Dokumentation in 4 Teilen
1. Kostbares Land
Folge 1 (50 Min.)
Auf der Belalp bei Blatten im Wallis kämpfen jedes Jahr im Juni Eringer Kühe um die Rangordnung.Bild: ZDF/SRF/3sat/Längengrad Filmproduktion/Jaap OudmanIn der Schweiz, wo Urkräfte die Erde auffalteten, sind fruchtbare Böden rar – eine Herausforderung für Mensch und Natur. In fesselnden Bildern zeigt der Film das kostbarste Gut der Schweiz. Die Alpen dominieren die Schweiz: Einwohner, Tiere und Pflanzen müssen steilen Anhöhen trotzen, um zu überleben. Die Aufgaben, vor denen sie stehen, könnten kaum größer sein. Eine Reise zu bizarren Felsformationen und überraschenden Horten des Lebens. Erde, Fels und Stein formen das Antlitz der Schweiz. Zwischen gewaltigen Bergen und sattgrünen Mooren nehmen spannende Geschichten Form an.Es ist eine weithin sichtbare Landmarke am Piz Sardona, die 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde: Nirgendwo sonst lässt sich besser nach-vollziehen, wie die Alpen entstanden sind, als in der „Tektonikarena Sardona“. Für seine Lage auf dem Thron Europas zahlt das Land einen hohen Preis: Die Schweizer mussten tief in die Geologie eingreifen und haben den längsten Autotunnel der Welt erschaffen. Heute brausen täglich rund 18.000 Autos durch das Gotthardmassiv – und geben so einer Traumkulisse oberhalb des Tunnels ihre Unberührtheit zurück: Von den Bergwiesen hört man keine Motoren, sondern die Pfiffe von Murmeltieren, die mit ihren Sippen um Baue und Territorien kämpfen. Wo Land so kostbar ist wie in der Schweiz, treiben Bauern nicht nur ihre Kühe ins Gebirge. Sie lernen auch, ihr Weideland im Tal mit seltenen Wildtieren wie Wieseln zu teilen. Golfplatzbetreiber wollen ebenfalls mehr für die Natur tun: Um die kurz geschorenen Greens herum schaffen sie überraschend vielfältige Lebensräume für viele seltene Tiere. Obwohl Mensch und Natur sich an die extremen Bedingungen so gut wie möglich anpassen, können sie nicht verhindern, dass bei Murgängen weiter kostbares Land verloren geht. Im Illgraben im Wallis wird die Dynamik solcher Ereignisse erforscht – mit dem Ziel, sich eines Tages besser auf Naturkatastrophen vorbereiten zu können. Der Film zeigt in eindrucksvollen Tier- und Landschaftsaufnahmen, wie vielfältig das kleine Land in den Alpen ist – und wie reich an Ideen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Mo. 13.04.2026 3sat 2. Zwischen Feuer und Eis
Folge 2 (55 Min.)Jeanette Stangier-Bors hat bei Eisschwimm-Weltmeisterschaften schon mehrfach Edelmetall gewonnen.Bild: ZDF/SRF/3sat/Längengrad Filmproduktion/Michael GärtnerDie Schweiz ist ein Land der Kontraste – geprägt durch Hitze und Kälte, Feuer und Eis. Der Film zeigt, wie Tiere, Pflanzen und Menschen mit diesen Extremen zurechtkommen. In der Schweiz treffen Gletscher auf heiße Quellen, Eiswüste auf Felsensteppe. So vielfältig wie die Landschaften sind ihre Bewohner: Gletscherflöhe und Skorpione, Steinböcke und Bienenfresser. Eine Reise durch die Schweizer Natur – zwischen Feuer und Eis. Die Schweiz steht für Schnee und Eis. Über Monate hat der Winter die Alpenrepublik fest im eisigen Griff. Wer dort lebt, muss hart im Nehmen sein: Mit karger Kost kommen Steinböcke und Rehe durch den Winter.Die Wasseramsel dagegen findet in Bergbächen auch bei Minusgraden proteinreiche Insektenlarven. Dafür geht sie jeden Tag unzählige Male auf Tauchgang im