„Lindenstraße“: 1500. Folge mit Robert Engels Rückkehr

    Wiedersehen mit Martin Armknecht als Bösewicht

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 19.08.2014, 11:09 Uhr

    Martin Armknecht alias Robert Engel in der „Lindenstraße“ – Bild: WDR/Steven Mahner
    Martin Armknecht alias Robert Engel in der „Lindenstraße“

    Am 28. September feiert die „Lindenstraße“ ihre 1500. Folge („Alte Bekannte“). Zum runden Jubiläum kehrt Martin Armknecht nach 22 Jahren wieder in seiner Rolle des Bösewichtes Robert Engel zurück zum ARD-Dauerbrenner. Bereits im November 2013 kündigte „Lindenstraße“-Erfinder Hans W. Geißendörfer an, dass er seiner Serie frischen Wind verleihen und sie wieder auf den richtigen Kurs bringen möchte.

    Nach der Rückkehr von Willi Herren steht in Kürze also ein Wiedersehen mit Martin Armknecht an. Bereits seit Mai steht er für die Kultserie wieder vor der Kamera. Doch auch nach so langer Zeit soll seine Rollenfigur so fies wie früher sein und es soll sich rasch herausstellen, dass Robert Engel nichts Gutes im Schilde führt. „Es wird richtig, richtig böse werden“, so der Schauspieler gegenüber der BILD.

    Inwiefern sich Robert Engel verändert hat, lässt Geißendörfer noch offen: „Früher war er Drogendealer. Vielleicht arbeitet er jetzt in der Pharmaindustrie und dealt mit Medikamenten.“ Der Serienschöpfer machte sich im vergangenen Jahr Sorgen um die Zukunft der „Lindenstraße“ und meinte, dass sie ihm in letzter Zeit zu „soapig“ geworden ist. Er legt Wert darauf, dass sie wieder mehr Biss bekommt und sich vermehrt politischen Themen widmet. „Wir brauchen wieder eine Figur, die von Grund auf böse ist“, meint Geißendörfer.

    In der Jubiläumsfolge kommt es außerdem an der Baustelle der geplanten Moschee zu einem dramatischen Zwischenfall, als Vermummte einen Anschlag verüben, bei dem auch Blut fließt.

    ARD-Programmdirektor Volker Herres: „Als wir Klausi Beimer kennenlernten, war er mit sieben Jahren das gehätschelte Nesthäkchen der Vorzeigefamilie Beimer. 1500 Folgen später ist aus Klausi Klaus geworden, ein zweimal geschiedener, alleinerziehender Vater mit gescheiterter Journalistenkarriere. So etwas gibt es nur in der ‚Lindenstraße‘, und es ist Woche für Woche faszinierend, dabei zuzusehen. Die Serie regt auf, amüsiert und rührt bisweilen zu Tränen. Die ‚Lindenstraße‘ ist ein Klassiker der Fernsehunterhaltung – herzlichen Glückwunsch zum stolzen Jubiläum!“

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Wenn Robert Engel wiederkommt, will ich sehen, wie die Ratte auf seinem Hintern heute aussieht!!!!!
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        1500 Folgen und noch immer kein Ende? Was hätte man in der Zeit für gute und aufregende Sendungen produzieren können statt dieses Spießer -Sch...
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          Als langjährige Lindenstraßen-Zuschauerin kann ich dir sagen, dass das neben dem Tatort eine der besten deutschen Serien ist. Und spießig ist sie gar nicht. Da gab es beispielsweise den ersten Kuss von Homosexuellen. Und selbst die Familien, die ursprünglich mal "spießig" waren sind heute alle geschieden. Ein alter Mann zieht in ne WG mit jungen Leuten ein, Chantalle beklaut die Nachbarn um mit dem Geld nach Monte Carlo zum Pokerspielen zu fahren. Und ne Ex-Drogenabhängige und ihr griechischer Mann nehmen sich ne Leihmutter (die früher mal ein Straßenkind war) und die dann das Kind nicht abgeben will - weshalb die 3 das Kind dann zusammen aufziehen - was allerdings auch nicht immer konfliktfrei geschieht, beispielsweise als die Leihmutter mit dem Kind mal eben so 3 Monate mit ihrem Geliebten nach Afrika fährt. Der stellt sich dann später als manisch depressiv heraus und klettert an Häuserwänden hoch um jemandem mitten in der Nacht von seinen tollen Geschäftsideen zu erzählen... Die Trennung erfolgt dann weil er keine Tabletten dagegen nehmen will und lieber seine manischen Phasen auslebt.
          Was ist daran bitte spießig??

          Die Serie versucht sich am wahren Leben zu orientieren, aber da in einer normalen Straße jetzt nicht soo viel passiert, dass man wöchentlich 28 Minuten drüber berichten kann und es abwechslungsreich bleibt kommen gelegentlich auch mal hahnebüchene Geschichten zusammen. Aber insgesamt ist es sehr unterhaltsam und die meisten Geschichten werden oft über Monate erzählt.
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          Genau und kleine Geschichten zum schmunzeln sind auch immer dabei
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        Dass er seit Mai dreht, heißt ja nicht, dass er NOCH dreht. Ich gehe auch davon aus, dass das eher so ein Stippvisite wird wie die enttäuschende "Rückkehr" von Olli Klatt.

