ARD veranstaltet Nachrichtentag: Zuschauer erhalten Einblicke in Redaktionsalltag

Workshops für Schüler und Senioren

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 02.03.2026, 12:36 Uhr

ARD Nachrichtentag am 19. März 2026 – Bild: BR/ARD
ARD Nachrichtentag am 19. März 2026

Die ARD hat angekündigt, verstärkt in den Dialog mit dem Publikum zu treten. Eine Maßnahme in diese Richtung ist ein bundesweiter „Nachrichtentag“. So sind die Zuschauer eingeladen, sich am 19. März ein eigenes Bild von der Entstehung und Produktion von Nachrichten in Hörfunk, Fernsehen und im Netz zu machen.

An dem Nachrichtentag beteiligen sich alle neun ARD-Anstalten mit unterschiedlichsten Angeboten. Vor Ort können Besucher beim MDR etwa hinter die Kulissen der größten crossmedialen Nachrichtenredaktion Mitteldeutschlands schauen und eine „MDR Aktuell“-Newscenter-Tour machen. In der Radiosendung „Guten Morgen Berlin“ auf rbb 88.8 erfahren die Zuhörer, wie regionale und internationalen Newsthemen ausgewählt und umgesetzt werden. Auch auf Instagram findet der Nachrichtentag statt: So erhalten User ab 16:30 Uhr auf dem Kanal von „Weltspiegel“ Einblicke in die Arbeit von von Auslandskorrespondenten informieren: WDR-Moderatorin Isabel Schayani spricht ab 16:30 Uhr live mit ihren Kolleginnen und Kollegen.

Schulklassen können in Bayern hinter die Kulissen von BR24 TV blicken. Eine Journalistin zeigt Jugendlichen ab Jahrgangsstufe 8 in einem Workshop, wie die Redaktion arbeitet. Angeboten wird auch ein Workshop für Schüler der Klassenstufen 3 und 4, in dem sie eine eigene kleine Hörfunknachrichtensendung produzieren können. Die Redaktion vom „Bayern 2 Tagesgespräch“ lädt Jugendliche ab Jahrgangsstufe 9 zudem ein, live bei der Call-in-Radiosendung dabei zu sein – im Studio oder vom Klassenzimmer aus. Beim Saarländischen Rundfunk können Schüler selbst Nachrichten-Reels erstellen.

Der Hessische Rundfunk bietet speziell für Jugendliche einen Workshop zu „Fakenews, Bubbles und Nachrichten“ an. Zudem können sie in der Tagesredaktion von hr Info erfahren, wie Beiträge entstehen und geschnitten werden und wie Interviews geführt werden. Ein Reporter der TV-Sendung „maintower“ betreut eine Kleingruppe Jugendlicher bei der Erstellung eines Beitrags für die Sendung – und auch den Journlisten der „hessenschau“-Redaktion können Schüler über die Schulter schauen.

Der Radiosender Bremen Eins lädt insbesondere Senioren dazu ein, an ihrer Themenkonferenz teilzunehmen. Der SWR wiederum hat spezielle Angebote für Mitarbeiter bei der Polizei und Feuerwehr vorbereitet und bietet mehrere digitale Workshops an, darunter zu den Themen „Was stimmt noch? Orientierung in der heutigen Medienwelt“ (für Senioren) und „Zwischen Tagesschau und TikTok“ (für Jugendliche ab der 9. Klasse). An den vier Standorten des NDR können Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte mehr über die Arbeit der Nachrichtenredaktionen erfahren.

Der ARD Nachrichtentag soll redaktionelle Praxis sichtbar machen. Aus nächster Nähe sollen die Teilnehmer Redaktionsabläufe miterleben und erfahren, „wie aus einem Ereignis eine geprüfte Nachricht wird“. Der ARD-Vorsitzende Florian Hager betont: Nachrichten sind kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis professioneller Arbeit. Dazu gehören transparente Recherche, Faktenchecks und Priorisierung der Themen. Auf dem ARD Nachrichtentag legen wir unsere Arbeit offen, die Menschen können mit den Nachrichtenmachern ins Gespräch kommen und Fragen stellen. Vertrauen ist die wichtigste Währung einer Demokratie und Vertrauen in unser System ist nur möglich, wenn man das System versteht.

Unter der Adresse ard.de/​medienkompetenz sind sämtliche Präsenz- und Online-Angebote sowie Hintergrundinformationen und Materialien zum Thema verfügbar.

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