eisigen Nass. Und auch die Schweizer wissen das Winterwetter für sich zu nutzen: Während manche in den heißen Thermalquellen von Leukerbad Entspannung suchen, testen andere beim Eisbaden ihre Grenzen. Gefährlich wird der Winter mit Anbruch des Frühlings. Wenn in tieferen Lagen Murmeltiere erwachen und Krokusse Bergwiesen in ein Blütenmeer verwandeln, steigt auch die Lawinengefahr in den Schweizer Bergen. Um Menschenleben zu retten, trainiert die Alpine Rettung Schweiz deshalb regelmäßig den Ernstfall. Bei Lawinen-Übungen lernen Suchhunde, im Helikopter mitzufliegen und Lawinenopfer aufzuspüren – Action garantiert. Doch Lawinen sind nicht die einzige Gefahr in den Bergen. Jedes Jahr wüten in der Schweiz rund einhundert Waldbrände. Um verheerende Großbrände zu verhindern, rücken Walliser Forstarbeiter deshalb mit der Motorsäge aus. Feuerschneisen können helfen, die großflächige Ausbreitung von Bränden zu verhindern. Gleichzeitig profitiert die Natur, wenn Alpen freigehalten und vor Verbuschung bewahrt werden. Denn Bergwiesen sind die Heimat zahlreicher Tiere. Ein Lebensraum der Extreme ist die Walliser Felsensteppe, denn im Rhonetal ist es im Sommer oft äußerst trocken und heiß. Davon profitieren wärmeliebende Exoten wie der Italienische Skorpion und der farbenprächtige Bienenfresser. In der Höhe dagegen kämpfen Gletscher mit den steigenden Temperaturen. Ob Aletsch- oder Rhonegletscher – jedes Jahr ziehen sich die Schweizer Gletscher weiter zurück. Kein gutes Omen für den eigentümlichen Gletscherfloh – ein winziges Insekt, das ganzjährig im Gletschereis lebt. In opulenten Bildern lädt der Film ein auf eine überraschende Entdeckungsreise durch die Schweiz. Atemberaubende Luftaufnahmen – aufwendig mit Drohne und Helikopter gefilmt – führen die landschaftliche Schönheit der Schweiz vor Augen. Extreme Makroaufnahmen und Superzeitlupen lassen den Zuschauer teilhaben an erstaunlichen Tiergeschichten: ob bizarre Insekten wie die Kreiselwespe, Giftschlangen wie die Aspisviper oder große Säugetiere wie der Luchs. In großartigen Bildern gibt der Film Einblick in das heimliche Leben einer faszinierenden Tierwelt – im Spannungsfeld von Feuer und Eis. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Mo. 13.04.2026 3sat 3. In luftigen Höhen
Folge 3 (50 Min.)Vögel wie dieser werden im Winter bei der Überquerung der Alpen mit Ringen ausgestattet, um sie überall auf der Welt identifizieren zu können.Bild: ZDF und SRF/3sat/Längengrad Filmproduktion GmbH/Michael KernDie Schweiz ist das Dach Europas: In Tausenden Metern Höhe, wo Menschen das Atmen schwerfällt, übernimmt die Natur. Beeindruckende Aufnahmen zeugen vom vielfältigen Leben in luftigen Höhen. Größe, die einem den Atem verschlägt: Weit über 4000 Meter ragen die gewaltigsten Gipfel der Schweiz in den Himmel. Eine spektakuläre Reise, die die Wolkendecke durchbricht, vorbei an der Heimat von Hirten und Bartgeiern, und bis in die höchsten Höhen vordringt. Die Schweiz kennt nur eine Richtung: hinauf. Jenseits der Alpweiden, wo die Luft dünn wird, spielen sich faszinierende Geschichten ab.Ultra-Bergläufer aus aller Welt testen dort ihre körperlichen Grenzen aus. Für ihren Marathon überwinden sie Bergpässe und legen dabei Tausende Höhenmeter zurück. Schmetterlingsfans wollen keine Sport-Rekorde brechen, wenn sie auf über 2000 Metern mit Fangnetzen und Kameras unterwegs