„Der Schwarm“: Aufwendige Serien-Verfilmung kommt erst 2023

    Schätzings Bestseller als achtteilige internationale Thriller-Serie

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 08.06.2022, 12:34 Uhr

    "Der Schwarm": Aufwendige Serien-Verfilmung kommt erst 2023 – Schätzings Bestseller als achtteilige internationale Thriller-Serie – Bild: ZDF/Staudinger+Franke

    Gut Ding will Weile haben – und eine aufwendige Highend-Serie wie die Verfilmung des Bestsellers „Der Schwarm“ gehört augenscheinlich dazu. Erstmals angekündigt wurde das Projekt seitens des ZDF bereits 2018. Die Dreharbeiten waren eigentlich für 2019 geplant, doch Corona-bedingt kam es letztendlich erst im zweiten Halbjahr 2021 dazu. Inzwischen ist der Dreh abgeschlossen, doch die Postproduktion nimmt ebenfalls noch viel Zeit in Anspruch, so dass die Ausstrahlung der achtteiligen Thriller-Serie nun erst für das Frühjahr 2023 geplant ist – als TV-Event an vier aufeinanderfolgenden Tagen.

    Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/​Serie I: Nach langer Reise und coronabedingt rauer See nähert sich unser Großprojekt ‚Der Schwarm‘ nun dem Festland. Im Frühjahr 2023 geht die Verfilmung einer der erfolgreichsten Romane als Serie auf internationalem Top-Niveau auf Sendung.

    Anlässlich des „Welttags der Ozeane“ am heutigen 8. Juni veranstaltete das ZDF ein First-Look-Event zur internationalen Koproduktion, die auf Frank Schätzings 2004 erschienenem Bestseller basiert und lange als nicht verfilmbar galt. Die Geschichte erzählt vom Kampf der Menschheit gegen eine unbekannte Schwarmintelligenz, die in den Tiefen des Meeres lebt. Da der rücksichtslose Umgang des Menschen mit den Ozeanen den natürlichen Lebensraum dieses geheimnisvollen Kollektivs bedroht, schlägt es zurück.

    Cast und Crew von „Der Schwarm“ ZDF/​Jens Gyarmaty

    Im Zentrum steht die Meeresbiologie-Studentin Charlie Wagner (Leonie Benesch), die für ihre Professorin Katherina Lehmann (Barbara Sukowa) auf den Shetlandinseln Meeresströmungsdaten sammelt. Gleichzeitig wird Sigur Johanson (Alexander Karim) von einer norwegischen Ölfirma um ein biologisches Gutachten gebeten und entdeckt an der Seite von Tina Lund (Krista Kosonen) den gefährlichen Eiswurm. Etwa zum ähnlichen Zeitpunkt kämpft die französische Molekularbiologin Cécile Roche (Cécile De France) mit einem tödlichen Bakterium im Trinkwasser, während der kanadische Walforscher Leon Anawak (Joshua Odjick) das ungewöhnlich gefährliche Verhalten der Wale zu erklären versucht. Sämtliche seltsamen Ereignisse scheinen in einem großen Zusammenhang zu stehen, dem die Forscher und Wissenschaftler auf den Grund zu gehen versuchen.

    Ergänzt wird das internationale Forscher-Team mit Datenanalystin Alicia Delaware (Rosabell Laurenti Sellers), Weltraumforscherin Samantha Crowe (Sharon Duncan-Brewster) sowie dem Studenten Amir (Eidin Jalali) und dem japanischen Philanthropen Mifune (Takuya Kimura). Alban (Oliver Masucci), Kapitän des technisch hochversierten Forschungsschiffs Thorvaldson, und der Tauchrobotik-Experte Roscovitz (Klaas Heufer-Umlauf) begeben sich gemeinsam mit den Wissenschaftlern auf eine gewagte Mission ins ewige Eis.

    Showrunner und Executive Producer Frank Doelger erläutert: Die Neukonzeption von ‚Der Schwarm‘ als achtteilige Miniserie, die in der Gegenwart spielt und deren Darstellerinnen und Darsteller die zunehmende menschliche Diversität widerspiegeln, die sich für einen wissenschaftlichen Beruf entscheiden, passte perfekt in diese Vorgabe, ebenso wie die gemeinsame Einsicht der Charaktere und ihr Kampf, anderen begreiflich zu machen, dass ‚wenn die Ozeane sterben, wir sterben‘. Dieser Kampf ist in den zwanzig Jahren, seit Frank Schätzing ‚Der Schwarm‘ verfasste, noch dringlicher geworden.

    Die Serie entsteht als internationale Koproduktion federführend durch das ZDF im Rahmen der European Alliance gemeinsam mit France Télévisions, Rai, ORF, SRF, der Viaplay Group und Hulu Japan, produziert von Intaglio Films GmbH (Produzent: Frank Doelger) und ndF International Production GmbH (Produzent: Eric Welbers). Die Regie führten Barbara Eder, Philipp Stölzl und Luke Watson. Die Dreharbeiten fanden zwischen Mai und September 2021 statt. Dabei entstanden die Außenmotive im italienischen Lazio, Venetien und Apulien. Gedreht wurde zunächst in den Tiburtina-Studios in Rom, gefolgt von den Aufnahmen im größten Wasserstudio Europas in Brüssel.

    Im Umfeld der Serie wird es im ZDF begleitende Programme zum Thema Ozeane geben. Eine zweiteilige Back-to-Back-Dokumentation ordnet den Inhalt der Serie wissenschaftlich ein, ein „Terra X“-Zweiteiler befasst sich mithilfe international renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Forschungsbereichen mit dem Verhalten von Schwärmen. Zudem plant die Hauptredaktion „Geschichte und Wissenschaft“ ein digitales – auch für den Einsatz im Bereich Vermittlung und Bildung konzipiertes – digitales Format in der ZDFmediathek.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1961) am

      Lieben Dank für den TIPP mit großer Vorfreude auf 4 Tage "vom-Fernsehen-Urlaub"! 😉
      • am

        Hallo Herr Riedmeier,
        Danke für Ihre Berichterstattung zum Fortschritt des Schwarmes.
        Es mag kleinlich sein, aber ein Schiff kann, so meine ich, niemals hochversiert sein, höchstens seine Besatzung oder der Kapitän. Sachen können keine Erfahrungen sammeln.

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