The Homes We Carry

D 2022 (90 Min.)
  • Dokumentation
  • Gesellschaft
Seit der Geburt von Luana versucht die Afrodeutsche Sarah, den sprunghaften Mosambikaner Eduardo trotz Entfernung und kultureller Unterschiede, dazu zu bringen seine Vaterrolle wahrzunehmen. Gemeinsam mit ihrer einjährigen Tochter reist sie von Berlin nach Afrika … Auftakt einer Reihe von Abschlussfilmen der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, die im Herbst ihr 70jähriges Bestehen feiert. – Sarah trifft nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Luana in Mosambik erstmals wieder auf Kindsvater Eduardo. – Bild: HR/​rbb/​Film Five GmbH/​David-Simon Groß
Seit der Geburt von Luana versucht die Afrodeutsche Sarah, den sprunghaften Mosambikaner Eduardo trotz Entfernung und kultureller Unterschiede, dazu zu bringen seine Vaterrolle wahrzunehmen. Gemeinsam mit ihrer einjährigen Tochter reist sie von Berlin nach Afrika … Auftakt einer Reihe von Abschlussfilmen der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, die im Herbst ihr 70jähriges Bestehen feiert. – Sarah trifft nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Luana in Mosambik erstmals wieder auf Kindsvater Eduardo.

Das Porträt einer Familie, die sich über gesellschaftlich-kulturelle Grenzen zwischen Deutschland und Mosambik hinwegsetzt. Sarah konnte erst als Jugendliche Kontakt mit ihrem Vater aufbauen. Er war zu DDR-Zeiten mosambikanischer Vertragsarbeiter in Deutschland und musste nach der Wiedervereinigung zurück in sein Heimatland. Sarah möchte ihrer kleinen Tochter Luana die familiären Beziehungen ermöglichen, die ihr als Kind lange verwehrt blieben und reist dafür mit ihr zu ihrem eigenen Vater Eulidio nach Südafrika, sowie zum Kindsvater Eduardo nach Mosambik.

Doch die Begegnung mit Eduardo, der plötzlich erwachsen werden muss, als Sarah mit seiner Tochter vor der Tür steht, stellt beide vor große Herausforderungen. Währenddessen reflektiert Eulidio die fast vergessene und ungerechte Geschichte der ehemaligen DDR-Vertragsarbeiter. In seinen Tagträumen kehrt er zurück zum Ursprung seiner europäischen Familie und ihrer plötzlichen Trennung – ein Schicksal, das er mit vielen anderen deutsch-mosambikanischen Familien teilt. 20.000 Mosambikaner:innen wurden in der DDR als Vertragsarbeiter beschäftigt und für ihre harte Arbeit nie rechtmäßig ausgezahlt.

Dieses Kapitel deutscher Geschichte ist bislang nicht als Teil des kulturellen Gedächtnisses aufgearbeitet worden. Protagonistin Sarah erzählt im Film von ihren Erfahrungen als schwarzes Kind im Osten Deutschlands nach dem Fall der Mauer und spricht damit für viele afrodeutsche Kinder. Sarah realisiert, dass ihre Identität für sie kein Widerspruch, sondern eine Bereicherung ist. Ihre Geschichte zu erzählen, bedeutet, afrodeutsche Identität & Familie sichtbar und emotional begreifbar zu machen. (Text: hr-fernsehen)

Deutsche TV-Premiere 30.10.2024 rbb

Sendetermine

Di. 24.03.2026
23:15–00:45
23:15–
Mi. 30.10.2024
22:30–00:00
22:30–

Cast & Crew

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