„Quakquak und die Nichtmenschen“: arte kündigt „Kindkind“-Fortsetzung an

    Deutschlandpremiere der Miniserie von Bruno Dumont

    Glenn Riedmeier – 30.07.2018, 17:00 Uhr

    „Quakquak und die Nichtmenschen“

    Vor vier Jahren hat arte die unkonventionelle französische Miniserie „Kindkind“ ausgestrahlt. Inzwischen hat Regisseur Bruno Dumont eine Fortsetzung produziert, die auf Deutsch den Titel „Quakquak und die Nichtmenschen“ trägt und erneut aus vier Episoden besteht. arte zeigt jeweils zwei Folgen am 20. und 27. September um 21.40 Uhr.

    Aus dem kleinen Jungen Kindkind ist inzwischen ein 17-jähriger Jugendlicher geworden. Seine Hasenscharte hat ihm den Spitznamen Quakquak (Alane Delhaye) beschert. Auch sonst hat sich in der kleinen nordfranzösischen Küstenstadt Marquise viel verändert. Quakquaks Jugendliebe Eve (Lucy Caron) ist jetzt in ein Mädchen verliebt, er selbst engagiert sich mit seinem Freund Kevin (Julien Bodart) politisch für die lokale „Bloc“-Partei. Dort lernt Quakquak auch die hübsche Jenny (Alexia Depret) kennen, deren Onkel D’nis (Nicolas Leclaire) für die Partei arbeitet. Eines ist jedoch gleich geblieben: das eigenwillige Polizisten-Duo Roger Van der Weyden (Bernard Pruvost) und Rudy Carpentier (Philippe Jore) hat Quakquak immer noch auf dem Kieker.

    Doch schon bald bekommen sie es mit einem besonders mysteriösen Vorfall zu tun. Während sie mit ihrem Polizeiwagen unterwegs sind, beginnen plötzlich überall im Dorf große Pfützen schwarzer Schmiere vom Himmel zu fallen. Weder die Spurensicherung noch die Untersuchungen im Polizei-Labor können Aufschluss über die Herkunft der unheimlichen Substanz geben. Es handelt sich offenbar um außerirdisches Magma. Zumindest schließt Carpentier Besucher von fremden Planeten nicht aus. Van der Weyden verdächtigt hingegen die Flüchtlinge im Dorf. Dann allerdings ereignet sich das Unfassbare: In der Nacht wird der Dorfbewohner Maurice Leleu (Christophe Verheecke) auf der Landstraße von einer überirdischen Erscheinung überrascht. Auf einmal gibt es nicht mehr nur einen, sondern zwei Maurice Leleus … 

    arte beschreibt „Quakquak und die Nichtmenschen“ als ausgeflippte Kombination aus „Willkommen bei den Sch’tis“ und Jacques Tati. Bruno Dumont nimmt mit Hilfe obskurer Sprachakrobatik und simpler Situationskomik aktuelle Themen wie Flüchtlingspolitik, Lokalpatriotismus und Menschlichkeit beziehungsweise Nichtmenschlichkeit aufs Korn. Gedreht wurde erneut in Dumonts flämischer Heimat im Norden Frankreichs.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Ich freue mich darauf.
      KindKind hat mir gefallen. Aber wurde der Fall damals überhaupt aufgelöst?

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