• Folge 1

    • 1. Auf dem Pferd durch den Waschlowani

      Folge 1 (43 Min.)
      Der Nomade und Wildtierpfleger Giga Charkelauri überprüft täglich, ob es den Tieren gut geht, die oben im Kaukasus in völliger Freiheit leben. – Bild: Claudia Rauch
      Der Nomade und Wildtierpfleger Giga Charkelauri überprüft täglich, ob es den Tieren gut geht, die oben im Kaukasus in völliger Freiheit leben.
      Der Waschlowani-Nationalpark im Südosten Georgiens ist der ursprünglichste Park des Landes. Die wüstenartigen Landschaften sind geprägt von zerklüfteten Felsen und engen Schluchten. Waschlowani spiegelt den Reichtum der georgischen Landschaft wider, für dessen Erhalt die sowjetische Regierung bereits 1935 ein Naturschutzreservat einrichtete. Die wilden Pistazienbäume, die während ihrer Blüte wie Apfelbäume aussehen, gaben dem Nationalpark seinen Namen: Waschlowani – zu Deutsch „Apfelgarten“. Seit Jahrhunderten ist dieses Grenzland zwischen Georgien und Aserbaidschan die Winterweide der Hirten und Nomaden. Sie kommen im Oktober aus den Bergen des Kaukasus, um im milderen Waschlowani zu überwintern. Überall im Park grasen dann wild lebende Pferde. Für Giga Charkhelauri bedeuten diese Tiere Freiheit. Auf seinem Pferd reitet er durch die Landschaft und wacht über sie. Er ist einer der bekanntesten Pfleger für die überwiegend wild lebenden
      Pferde in der Region und veranstaltet traditionelle Pferderennen ohne Sattel. Am Fuß der Gebirge wurden schon vor über 8.000 Jahren Reben gekeltert. Georgien gilt dementsprechend als Wiege des Weinbaus. Natia Guraschwili ist mit 21 Jahren vermutlich die jüngste Winzerin Kachetiens. Sie stellt ihren Wein in sogenannten Kwewris her. Die Tongefäße werden tief in der Erde vergraben. Für die UNESCO gehört diese traditionelle Weinherstellung zum Kulturerbe der Menschheit. Gemächlich geht es in den Kleinstädten rund um Waschlowani zu. Die Menschen leben meist vom Ertrag ihres Bodens und entwickeln Methoden, um ihre Traditionen, ihre Gemeinschaft und die Natur zu schützen. Der Film entstand unter anderem in der Nähe des Nationalparks mit den überwiegenden Teil des Jahres frei lebenden tuschetischen Pferden auf der Pferde-Farm von Herrn Soso Shetidze, bei Ertso-Tianeti auf der Farm von Herrn Giga Charkhelauri und in den Bergen von Chewsuretien. (Text: arte)
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