Dokumentation in 4 Teilen
1. Die Julischen Alpen
Folge 1 (43 Min.)Ganz am östlichen Rand der Alpen ist ein Bergkamm vorgelagert, der im Vergleich zu seinem ʺgroßen Bruderʺ weniger Beachtung findet: die Julischen Alpen, benannt nach Julius Caesar. Den schroffen Gebirgsstock charakterisiert neben seiner hoch aufschießenden Berge vor allem auch: Wasser. Ein malerischer Gebirgssee liegt neben dem nächsten – ein Tal mit reißenden, smaragdgrünen Gebirgsflüssen schmiegt sich an das andere. Wasserfälle durchziehen die Gegend. Über allem ragt der Triglav mit 2.864 Metern, der höchste Berg Sloweniens.Die Region umfasst auch einen Teil der italienischen Provinz Friaul, die Österreich Mitte des 19. Jahrhunderts an Italien abgab. Hier gibt es im Vergleich zu benachbarten italienischen Alpenregionen wie den Dolomiten nach wie vor kaum Tourismus. Aber der Klimawandel setzt dieser mitteleuropäischen Region zu, vor allem durch immer heißeres Wetter und größere Regenfälle, für die das nahe gelegene, immer wärmere Mittelmeer verantwortlich ist. So veranschaulicht ein Klimaforscher, wie die Eishöhlen Sloweniens langsam schmelzen. Ein Schlittenhundeführer in Italien muss im Winter auf immer größere Höhen ausweichen, denn die eigentlich schneesichere Gegend bleibt in den kalten Monaten immer öfter grün. Eine Borkenkäferexpertin erklärt Gründe für die Epidemie, die den größten Forst Italiens bedroht. Und auch das Bergsteigen in hohen Lagen wie an der Triglav-Nordwand wird gefährlicher – durch den fehlenden Permafrost hat sich die Stabilität der Felswänden verringert. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mo. 27.04.2026 arte Deutsche Streaming-Premiere Mo. 27.04.2026 arte.tv 2. Swanetien und Ratscha
Folge 2 (43 Min.)Swanetien und Ratscha liegen im Großen Kaukasus, mit Gipfeln, die teilweise mehr als 5.000 Meter hoch in den Himmel ragen. Auf diesen atemberaubenden Höhen unmittelbar an der Grenze zu Russland hat der Massentourismus noch kaum Einzug gefunden – auch wenn vor allem Swanetien mit rund 150.000 Besuchern pro Jahr bei Individualreisenden zunehmend beliebt ist. Das oft noch unberührte Naturparadies zwischen reißenden Gebirgsflüssen und schneebedeckten Gipfeln verändert sich durch wärmeres Wetter. Große Trockenheit lässt die Landwirtschaft, in Georgien ohnehin ein Gewerbe in Not, weiter zurückgehen. Eine traumhafte und faszinierende Einöde kämpft mit den Folgen der Erderwärmung – auch durch Extremwettereignisse. Erdrutsche und Schlammlawinen suchen die Gegend heim, in der Frühwarnsysteme oder Schutz der Zivilbevölkerung noch unterentwickelt oder teilweise gar nicht existent ist.Auch der traditionelle Weinanbau leidet unter Dürre und Hitze, denn Bewässerungssysteme gibt es hier nicht. Tausende von Jahren konnte man hier auf verlässliche Niederschlagsmengen zählen, aber diese Zeiten scheinen vorbei. Die Dokumentation bewegt sich zwischen Tradition und Moderne in einem noch kaum entdeckten Gebiet am Rande Europas. Sie dringt vor zu den Geheimnissen der swanetischen Wehrtürme, dem althergebrachten Leben zwischen Wassermühlen und Goldwäsche im Enguri-Fluss – und trifft Umweltschützer, modern denkende Bauern sowie eine Augenzeugin des tödlichen Erdrutsches von 2023 im Kurort Shovi. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mo. 27.04.2026 arte Deutsche Streaming-Premiere Mo. 27.04.2026 arte.tv 3. Picos de Europa
