Themen: „Giotto und der heilige Franziskus“ – Ausstellung in Perugia / „Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig“ – Tagebuch-Aufzeichnungen von Monika Maron / Bevorstehende Ungarn-Wahlen – Das sagt die Kulturszene
45 Min.

Bild: ORF/ORF-Grafik
„Giotto und der heilige Franziskus“ – Ausstellung in Perugia Kurz vor Ostern widmet sich der „kulturMONTAG“ einem Mann, der sowohl in der Kirche als auch in der Kunst für Aufruhr gesorgt hat: Franz von Assisi, den man heute wohl als Sozialrevolutionär, Tierflüsterer und Umweltaktivisten bezeichnen würde. Als Sohn wohlhabender Eltern hat er sich der Armut verschrieben, für soziale Gerechtigkeit gekämpft und sich – ob er nun wirklich mit Tieren sprechen konnte oder nicht – für das Tierwohl eingesetzt: eine Geschichte, die schon viele legendäre Filmemacher, von Roberto Rosselini über Pier Paolo Pasolini bis hin zu Franco Zeffirelli, inspiriert hat.
Zum 800. Todestag des Nationalheiligen Italiens eröffnet eine große Ausstellung in Perugia unter dem Titel „Giotto und der Heilige Franziskus“. Im Zentrum steht das Zusammentreffen des franziskanischen Charismas mit der figurativen Innovation des Malers Giotto di Bondone, die eine tiefgreifende Veränderung der künstlerischen Sprache bewirkte und den Übergang von der „griechischen Manier“ zu einer revolutionär neuen Darstellung markierte: Malkunst, die Emotionen und Gefühle vermittelt.
Ein Wandel, den man anhand der Fresken-Malereien in der ab 1288 entstandenen oberen Basilika des Heiligen Franziskus in Assisi nachvollziehen kann. „Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig“ – Tagebuch-Aufzeichnungen von Monika Maron Tiefgreifende Veränderung, wenn auch in der Politik der jüngeren Geschichte, hat das Leben von Monika Maron geprägt. 1941 in Berlin geboren engagierte sie sich in der FDJ und der SED. Ihr erster Roman „Flugasche“ setzte sich 1981 kritisch sich mit der Umweltverschmutzung der DDR auseinander und durfte daher nur im Westen gedruckt werden.
Ab den 1970er Jahren war sie konspirativ für das Ministerium für Staatssicherheit tätig, 1988 reiste Maron aus – und dann kam die Wende. Unter dem Titel „Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig“ veröffentlicht sie jetzt erstmals ihre Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1980 bis 2021 und gewährt persönliche Einblicke in ihr Leben: In der DDR war Monika Maron eine Gefangene von Zensur und kultureller Willkür, der es immer wieder gelang, zu entfliehen: nach London, New York und Rom.
Als Reisende zwischen den Systemen und Kontinenten entwickelte die Schriftstellerin ihren ganz eigenen Blick auf die Welt. Ihr Buch erzählt von Träumen und Zweifeln, von Künstlern und Kämpfen. Bevorstehende Ungarn-Wahlen – Das sagt die Kulturszene Und vielleicht steht ja auch Ungarn politische Veränderung bevor: Mitte April finden in Österreichs Nachbarland Nationalratswahlen statt und erstmals seit 2010 ist ein politischer Machtwechsel realistisch, wenn auch keineswegs sicher.
Der „kulturMONTAG“ hat sich in der ungarischen Kulturszene umgehört. Zu Wort kommen etwa der in Budapest lebende ukrainische Künstler Taras Tolstikov, Mitbegründer des experimentellen Kollektivs „vegyeskereskedés“ – auf Deutsch „Gemischtwarenhandel“ – , weiters Schauspielerin und Schlagersängerin Sarolta Zalatnay sowie Maler, Musiker und Satiriker drMáriás. Der Künstler hat Persiflagen auf Victor Orbán, Donald Trump, Wladimir Putin und andere führende Persönlichkeiten in seiner Schau „Lang lebe die Diktatur!“ am Godot Institute of Contemporary Art in Budapest versammelt. (Text: ORF)
Zum 800. Todestag des Nationalheiligen Italiens eröffnet eine große Ausstellung in Perugia unter dem Titel „Giotto und der Heilige Franziskus“. Im Zentrum steht das Zusammentreffen des franziskanischen Charismas mit der figurativen Innovation des Malers Giotto di Bondone, die eine tiefgreifende Veränderung der künstlerischen Sprache bewirkte und den Übergang von der „griechischen Manier“ zu einer revolutionär neuen Darstellung markierte: Malkunst, die Emotionen und Gefühle vermittelt.
Ein Wandel, den man anhand der Fresken-Malereien in der ab 1288 entstandenen oberen Basilika des Heiligen Franziskus in Assisi nachvollziehen kann. „Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig“ – Tagebuch-Aufzeichnungen von Monika Maron Tiefgreifende Veränderung, wenn auch in der Politik der jüngeren Geschichte, hat das Leben von Monika Maron geprägt. 1941 in Berlin geboren engagierte sie sich in der FDJ und der SED. Ihr erster Roman „Flugasche“ setzte sich 1981 kritisch sich mit der Umweltverschmutzung der DDR auseinander und durfte daher nur im Westen gedruckt werden.
Ab den 1970er Jahren war sie konspirativ für das Ministerium für Staatssicherheit tätig, 1988 reiste Maron aus – und dann kam die Wende. Unter dem Titel „Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig“ veröffentlicht sie jetzt erstmals ihre Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1980 bis 2021 und gewährt persönliche Einblicke in ihr Leben: In der DDR war Monika Maron eine Gefangene von Zensur und kultureller Willkür, der es immer wieder gelang, zu entfliehen: nach London, New York und Rom.
Als Reisende zwischen den Systemen und Kontinenten entwickelte die Schriftstellerin ihren ganz eigenen Blick auf die Welt. Ihr Buch erzählt von Träumen und Zweifeln, von Künstlern und Kämpfen. Bevorstehende Ungarn-Wahlen – Das sagt die Kulturszene Und vielleicht steht ja auch Ungarn politische Veränderung bevor: Mitte April finden in Österreichs Nachbarland Nationalratswahlen statt und erstmals seit 2010 ist ein politischer Machtwechsel realistisch, wenn auch keineswegs sicher.
Der „kulturMONTAG“ hat sich in der ungarischen Kulturszene umgehört. Zu Wort kommen etwa der in Budapest lebende ukrainische Künstler Taras Tolstikov, Mitbegründer des experimentellen Kollektivs „vegyeskereskedés“ – auf Deutsch „Gemischtwarenhandel“ – , weiters Schauspielerin und Schlagersängerin Sarolta Zalatnay sowie Maler, Musiker und Satiriker drMáriás. Der Künstler hat Persiflagen auf Victor Orbán, Donald Trump, Wladimir Putin und andere führende Persönlichkeiten in seiner Schau „Lang lebe die Diktatur!“ am Godot Institute of Contemporary Art in Budapest versammelt. (Text: ORF)
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Moderation: Peter Schneeberger
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