„Donna Leon“ wird eingestellt

    Letzte Verfilmung läuft an Weihnachten

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 14.11.2019, 12:34 Uhr

    „Donna Leon“: Uwe Kockisch im finalen Fall „Stille Wasser“ – Bild: ARD Degeto/Nicolas Maack
    „Donna Leon“: Uwe Kockisch im finalen Fall „Stille Wasser“

    Abschiedsstimmung: Noch in diesem Jahr läuft die letzte Verfilmung der „Donna Leon“-Reihe im Ersten. Der abschließende, melancholische 26. Fall „Stille Wasser“ ist am 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Zum letzten Mal ermittelt Uwe Kockisch als Commissario Brunetti in der erfolgreichen ARD Degeto-Krimireihe.

    Als Kulisse für den letzten Fall diente der „Garten von Venedig“, die der Serenissima vorgelagerte Laguneninsel Sant’Erasmo. Guido Brunetti ist von seiner aufreibenden Arbeit ausgebrannt und benötigt nach einem Schwächeanfall in der Questura dringend Erholung. Doch der Krankenurlaub auf der Garteninsel währt nicht lange – und so macht sich der idealistische venezianische Ermittler daran, einen mysteriösen Todesfall aufzuklären. Das Drehbuch zum finalen Fall stammt von Stefan Holtz und Florian Iwersen nach dem gleichnamigen Roman von Donna Leon. Regie führte erneut Sigi Rothemund.

    Insgesamt 26 Romane der in Venedig lebenden amerikanischen Schriftstellerin Donna Leon wurden verfilmt. In den ersten vier Folgen verkörperte Joachim Król die Hauptfigur Commissario Brunetti, bevor 2002 Uwe Kockisch in die Rolle schlüpfte und sie bis zum Schluss innehatte.

    „Gemeinsam mit UFA Fiction und Bestseller-Autorin Donna Leon haben wir entschieden, unsere besondere Krimireihe um Commissario Brunetti nach über zwanzig Jahren mit dem 26. ‚Donna Leon‘-Fall zu beenden. Mein besonderer Dank gilt Donna Leon, die alles erschaffen hat, und dem unverwechselbaren Uwe Kockisch, mit dem wir bereits über weitere Zusammenarbeit im Gespräch sind. Herzlich danke ich auch dem Ensemble großartiger Schauspieler, die den originellen Charakteren zwanzig Jahre lang so leidenschaftlich Leben eingehaucht haben, dem wunderbaren Team hinter der Kamera, unserer Redaktion und der UFA, aber vor allem dem Publikum. ‚Donna Leon‘ im Ersten, das ist eine besondere Erfolgsgeschichte, die die Zuschauer von Anfang bis heute in die italienische Lebensweise und die leidenschaftlich inszenierten Geschichten eintauchen ließ. Auf dieses Stück Fernsehgeschichte können alle Beteiligten sehr stolz sein!“, so Christine Strobl, Geschäftsführerin der ARD Degeto.

    Uwe Kockisch: „Meine erste Begegnung mit Venedig, kurz vor dem Drehbeginn 2002, war eine Mischung aus Staunen und Ablehnung, aus Nichtverstehen: Was ist das? Eine Stadt im Wasser, sehr alt, schief, morbid, angefressen vom Zahn der Zeit, und doch steht sie da und zeigt ihren Reichtum aus längst vergangenen Jahrhunderten noch heute – und sie lebt. So war der Anfang und dann, mithilfe der Rolle Guido Brunetti, das Kennenlernen und der Respekt. Respekt und Zuneigung. Nirgendwo anders kann man Vergänglichkeit so direkt erleben wie in Venedig. Und das ist sehr befreiend. – Ciao Commissario! Wir sehen uns wieder!“

    Die Produzenten Benjamin Benedict und Marc Lepetit ergänzen: „Vor über zwanzig Jahren begann für uns mit ‚Donna Leon‘ eine ganz besondere Reise. Mit 26 Fällen am einzigartigen Drehort Venedig und mit einem überaus leidenschaftlichen Team vor und hinter der Kamera haben wir gemeinsam eine Krimireihe etabliert, die mit ihrer Mischung aus Kriminalpsychologie, Emotion und aktuellen Themen genau die Herzen der Zuschauer getroffen und regelmäßig über sechs Millionen Menschen begeistert hat. Dafür danken wir Autorin Donna Leon, Produzentin Katharina Trebitsch, die sich damals die Rechte an den ersten Büchern gesichert hat, Nico Hofmann, der die Reihe bei teamworx lange begleitet hat, der ARD Degeto für die langjährige wunderbare Partnerschaft sowie unserem großartigem Cast und Team, und natürlich den Zuschauern aufs Allerherzlichste – sie alle haben unsere Filme absolut einzigartig und erfolgreich gemacht!“

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Sehr schade, aber die Schauspieler sind "auch in die Jahre gekommen". Man soll aufhören, solange alles noch glaubwürdig ist. Meine Hochachtung vor allen Schauspielern.
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      • (geb. 1983) am melden

        20 Jahre - für eine auf Krimiromanen aufbauende TV-Serie ist das auf jeden Fall ein deutliches Zeichen innerhalb der TV-Geschichte.

