Drawa ist ein Gebiet mit tropischem Regenwald auf der Fidschi-Insel Vanua Levu, das von acht indigenen Clans dauerhaft vor der Abholzung geschützt wird.
Bild: Electron Libre Productions
Auf Fidschi sind Land und Meer seit jeher unveräußerliches Eigentum der Clans, der Mataqali. Doch die Herausforderung, wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz in Einklang zu bringen, ist größer denn je. In der Beqa-Lagune, einem weltberühmten Tauchgebiet mit artenreichen Korallenriffen und Haibeständen, werden bestimmte Meereszonen zu „Tabugebieten“ erklärt. Diese traditionelle Praxis schützt die Unterwasserwelt und sichert ihre Regeneration. Doch nicht alle Inseln haben dieselben Chancen. Auf Serua wird die Bedrohung durch den steigenden Meeresspiegel immer greifbarer. Viele Bewohner denken über
Abwanderung nach – eine Entscheidung, die ganze Gemeinschaften zerreißen könnte.
Im Landesinneren setzen die Clans dagegen auf eine andere Strategie: Sie verzichten bewusst auf die wirtschaftliche Nutzung der Wälder, um diese als Lebensraum und Klimapuffer zu erhalten. Die Menschen auf Fidschi verbinden dabei altes Wissen mit neuen Ansätzen. Sie passen Traditionen an die heutigen Herausforderungen an, um Natur und Kultur zu bewahren – und damit auch ihre eigene Zukunft. Es ist ein Balanceakt zwischen Bewahrung und Wandel, der zeigt, wie indigene Gemeinschaften globalen Krisen begegnen. (Text: arte)
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