Am 31. Mai fällt der Startschuss zur neuen Staffel von „Immer wieder sonntags“, die aber auch zugleich die letzte sein wird. Für Stefan Mross beginnt damit auch der Abschied von einer Sendung, die ihn mehr als zwei Jahrzehnte begleitet hat. Nachdem der SWR Anfang des Jahres das Aus des Formats bekanntgegeben hatte, hat sich Mross nun ausführlich zu den Umständen geäußert – und erhebt deutliche Vorwürfe gegen den Sender.
In der Bild schildert Mross den Moment, in dem er vom Ende der Show erfahren hat: Als mir die Entscheidung des Senders mitgeteilt wurde, nur wenige Stunden, bevor die Öffentlichkeit davon erfuhr, hat mir das den Boden unter den Füßen weggezogen, sagt der Moderator. Eigentlich sei er davon ausgegangen, mit Verantwortlichen über die Zukunft der Sendung zu sprechen. Ich hatte beste Laune. Bis mir auffiel, dass am Tisch nur zwei Personen vom SWR saßen.
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Besonders das Vorgehen des Senders stößt Mross bis heute übel auf. Er habe zunächst noch gescherzt: Oha, das schaut ja nach Kündigung aus. Kurz darauf sei ihm mitgeteilt worden, dass nach dieser Staffel Schluss wäre. Weiter sagt Mross: Sie hätten mir bereits eine Erklärung für die Öffentlichkeit vorbereitet, die ich nur noch unterschreiben müsse. Das war eiskalt. Die beiden haben allen Ernstes von mir verlangt, dass ich innerhalb von zehn Minuten Zitate freigeben soll, die sie für mich formuliert hatten. Als wäre das Aus meiner Show in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt. Ich stand unter Schock, weigerte mich, irgendwas zu unterschreiben.
Seit 2005 moderiert der Musiker die ARD-Sendung, die über viele Jahre zu den festen Größen des Sonntagvormittags gehörte. Noch einmal werden 2026 zwölf reguläre Ausgaben sowie ein Finale produziert. Danach endet „Immer wieder sonntags“ nach mehr als 20 Jahren. Der SWR begründete die Entscheidung zuletzt unter anderem mit Kostendruck und dem Ausbau digitaler Unterhaltungsangebote. Für Mross ist das nur schwer nachvollziehbar. Man muss die älteren Menschen doch auch weiterhin teilhaben lassen an der Fernsehunterhaltung in der ARD, sagt er.
Ganz ohne Perspektive steht der Moderator allerdings nicht da: Laut „Bild“ laufen bereits Gespräche mit anderen Sendern, außerdem plant Mross für 2027 eine eigene Tournee unter dem passenden Titel „Immer wieder Stefan“.
Das mit den Zitaten, die er sofort freigeben sollte, ist definitiv nicht die feine englische Art. Das ist schon heftig. Der Rest ist jetzt nicht so schlimm. Logisch, dass ihn das erstmal erschüttert, aber die haben es immerhin mit genug Vorlauf angekündigt. Aber was soll das Zitat, man müsse ältere Menschen an der Fernsehunterhaltung der ARD teilhaben lassen? Bei aller Liebe, es gibt in der ARD, bzw. beim ÖRR generell, noch mehr als genug Angebote für ältere Menschen, auch im Bereich Musiksendungen. Ab und zu etwas wegzustreichen, um das Angebot diverser zu machen, ist nun mal wichtig für ein Angebot, das jede Altersgruppe gleichermaßen mitfinanzieren muss, auch wenn es den Betroffenen natürlich weh tut.