Vor dem Altar für die Verstorbenen auf dem „Dia de los muertos“ In Berlin.
Bild: NDR/Richard Hegenkötter/Clip Film
Der Tod von Anjas Mutter kam plötzlich. Anja stand ihr sehr nah, sie war nicht nur Mutter, sondern auch Vertraute und beste Freundin. Schließlich war sie noch so jung – erst 55 Jahre alt. Nach dem Verlust bleibt eine Leere, auf die Anja nicht vorbereitet war. „Ich dachte, ich würde nie wieder lachen können“, sagt sie. Die Trauer stellt alles infrage: Prioritäten, Beziehungen, den Blick auf das Leben selbst. Nichts fühlt sich mehr an wie zuvor – und Anja erkennt, dass sie nicht mehr derselbe Mensch ist wie vor diesem Verlust. Sie fragt sich: Warum war sie so unvorbereitet? Wo hat Trauer in unserer Gesellschaft eigentlich ihren Platz? Und was kann Trauernden wirklich helfen? (Text: SWR)