Ein Mythos erwacht zu neuem Leben. Jeder kennt sie: Hagen, Kriemhild, Brünhild. Deutsche Helden mit einer gewaltigen und oft auch gewalttätigen Geschichte. In der Nibelungensage geht es um Heldentaten, Krieg, Rache. Und am Ende steht der Untergang. Ein finsterer deutscher Mythos, der auch in dieser modernen Zeit die Menschen fasziniert. Anlässlich der Nibelungenfestspiele in Worms widmet sich das SWR Fernsehen mit seinen Kultursendungen „Kunscht!“ und „Landesart“ ausführlich dem Thema. Über ein Jahrzehnt lang waren die Nibelungenfestspiele eng mit dem Namen Dieter Wedel verbunden. 2015 startet man mit einem neuen Intendanten, dem Fernsehproduzenten Nico Hofmann, mit einem neuen Regisseur, dem vielfach ausgezeichneten
Dokumentarfilmer Thomas Schadt, und mit einer Uraufführung. Gegeben wird das Schauspiel „Gemetzel“ von einem der aufregendsten Autoren Deutschlands: Albert Ostermaier. Das „Kunscht!“-Team um Moderator Lars Reichow ist bei den letzten Proben und Vorbereitungen für die Premiere am 31. Juli dabei. Die Sendung läuft am Vorabend im SWR Fernsehen. In den Beiträgen wird die Hauptdarstellerin Alina Levshin, eine der wichtigsten Nachwuchsschauspielerinnen Deutschlands, vorgestellt. Max Urlacher, der Schauspieler des Hagen, erklärt und improvisiert seine Rolle. Es gibt zudem eine Einführung: „Nibelungen für Anfänger“, der Mythos Nibelungen wird gewürdigt und die Zuschauer lernen den neuen Intendanten Nico Hofmann und den Autor Albert Ostermaier kennen. (Text: SWR)