Folge 3 (43 Min.)Die Iberische Halbinsel ist für ihre traumhaften Strände bekannt – dabei ist sie auch Heimat von Hochgebirgen. Im Norden Spaniens, entlang des Atlantiks, liegen die Picos de Europa. Hier zeigt sich das Land von einer anderen Seite: grün und regenreich. Die Gegend kämpft mit Landflucht und Klimawandel. Die Gebirgswelt verwildert, da die Felder nur noch wenig bestellt werden. Und das, obwohl seit Jahrhunderten die nomadische Weideform Transhumanz aufgrund der fruchtbaren Böden Tradition hat. Heißeres Wetter bedroht zudem die Artenvielfalt.Dieser unbekanntere Teil Spaniens könnte bald mehr in den Fokus von Urlaubern geraten, weil es am Mittelmeer im Sommer zu heiß wird. Die Picos de Europa sind eine keltisch geprägte Region, deren Stimmung oftmals eher an Irland als an Südeuropa erinnert, und in der alte Bräuche fortleben. So gehen junge Schäfer der Transhumanz nach, wenn auch anders als in den 1950er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Weiden der Tiere ist eine Waffe gegen Waldbrände, die durch Hitze und Dürre ausgelöst werden. Öko-Bauern produzieren Gamoneu-Käse, der Monate lang in Höhlen reift – und für den die Beständigkeit der Temperatur ein Muss ist. Der Klimawandel fordert Flora und Fauna der Picos de Europa heraus: eine Biologin überwacht Schmetterlingspopulationen, die Tiere sind wichtige Bio-Indikatoren. Und Experten versuchen, den Bartgeier zu erhalten, den größten Vogel Europas. Die wachsende Zahl von Mücken, auch in Hochlagen, setzt dem Tier zu: Sie können es mit Krankheiten infizieren. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Di. 28.04.2026 arte Deutsche Streaming-Premiere Di. 28.04.2026 arte.tv 4. Jotunheimen
Folge 4 (43 Min.)Es ist das höchste Gebirge Norwegens und Skandinaviens – und seit Jahren immer wärmerem Wetter ausgesetzt: Jotunheimen, deutsch: das Heim der Riesen. Eine mythische Landschaft zwischen schneebedeckten Gipfeln, Holzkirchen und imposanten Bergseen. Ein stiller Rückzugsort, der aber immer mehr auch von Touristen besucht wird. Denn der Klimawandel erschwert den Urlaub im Süden Europa mancherorts, wegen zu großer Hitze. „Coolcation“ dagegen – eine Mischung aus „cool“ und „vacation“ – ist ein Trend, der auf den Gletschern und Fjorden dieser Gebirgskette zu spüren ist.Und ihr Ökosystem unter Druck setzt. Im Mittelpunkt dieser Dokumentation stehen Menschen, die sich an neue Gegebenheiten anpassen müssen. Der Betreiber eines Sommerskizentrums muss immer mehr Kunstschnee produzieren, junge Bergsteigerinnen stellen beim Klettern fest, dass manche Routen nicht mehr begehbar sind. Denn die Gletscher sinken ab, massive Felsen kommen zum Vorschein. Lachsfischer müssen den Fischbestand selbst kontrollieren und aktiv Artenschutz leisten, um überhaupt weiter angeln zu können. Und schließlich besucht diese Episode auch eines der nördlichsten Weingüter der Welt am Sognefjord. Eine Reise durch Nordeuropa, wie man es so nur selten sieht – zum Zeitpunkt einer historischen Hitzewelle im Sommer 2025. So warm wie während der Dreharbeiten war es in Jotunheimen seit rund 150 Jahren nicht mehr. Noch hält die Waldgrenze auf nur rund 1.100 Metern; die spärliche Vegetation in Höhenlagen erinnert daran, wo man sich in Norwegen geografisch befindet. Aber wie lange noch? (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Di. 28.04.2026 arte Deutsche Streaming-Premiere Di. 28.04.2026 arte.tv
Erhalte Neuigkeiten zu Naturwunder Hochgebirge direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu Naturwunder Hochgebirge und weiteren Serien
deiner Liste findest du in deinem
persönlichen Feed.
