Staffel 3
Staffel 3 von Meine Heimat! Mein Verein! startete am 29.07.2026 in der ARD Mediathek und am 31.07.2026 im WDR.
8. Duisburg und der MSV
Staffel 3, Folge 1 (45 Min.)
Lea Bursch (2.v.l.) beim Singen der Hymne. Für sie ist der MSV Duisburg das Größte.Bild: WDR/eitelsonnenschein GmbHDer MSV Duisburg ist Heimat für rund 12.000 Mitglieder und Herzensclub für viele Tausende Menschen zwischen Rhein und Ruhr. Die wegen ihrer blau-weißen Trikots so genannten „Zebras“ sind Kult – auch wenn das Gründungsmitglied der Bundesliga in den letzten Jahren vor allem in der zweiten, dritten oder sogar vierten Liga gespielt hat. Der Meidericher Spielverein 02 e.V. Duisburg gilt bis heute als „Malocher“-Club. In einer Stadt, die seit Jahrzehnten mit den Folgen des Strukturwandels kämpft, werden keine Zauberfüße, sondern eher Abwehrspieler und Kämpfertypen zu Legenden. Wichtig ist, dass Spieler und Verein bodenständig und auf Augenhöhe mit den Fans bleiben.„MSVereint“ lautet das Motto des Clubs. Auch in sportlich schweren Zeiten verwandelt sich der Heimbereich des Stadions in ein blau-weißes Meer aus Fahnen, Schals und Mützen. Die neue Folge der WDR Heimatflimmern-Reihe „Meine Heimat. Mein Verein.“ dreht sich um den Mythos MSV in vielfältigen Fan-Geschichten und zeigt die enge Verbindung von Stadt und Verein. Autor Wilm Huygen trifft Menschen, für die der Verein Heimat und manchmal sogar mehr ist. Manuela Sass ist Fan und Stadtführerin. Sie zeigt Gästen geschichtsträchtige und überraschende Ecken ihrer oft unterschätzten Heimat. Oder Lea Bursch: Ihr hat der Verein nach ihrer Krebs-Diagnose viel Kraft gegeben. Und der Film ist zu Gast bei der „Zebraherde e.V.“, einer der größten Fan-Vereinigungen des Clubs. Die Spielerlegende Joachim Hopp lässt die besondere Beziehung der Duisburger zu ihrem MSV aufleben. Comedian Markus Krebs, seit Jahrzehnten tief mit dem Verein verbunden, berichtet über die Wechselwirkungen zwischen Stadt und Club. Oberbürgermeister und Dauerkarteninhaber Sören Link betont die Bedeutung des MSV für die DNA der Stadt. ARD-Moderatorin Siham El-Maimouni, in Duisburg geboren und aufgewachsen, erzählt die Geschichte dieses besonderen Fußballvereins, seiner Fans und der Stadt. (Text: WDR) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 29.07.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Fr. 31.07.2026 WDR 9. Münster und die Preußen
Staffel 3, Folge 2 (45 Min.)Der ehemalige Torhüter Maximilian Schulze Niehues im Interview.Bild: WDR/eitelsonnenschein GmbHMünster ist Fahrradstadt, Universitätsstadt und Heimat der Preußen. Zwischen Prinzipalmarkt, Domplatz und Hafen gehört Fußball einfach dazu. Nicht laut oder aufgesetzt, sondern selbstverständlich. Die Vereinsfarben Schwarz, Weiß und Grün sind Teil des Stadtbildes und des Alltags vieler Menschen. Der Sportclub Preußen von 1906 Münster (Westf.) wird von Schülern gegründet. Seit 1926 spielt der Verein im Stadion an der Hammer Straße. Hier werden große Siege gefeiert, Abstiege getragen und immer wieder neue Anfänge erlebt.Der legendäre „100.000-Mark-Sturm“ um Fiffi Gerritzen macht den Verein in den 1950er Jahren deutschlandweit bekannt. Höhepunkt ist 1951 das DFB-Pokalfinale. Und Preußen Münster ist 1963 dabei, als die Bundesliga gegründet wird. Es folgen Jahrzehnte des Auf und Ab. Der Zusammenhalt der „Jungs von Preußen Münster“ sind bis heute spürbar. Die neue Folge der WDR Heimatflimmern-Reihe „Meine Heimat. Mein Verein.