„Squid Game“: Zweite Staffel offiziell bestätigt, Hauptdarsteller kehrt zurück

    Südkoreanische Sci-Fi-Thrillerserie wird fortgesetzt

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 13.06.2022, 11:37 Uhr

    „Squid Game“ – Bild: Netflix
    „Squid Game“

    Eigentlich war es nur noch eine Formsache, doch die offizielle Bestätigung ließ länger auf sich warten als gedacht. Nun hat Netflix jedoch eine zweite Staffel seines umstrittenen Serienhits „Squid Game“ bestellt. Eine allzu große Überraschung ist dies dennoch nicht, denn bereits im November 2021 kündige Serienschöpfer Hwang Dong-hyuk an, dass es eine zweite Staffel geben werde.

    Es hat zwölf Jahre gedauert, bis die erste Staffel von ‚Squid Game‘ letztes Jahr zum Leben erweckt wurde. Aber es dauerte nur zwölf Tage, bis ‚Squid Game‘ die beliebteste Netflix-Serie aller Zeiten wurde, so Hwang Dong-hyuk. Als Autor, Regisseur und Produzent von Squid Game möchte ich mich an die Fans auf der ganzen Welt wenden: Danke, dass ihr unsere Serie angesehen und so geliebt habt! Bald kehrt Gi-hun zurück. Der Frontmann kehrt zurück, deutet er eine erste inhaltliche Beschreibung der neuen Folgen an. Der ‚Mann im Anzug‘ könnte wieder für eine Partie Ddakji auftauchen. Außerdem werden wir Young-hees Freund Cheol-su kennenlernen. Freuen wir uns gemeinsam auf eine ganz neue Runde.

    Die brutale, südkoreanische Sci-Fi-Thrillerserie wurde im vergangenen Jahr weltweit zum viralen Überraschungshit und zum erfolgreichsten Serienstart in der Geschichte von Netflix. „Squid Game“ hat sich binnen kürzester Zeit zu einem globalen Phänomen entwickelt – und das, obwohl Netflix im Vorfeld kaum Promo machte und wohl selbst von dem Erfolg überrascht wurde. Mit 142 Millionen Abrufen allein in den ersten 28 Tagen hält „Squid Game“ (dt. „Tintenfischspiel“) nach wie vor den Rekord als meistgesehene Netflix-Serie aller Zeiten.

    In der ersten Staffel nehmen insgesamt 456 Menschen, die allesamt hoch verschuldet und verzweifelt sind, an einem mysteriösen Überlebensspiel teil, das scheinbar als Ausweg aus ihrer misslichen Lage dienen könnte. Ihnen winkt ein Preisgeld von 45,6 Milliarden Won (etwa 33 Millionen Euro). Im Mittelpunkt steht Seong Gi-hun (Lee Jung-Jae), der auf seinen Jugendfreund Cho Sang-woo (Park Hae-soo) trifft. Abgeschottet von der Zivilisation sollen sie und die anderen Teilnehmer verschiedene traditionelle Kinderspiele aus den 1970er und 1980er Jahren nachspielen. Doch was als harmloses Spiel beginnt, wird schnell zu einem erbarmungslosen Kampf um Leben und Tod, denn es gibt eine Regel: Wer verliert, wird grausam hingerichtet…

    Im Heimatland hat „Squid Game“ aufgrund der angesprochenen Gesellschaftskritik gleichermaßen einen Nerv getroffen. Es werden Probleme wie Diskriminierung von Minderheiten, wachsender Leistungsdruck und Ungleichheit thematisiert. Doch nicht nur in Südkorea ist die Serie ein Phänomen. Mit dem dystopischen, brutalen Thriller-Drama ist Netflix nach einer längeren Durststrecke wieder etwas gelungen, das Serien in jüngster Zeit immer seltener gelang: Es ist zu einem flächendeckenden Gesprächsthema auf Schulhöfen und an Arbeitsplätzen geworden – und das weltweit. Zugute kam Netflix die Investition in Untertitelung und Synchronisation in mehr als 30 Sprachen, sodass die Serie zeitgleich rund um den Globus an den Start gehen und konsumiert werden konnte.

    Der große Erfolg hat allerdings auch seine Schattenseiten. Denn die Serie wird aufgrund der massiven Gewaltdarstellungen als ungeeignet für Unter-16-Jährige eingestuft – doch sie wurde natürlich dennoch von Kindern und Jugendlichen enorm konsumiert, was besorgniserregende Konsequenzen hatte. In Deutschland empfahl die baden-württembergische Landesanstalt für Kommunikation Eltern, dass Kinder die Serie nicht sehen sollten, um Nachahmungen gewalttätiger Szenen zu verhindern.

    Nichtsdestotrotz gibt es bereits Überlegungen zu einer dritten Staffel der Serie (fernsehserien.de berichtete).

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Ging uns hier, wie den meisten meiner Vorschreiber*innen. War ganz unterhaltsam, aber mehr als Mittelmaß wurde selten erreicht. Auch das Ende der ersten Staffel hat bei uns eher kontroverse Gefühle erzeugt. Ich glaube aber, dass uns die letzte Szene hier"doof" und "bescheuert" ausrufen ließ.

      Wir schauen uns die zweite Staffel sicher nicht mehr an!
      • (geb. 1980) am

        Mir wars auch zu viel Hype aber unterhaltsam war die Serie durchaus. Ich bin noch unschlüssig ob ich eine 2. Staffel brauche.
        • am

          War OK, aber kein echtes Highlight. Einige Episoden der ersten Staffel waren sogar extrem Langweilig und so brutal, wie überall geschrieben, war sie nun auch nicht. Weiss nicht, ob ich die Zweite schauen.
          • am

            Die 1. Staffel war hervorrangend gemacht und gehört bei mir zu der kleinen Gruppe von Serien, die ich begeistert am Stück gesehen habe.
            Ich hoffe nur, dass die 2. Staffel das halten kann und nicht so untergeht wie z.B. "Into the Night", die nach der tollen 1. Staffel in der 2. Staffel voll gegen die Wand gefahren wurde.
            • (geb. 1979) am

              Die 1. Staffel war ganz Ok aber diesen mega Hype kann ich trotzdem nicht verstehen
              • am via tvforen.de

                Ein toller Satz:
                In Deutschland warnte die baden-württembergische Landesanstalt für Kommunikation Eltern davor, dass Kinder die Serie nicht sehen sollten,

                also wenn ich vor dem nicht sehen gewarnt werde soll ich mir die Serie also besser ansehen.

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