Kommentare 1–1 von 1
Romplayer (geb. 1988) am
Eine gute Dokumentation, die mit jeder weiteren Minute die Spannung und Dramatik erhöht und dadurch spürbar macht, wie sich das gesamte Gebilde um Vorwürfe und Gegenargumente aufbaut. Beide Seiten kommen gleichermaßen zu Wort, am Ende obliegt es dem Zuschauer zu entscheiden, welcher Seite der Geschichte er glaubt. Für beide gibt es gute Argumente, es ist weder in die eine noch in die andere Richtung glasklar.
Die Dokumentation ist gut - hat aber im Detail auch ein paar Mängel. So werden bspw immer wieder Tonaufnahmen von Michael Jackson eingespielt - ohne zu sagen, in welchem Zusammenhang die Aussagen gemacht wurden, oder wenigstens zu welcher Zeit. Das kann man dann leicht falsch interpretieren.
Und: Es kommen in der Dokumentation sowohl der Staatsanwalt und eine Freundin der Opfer-Familie zu Wort. Der Staatsanwalt wirkt in seinen Aussagen sehr glaubwürdig und überzeugt. Aber was die Doku vollkommen verschweigt, ist dass der Staatsanwalt und die Freundin seit 2011 verheiratet sind - und er somit natürlicherweise der Opfer-Familie sehr nahe steht. Wie objektiv vor diesem Hintergrund seine Aussagen dann noch sind, darf zumindest angezweifelt werden.
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