn statt acht Folgen spendiert. Die Dreharbeiten sind in beiden Fällen bereits angelaufen.
Grimme-Preis-Gewinner „Tschappel“ erzählt von Carlo Brenner (Jeremias Meyer), der dem schwäbischen Titel nach als liebenswerter Trottel durchs Leben stolpert. Zu Beginn der ersten Runde platzte sein großer Traum von einem Work-and-Travel-Aufenthalt in Australien, da er nach einem Unfall mit dem Oldtimer seines Vaters Rainer (Bernd Gnann) erst einmal kräftig Schulden abstottern musste.
In der zweiten Staffel kehrt der Protagonist von einem einjährigen Trip nach Down Under in sein oberschwäbisches Heimatdorf Hintervorderbach zurück. Dass er noch immer derselbe Tschappel ist wie vorher, stört ihn gewaltig. Im Gegensatz zu seinen Freunden BlaBla (Sebastian Doppelbauer) und Aydin (David Ali Rashed), seinem Schwarm Pia (Mina-Giselle Rüffer) und seiner schwangeren Tante Gabi (Nina Gnädig) hat er so gar keinen Fahrplan für die nächsten Monate, geschweige denn für die Zukunft. Das Einzige, was Carlo nach dem vorübergehenden Ortswechsel weiß: Mit Pia möchte er unbedingt zusammen sein. Während der junge Mann also vor allem versucht, dass zwischen Liebeskummer und Geldsorgen irgendwie alles beim Alten bleibt, kommt in Hintervorderbach natürlich alles anders, chaotischer und deutlich schlimmer als gedacht. Irgendwann stellt sie die dringliche Frage: Was, wenn Carlo ewig in seinem Heimatkaff rumhängt?
Die Sitcom „Späti“ – eine Kurzform für Spätkauf, einen kleinen Laden, der außerhalb der gängigen Öffnungszeiten noch geöffnet ist – dreht sich um Fred (Wilson Gonzalez Ochsenknecht), der sich in der ersten Staffel kurzerhand hinter die Theke eines solchen Berliner Geschäfts stellte, als dessen Besitzer unverhofft in die Türkei reisen musste. Dabei bekam er es mit unterschiedlichsten Herausforderungen zu tun.
In Runde 2 kann Fred einen persönlichen Erfolg verbuchen. Endlich hat er seinen eigenen Späti, der schnell zum Prüfstein für Verantwortung, Zusammenhalt und Selbstbehauptung wird. Gefangen zwischen finanziellen Engpässen, Nachbarschaftskonflikten, Behördenstress und familiärem Druck kämpft er darum, seinen Traum zu bewahren. Der Späti ist dabei nicht nur ein Geschäft, sondern auch und vor allem der Treffpunkt einer Wahlfamilie: Aylin (Gülseren Erkut) sucht ihren Platz zwischen Selbstverwirklichung und Zugehörigkeit, Konnopke (Alexander Finkenwirth) bewegt sich zwischen Größenwahn und Existenzangst, während Maya (Zeynep Bozbay) mit Nähe und Verantwortung ringt. Mit dabei sind auch Marianne (Eva Weißenborn) und Rashid (Falilou Seck). In jeder Folge der Ensembleserie gibt es kleine Krisen mit großer Wirkung. Es geht um Solidarität, Scheitern und den Versuch, sich in einer Stadt ohne Schonung ein Zuhause zu erkämpfen.