“ erzählt von den Menschen, die den Fußballverein tragen. Claudia Brannekemper ist Trauerrednerin und erlebt immer wieder, wie tief der Verein Menschen begleitet, oft bis hin zur Trauerfeier. Lehrerin Mona Kolbow hat die AG „Fußball ohne Rassismus“ gegründet, die eng mit dem Verein zusammenarbeitet. Thomas Sommer verkauft samstags Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt am Domplatz und geht danach selbstverständlich ins Stadion. Bildhauer Oliver Mertens formt den Preußen-Adler aus regionalem Sandstein. Katharina Rozmiarek spielt seit Beginn ihres Studiums für die Futsal-Mannschaft des SC Preußen Münster. Lambert Scheer, Geschäftsführer des Coppenrath Verlags, beschreibt den Verein als emotionalen und wirtschaftlichen Bestandteil der Stadt. Komikerin Lisa Feller erklärt, warum man Fan von Preußen Münster werden muss – spätestens, wenn die Vereinshymne erklingt. Darüber hinaus blickt Torwart-Legende Max Schulze Niehues auf 14 Jahre im Preußen-Trikot zurück. Christoph Strässer erzählt von der tiefen Verwurzelung des Clubs in Münster und dem langen Prozess des Stadionumbaus. (Text: WDR) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 05.08.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Fr. 07.08.2026 WDR 10. Düsseldorf und die Fortuna
Staffel 3, Folge 3 (45 Min.)Thea Ungermann leitet die Schumacher Brauerei in sechster Generation, die seit 2019 das Stadion mit Altbier versorgt.Bild: WDR/eitelsonnenschein GmbHLandeshauptstadt, Modestadt, Kunstmetropole und Heimat der Fortuna. All das ist Düsseldorf. Im einstigen Arbeiterstadtteil Flingern liegen die Wurzeln des Fußballvereins. Mit rund 38.000 Mitgliedern gehört er zu den größeren Sportvereinen Deutschlands. Der Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V., gegründet wohl von Freunden in geselliger Altbierrunde mit dem Ziel der Körperertüchtigung. Es ist eine Symbiose entstanden zwischen der Stadt und ihrem Fußballverein. Und es könnte alles so schön sein, wäre da nicht das ewige Auf und Ab. Den Höhenflügen Anfang der 80er Jahre folgen Abstürze bis in die vierte Liga.Egon Köhnen kennt das. 15 Jahre gehört er der Düsseldorfer Elf an und steht schon auf dem Platz, als Fortuna 1967 bei den Bayern gewinnt. Auch der ehemalige Profi Andreas Lambertz, von den Fans liebevoll „Lumpi“ gerufen, ist dem Verein bis heute eng verbunden – einmal Fortuna immer Fortuna! Studentin Lotte Brablec ist sieben Jahre alt, als sie eine Freundin mit ins Stadion nimmt. Zurück im heimischen Wohnzimmer schmettert sie noch immer Fangesänge. Heute arbeitet sie neben dem Studium für ein junges Modelabel, Höhepunkt: Eine Fortuna-Kollektion. Für Amy Kober aus Mülheim an der Ruhr ist Düsseldorf „die schönste Stadt in ganz Europa“. Aufgrund eines Gendefekts ist die 14jährige allmählich erblindet. Sie spielt in der Blindenfußballmannschaft des Vereins und will bald in der Bundesliga starten, im Trikot der Fortuna. Maler und Illustrator Takumi Ogata kommt vor mehr als 20 Jahren nach Düsseldorf. Die Stadt ist seine Heimat geworden, wie für rund 15.000 seiner Landsleute. In Europa gibt es nur in London und Paris eine größere japanische Gemeinde. 2025 durfte Takumi Ogata für Fortuna Düsseldorf ein Sondertrikot gestalten – eine besondere Ehre. Thea Ungermann leitet in sechster Generation die Schumacher Brauerei, die seit 2019 das Stadion mit Altbier versorgt. Gerne geht sie mit ihrem Vater selbst zu den Heimspielen. Doro Pesch wird von ihrem Vater früh mit zur Fortuna genommen. Lange vor ihrer Weltkarriere als Metal-Sängerin. Bis heute nennt sie neben ihrem Wohnsitz in den USA Düsseldorf ihre Heimat und ist der Fortuna verbunden. Komikerin und Schauspielerin Cordula Stratmann, in Düsseldorf geboren und aufgewachsen, erzählt die Geschichte der besonderen Verbindung zwischen der Fortuna und Düsseldorf. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Fr. 14.08.2026 WDR
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