        Es ist sehr schade, daß diese Reihe (bis auf Weiteres) endet, aber zum Einen bedeutet das lediglich, daß Uwe Kockisch und das Film-Team rund um die ARD hier einen Schlußstrich zieht; zum Anderen aber bedeutet es gleichwohl nicht, daß zu einem späteren Zeitpunkt Donna Leon's Geschichten nicht auch anderweitig verfilmt werden.

        Jedenfalls ist es eine sehr aufregende und tiefgründige Krimiserie gewesen, die mit dem Schund wie man es vom drögen "Tatort" kennt, glücklicherweise nicht zu vergleichen ist; wenn der Tatort endlich wegfällt, werden vergleichsweise nur wenige Hähne danach krähen.

        Aber Kriminalfälle in historischer Kulisse fernab des stumpfen Alltags: das ist was Besonderes, das es sich anzuschauen lohnt. Nicht nur, weil man im Urlaub unwillkürlich am Set von weltweit berühmten Straßen und Gassen, allesamt im Beisein einzigartiger Sehenswürdigkeiten und kulturell-wertvollen Orten.
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          es ist sehr schade brunetti wünsche dir alles alles gute ich werde dich sehr vermissen
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          • (geb. 1977) am melden

            Schade das die Sendung aufhört. Aber für alles muss mal Schluss sein. Aber schön zu lesen, dass es weitere Gespräche mit Uwe Kockisch gibt. Die nächste Serie wird kommen. Weißensee war ja auch schon spitze.

            Wir werden sehen was kommt.
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              Puuuh! Jetzt werden sich aber drei Leute die Augen aus dem Kopf weinen. Ich finde es erstaunlich, dass das Format überhaupt so lange durchgehalten hat.
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                So gern ich das geschaut habe,es ist gut,dass es beendet wird.Zu verkrampft das mühselige hineinschreiben der beiden Kinder ins Drehbuch,z.B.
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                  Nein, das darf nicht wahr sein!!!!!!! Sehr schade! War der einzige Krimi, denn ich mir anschaute. Danke dem ganzen Team! Bitte um schnelle Wiederholungen aller Sendungen"Donna Leon" , aber zur vernünftigen Sendezeit! Danke!
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                  • am via tvforen.demelden

                    Ich finde es schade, ich habe es immer gerne gesehen, vor allem die süße Annett Renneberg.
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                      Das ist sehr schade,den die Filme waren durch die Schauspieler und Außenaufnahmen von Venedig immer wieder gerne gesehen. Jeder Film oder Serie die kein Inhalt und auch sonst nur blöd sind werden weiter gezeigt u.Donna Leone wird abgesetzt...etwas was Sinn und Inhalt zeigt und die perfekten Schauspieler f.diese Serie dabei waren,kann man nur Schande u.Schade sagen. Hab jeden Film angeschaut sogar Wiederholungen...so verliert Ihr euer Puplikum.
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                      • am via tvforen.demelden

                        Ich schaute mir die "Donna Leon" Filme immer gerne an, auch die Wiederholungen.
                        Nicht wegen der Handlung, sondern wegen den Innen- und Außenaufnahmen von Venedig.
                        Eine wunderschöne Stadt ... die leider momentan im Wasser ertrinkt.
                        • am via tvforen.demelden

                          Da schliesse ich mich mal in jeder Hinsicht an.
                          Wir selbst waren nur 1xdort (sterben dürfen wir also jetzt ;) ) und auch da hatte es strömenden Regen ( wie sich danach herausstellte, waren Toto und Harry zur gleichen Zeit da), allerdings stand das Wasser da nur ca. 1-2 cm hoch .... kein Vergleich zu heute.

                          Die Fälle von Commissario Brunetti fand ich im Fernsehen ok - als Hörbuch sind sie für mich zum Rammdösigwerden lahm ( hatte das "Vergnügen", das ein Bekannter die - ich glaube: 5 oder 6 - CDa unbedingt im Auto während eines anderen Uraubs abspielen musste; und als die Quälerei nach mehreren Tagen _endlich_ vorbei war, meinte er trotz meines "Gottseidank"-Seufzers nach der letzten CD "Ich hab noch drei weiter Fäll", "NEIN DANKE").

                          Ich war so genervt, dass es zuhause dann ewig gedauert hat, bis mir klar wurde, dass "Aprikose, Banane, Erdbeer" von Helge schneidder eine entzückende Parodie auf das Donna Leon-Zeugs ist.

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