Der Störenfried
90 Min.

Bild: Bibel
Jahrelang protestierte der Pfarrer Oskar Brüsewitz gegen die Kirchenfeindlichkeit der DDR, am 18. August 1976 opfert er diesem Protest sein Leben: Auf dem Zeitzer Marktplatz setzt er sich selbst in Brand und wird tödlich verletzt. Sein Selbstmord löste heftige Diskussionen über das Verhältnis von Kirche und Staat in der DDR aus. Am Morgen des 18. August 1976 parkt der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz vor der Michaelskirche in Zeitz, befestigt zwei Transparente auf dem Dach seines Autos, übergießt sich mit Benzin und zündet sich an. Trotz der Rettungsversuche der herbeigeeilten Menschen erliegt er vier Tage später seinen schweren Verletzungen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter – sowie völlig verunsicherte DDR-Machthaber, die den Selbstmord zunächst vertuschen wollen.
Schließlich wird Brüsewitz’ Aktion als Tat eines geisteskranken West-Agenten diffamiert. Nach der Wiedervereinigung macht sich Autor Thomas Frickel auf in Brüsewitz’ ehemalige Gemeinde Rippicha und trifft Zeitzeugen, die mit erstaunlicher Offenheit über ihren ehemaligen Pfarrer und die Ereignisse im Sommer 1976 sprechen. Der Film erzählt nicht nur vom Leben und Sterben des Menschen, Pfarrers und Aktivisten Oskar Brüsewitz, sondern auch von der DDR-Gesellschaft der 1980er Jahre und davon, wie die Menschen 15 Jahre und einen Systemwechsel später darauf zurückschauen. Auf vielschichtige Weise entsteht ein besonderes Zeitdokument. (Text: MDR)
Schließlich wird Brüsewitz’ Aktion als Tat eines geisteskranken West-Agenten diffamiert. Nach der Wiedervereinigung macht sich Autor Thomas Frickel auf in Brüsewitz’ ehemalige Gemeinde Rippicha und trifft Zeitzeugen, die mit erstaunlicher Offenheit über ihren ehemaligen Pfarrer und die Ereignisse im Sommer 1976 sprechen. Der Film erzählt nicht nur vom Leben und Sterben des Menschen, Pfarrers und Aktivisten Oskar Brüsewitz, sondern auch von der DDR-Gesellschaft der 1980er Jahre und davon, wie die Menschen 15 Jahre und einen Systemwechsel später darauf zurückschauen. Auf vielschichtige Weise entsteht ein besonderes Zeitdokument. (Text: MDR)
Cast & Crew
Drehbuch: Thomas Frickel
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