2023 hat Emma Auerbach am Rande von Dresden ein Blumenfeld angelegt. Sie möchte im Takt der Natur natürliche Blüten heranziehen. Als Teil der Slowflower Bewegung setzt sie auf Schmuckkörbchen, Tulpen und Mutterkraut statt auf Blumenimporte aus Übersee. Bei ihr wachsen die Blumen genau dann und genau so, wie man es aus sächsischen Bauerngärten kennt. Emma Auerbach, die eigentlich Kirchenmusikerin ist, hat sich das Gärtnern selbst beigebracht und auch schon Rückschläge hinnehmen müssen. Wenn zum Beispiel starke Hitze tausende Blüten innerhalb
kürzester Zeit explodieren lässt, hat sie keine Chance, die Blumen rechtzeitig zu verkaufen.
Die Entscheidung, mit der Natur zu gärtnern wie Gott sie schuf, macht es nicht leicht – zum Beispiel bei der Bekämpfung von Unkraut und Schädlingen. Aber genau so versteht sie als Christin die Bewahrung der Schöpfung: Gift kommt ihr nicht aufs Feld – lieber teilt sie den Ertrag mit Insekten und Wühlmäusen. Und sie freut sich jedes Mal, auf ihr Feld zu kommen und zu sehen, wie frische Blüten ihre Köpfe in die Sonne recken. (Text: MDR)