Naturwunder Hochgebirge Folge 1: Die Julischen Alpen
Folge 1
1. Die Julischen Alpen
Folge 1 (43 Min.)
Die Förster wachen über den Nationalpark Triglav. Heißeres Wetter, stärkere Regenfälle und das Schmelzen des Permafrosts in den Felswänden – ausgelöst durch den Klimawandel – gefährden zunehmend die Sicherheit in den Julischen Alpen.
Bild: Hanfgarn & Ufer/Martin Hanslmayr
Ganz am östlichen Rand der Alpen ist ein Bergkamm vorgelagert, der im Vergleich zu seinem ʺgroßen Bruderʺ weniger Beachtung findet: die Julischen Alpen, benannt nach Julius Caesar. Den schroffen Gebirgsstock charakterisiert neben seiner hoch aufschießenden Berge vor allem auch: Wasser. Ein malerischer Gebirgssee liegt neben dem nächsten – ein Tal mit reißenden, smaragdgrünen Gebirgsflüssen schmiegt sich an das andere. Wasserfälle durchziehen die Gegend. Über allem ragt der Triglav mit 2.864 Metern, der höchste Berg Sloweniens.
Die Region umfasst auch einen Teil der italienischen Provinz Friaul, die Österreich Mitte des 19. Jahrhunderts an Italien abgab. Hier gibt es im Vergleich zu benachbarten italienischen Alpenregionen wie den Dolomiten nach wie
vor kaum Tourismus. Aber der Klimawandel setzt dieser mitteleuropäischen Region zu, vor allem durch immer heißeres Wetter und größere Regenfälle, für die das nahe gelegene, immer wärmere Mittelmeer verantwortlich ist. So veranschaulicht ein Klimaforscher, wie die Eishöhlen Sloweniens langsam schmelzen.
Ein Schlittenhundeführer in Italien muss im Winter auf immer größere Höhen ausweichen, denn die eigentlich schneesichere Gegend bleibt in den kalten Monaten immer öfter grün. Eine Borkenkäferexpertin erklärt Gründe für die Epidemie, die den größten Forst Italiens bedroht. Und auch das Bergsteigen in hohen Lagen wie an der Triglav-Nordwand wird gefährlicher – durch den fehlenden Permafrost hat sich die Stabilität der Felswänden verringert. (Text: arte)
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