        Mit Berta Griese und dem kleinen Eisfresser hatte Robert Engel eine Geschichte. Er konnte gut mit dem Pimpf, sie hatte sich wohl in ihn verguckt, aber er war dafür nicht zu begeistern. Das gipfelte in einem der großen Fremdschäm-Momente der Serie: Berta Griese "singt" als Liza Minelli für Arme zum Playback "New York, New York" in die Haarbürste ... *schauder*
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          ich schaue schon seit mindestens 15 Jahren (eher 20) keine LIndenstrasse mehr.
          Robert Engel- der ist mir dunkel (wohl im wahrsten Sinne des Wortes?) in Erinnerung- in Verbindung mit Berta Griese und dem adoptierten Manuel.
          Oder phantasiere ich da?
          • am via tvforen.demelden

            Ja, die haben mal zusammen gelebt, nachdem Berthas erster Mann seine Liebe zur Seefahrt entdeckte und monatelang unterwegs war und Bertha mit dem schwierigen Manuel allein gelassen hatte.
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          Ich sehe die Lindenstraße nach wie vor sehr gern und finde sie teilweise sogar spannender als früher.
          Aber was da als große Rückkehr verkauft wird, ist doch nur für ein paar Folgen. Siehe Willi Herren, der als Olli zurückgekehrt ist: Der war vielleicht 4 Folgen dabei und ist schon längst wieder weg.
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            Also wenn er seit Mai dreht, wird der Auftritt aber schon mindestens ein Vierteljahr dauern.
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          "ein zweimal geschiedener, alleinerziehender Vater mit gescheiterter Journalistenkarriere. So etwas gibt es nur in der 'Lindenstraße'"


          Ja, natürlich. Nur in der Lindenstraße.
          • am via tvforen.demelden

            Aber keine wöchentlichen Seifenopern mit Cliffhanger, die Zeiten sind vorbei. Das ungeduldige Publikum erwartet die Auflösung möglichst "zeitnah", wie die vielen Dailies inkl. Telenovelas belegen.
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              Ich lese immer die Vorschauen, da weiß ich auch wies weiter geht. :o)
              Aber manchmal bringen sie Cliffhanger, die auch in den Vorschauen nicht aufgelöst werden. Da ist es dann auch mal ganz schön wieder ner Folge entgegenzufiebern - wie früher in der Kindheit.

              Und auch moderne Serien haben Cliffhanger. Als ich Lost auf DVD gesehen habe war ich jedes Mal froh dass ich keine ganze Woche auf die nächste Folge warten musste. Oder kein halbes Jahr am Ende der Staffel - da kamen die ganz großen Knaller.
          • am via tvforen.demelden

            Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass sich die Lindenstraße totgelaufen hat. Kein Handlungsstrang wird mehr solide auserzählt, statt Spannung aufzubauen lebt man vor allem von Skurrilitäten, die für Aufsehen sorgen sollen und schnell wieder gepflegter Langeweile und Einfallslosigkeit weichen. Da verwundert es wenig dass man in Gestalt früherer Darsteller an die goldenen Zeiten anknüpfen möchte... wer denkt da nicht unwillkürlich an das letzte Aufgebot?

            Übrigens: Wer mit Ausnahme eines gesetzteren, langgedienten Publikums wartet heute noch eine Woche auf die Fortsetzung einer mäßig interessanten Seifenoper, die nach 30 Minuten schon wieder zu Ende ist und nur Fragezeichen hinterlässt?
            • am via tvforen.demelden

              Es gibt viele Serien , wo man eine Woche warten muss auf eine Fortsetzung, die vielleicht 45 Minuten lang sind. Das ist also kein Argument,

              Frueher gabs Serien vor allem in den 70 Jahren die dauerten nur 25 Minuten.
          • am via tvforen.demelden

            Ich sehe dem mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich mochte auch Zorro sehr gerne - das war eine meiner Lieblingsfiguren und was hab ich mich da gefreut als er zurück kam. Aber als er dann wieder da war war es nur nervig. Vielleicht auch weil er mit diesem nervigen Kindermädchen gepaart wurde. Am Ende war ich froh als die beiden weg waren. Ich hoffe bei Robert Engel wird das anders.

            Dass man als ehemaliger Drogendealer in der Pharmaindustrie unterkommen kann halte ich für ein Gerücht. Ich arbeite da selbst - ohne ein medizinisches oder naturwissenschaftliches Studium hast du da nur beschränkt Aufstiegsmöglichkeiten. Auch im Außendienst. Und die Firmen, und alle Firmen die mit ihnen zusammen arbeiten werden ständig von den Behörden inspiziert, da halte ich es für ausgeschlossen, dass sich eine Firma der Gefahr aussetzt Milliarden zahlen zu müssen oder die Betriebserlaubnis zu verlieren weil da (wissentlich) ein ehemaliger Drogendealer angestellt ist, der mit unlauteren Mitteln arbeitet.
            • am via tvforen.demelden

              Ich kann dich beruhigen, das wird genau so nervig werden. Wenn nicht noch schlimmer.

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