sind. Der Grund ist vielmehr: Seltene Schmetterlinge wie der Rote Apollofalter sind oft nur noch in hoch gelegenen Gegenden mit Wildpflanzen zu finden. Für ihren Nachwuchs sind die Blumen überlebenswichtig. Noch eine Etage höher ziehen im Alpenraum rund 350 Bartgeier ihre Kreise. Waren sie Ende des 19. Jahrhunderts noch ausgerottet, wurden sie dort wieder angesiedelt – mit Erfolg. Der Film zeigt, wie aufwendig es ist, die großen Tiere in die Natur zurückzubringen. Im Wallis beringen Forscher in schwindelerregender Höhe Zugvögel, um deren Bestand in der Schweiz im Blick zu behalten. Die Tiere, die sie dort beim Überflug nach Frankreich registrieren, liefern ihnen fortan wichtige Daten. Der Film erzählt mit eindrucksvollen Landschafts- und Tieraufnahmen von einem überraschend vielfältigen Leben in luftigen Höhen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Mo. 20.04.2026 3sat 4. Die Macht des Wassers
Folge 4 (55 Min.)Der Riffelsee ist berühmt für die Aussicht auf das Matterhorn, das sich an klaren, windstillen Tagen auf der Wasseroberfläche des Sees spiegelt.Bild: ZDF/SRF/3sat/Längengrad Filmproduktion/Steffen SailerWasser prägt die Schweiz wie kaum ein anderes Land in Europa. Flüsse, Moore und Seen schaffen in allen Höhenlagen artenreiche Lebensräume. Der Film feiert die Macht des Wassers als Quelle des Lebens. Von den höchsten Bergen bis ins tiefe Erdreich: Wasser ist allgegenwärtig. Es gestaltet Landschaften und ist Heimat hochspezialisierter Tiere und Pflanzen. Eine Entdeckungsreise durch die Schweizer Natur. Wer das Glück hat, die Schweiz von oben zu betrachten, sieht es überall glitzern: Mehr als 1500 Seen verteilen sich über das ganze Land.Der Neuenburgersee beispielsweise ist ein wahres Vogelparadies: Jeden Winter wird er zum Treffpunkt für Zehntausende Wasservögel. Auf dem Vierwaldstättersee verkehren historische Schaufelraddampfer. Doch nicht nur Touristen erkunden den See trockenen Fußes. Auch Haubentaucher-Küken genießen die Fahrt über den See – auf den Rücken der Eltern. Der Riffelsee dagegen besticht mit grandioser Aussicht auf das berühmte Matterhorn und hat auch unter Wasser einiges zu bieten. Doch die Schweiz ist nicht nur ein Land der Seen. Auch viele große Flüsse haben ihren Ursprung in den Schweizer Bergen. So finden an Inn und Thur zahlreiche seltene Tiere eine Heimat – von Biber bis Königslibelle. Im Verborgenen entfaltet sich die Macht des Wassers in den Schweizer Mooren: Dort leben Spezialisten, etwa fleischfressende Pflanzen wie der Sonnentau. Und auch der Lac Souterrain von Saint-Léonard – Europas größter unterirdischen See – hält so manche Überraschung bereit. In opulenten Bildern lädt der Film dazu ein, die Schweiz und ihre vom Wasser geprägte Natur zu erkunden. Atemberaubende Luftaufnahmen – aufwendig mit Drohne und Helikopter gefilmt – führen die landschaftliche Schönheit der Schweiz vor Augen. Extreme Makroaufnahmen und Superzeitlupen lassen den Zuschauer teilhaben an erstaunlichen Tiergeschichten: ob Kolbenenten und Bergmolche auf Partnersuche oder Eisvögel und Wasserskorpione auf der Jagd nach Beute. In großartigen Bildern gibt der Film Einblick in das heimliche Leben einer faszinierenden Tierwelt – geprägt durch die Macht des Wassers. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Mo. 20.04.2026 3sat
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