Kein Quotenglück: ProSieben wirft „Fahri sucht das Glück“ raus

    Reportagereihe mit Fahri Yardım abgesetzt

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 13.11.2019, 11:56 Uhr

    Fahri Yardım fand das Glück am Montagabend nicht – Bild: ProSieben
    Fahri Yardım fand das Glück am Montagabend nicht

    „Der mutigste Sender Deutschlands schickt einen ganz besonderen Protagonisten um die Welt, um Höhen und Abgründe des menschlichen Strebens nach Glück zu erkunden“, kündigte ProSieben-Chef Daniel Rosemann die neue Reportagereihe „Fahri sucht das Glück“ an. Ganz so mutig ist ProSieben offensichtlich jedoch nicht – zumindest aus Quotensicht. Denn nach nur zwei Folgen ist der Geduldsfaden gerissen und das Format mit Schauspieler Fahri Yardım wurde jetzt vorzeitig abgesetzt. Als Ersatz muss wieder mal – richtig geraten – „The Big Bang Theory“ herhalten.

    Nach einem bereits enttäuschenden Auftakt mit nur 7,0 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe ging es in dieser Woche auf 6,3 Prozent herab. Zwei weitere Folgen waren noch geplant, die nun vorerst nicht gezeigt werden. Mit ein Grund für diese kurzfristige Programmentscheidung dürfte sein, dass „Fahri sucht das Glück“ auch „Late Night Berlin“ in Mitleidenschaft gezogen hat. Nachdem die Sendung mit Klaas Heufer-Umlauf in den vergangenen Wochen stets zweistellige Marktanteile eingefahren hat, waren am Monatg nur 7,5 Prozent drin – und das ausgerechnet zur 50. Jubiläumsfolge. Mit „The Big Bang Theory“-Wiederholungen als Allzweckwaffe im Vorprogramm erhofft sich ProSieben wieder bessere Quoten für die Late-Night-Show. Eine Sendersprecherin teilte fernsehserien.de auf Anfrage mit, dass das Format 2020 auf einem neuen Sendeplatz zurückkehren wird.

    In „Fahri sucht das Glück“ ging „jerks.“-Hauptdarsteller Fahri Yardım auf Reisen, um herauszufinden, welche Glückskonzepte Menschen auf der Welt verfolgen. So erfuhr der Schauspieler beispielsweise, dass man in Tokio Frauen zum Kuscheln mieten kann und weshalb sich Menschen für Schönheitsoperationen nach Rio de Janeiro begeben. In den zwei noch ausstehenden Folgen erkundet Yardım Indien und die Schweiz.

    Als Produktionsfirma zeichnete die Bon Voyage Films GmbH verantwortlich, deren Geschäftsführer Fahri Yardım selbst ist und die ein Joint Venture von ihm, Amir Hamz, Christian Springer und All3Media darstellt.

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